Marcel Schrötter hat das Tech3-KTM-Angebot abgelehnt

Von Günther Wiesinger
Moto2
Marcel Schrötter auf der Kalex des Intact-Teams

Marcel Schrötter auf der Kalex des Intact-Teams

Marcel Schrötter, 2018 schon Vierter in Le Mans und Montmeló, jetzt WM-Neunter, hat beim Intact-Team endlich den Durchbruch in der WM geschafft. Deshalb lehnte er beim Catalunya-GP ein Angebot von KTM und Tech 3 ab.

Am Samstag um 18.25 Uhr erschien im Catalunya-Paddock der deutsche Dynavolt-Intact-GP-Pilot Marcel Schrötter in der Red Bull Energy-Station.

Er verschwand dann sogleich mit KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer und Jens Hainbach, Vice President Road Racing, in einem Besprechungszimmer.

Die Ursache des Meetings war klar: KTM sucht für 2019 zwei schnelle Moto2-Piloten für das Tech3-KTM-Moto2-Team. Mit Remy Gardner und Bo Bendsneyder wird wohl nicht weitergemacht.

Schrötter war bei Tech3 schon 2014 und 2015 unter Vertrag, er steuerte damals die Tech3-Eigenbaumaschine und schaffte die WM-Ränge 10 und 20.

2016 fuhr der Pflugdorfer im spanischen AGR-Team eine Kalex und schaffte mit Platz 5 in Spielberg sein bis dahin bestes Moto2-Ergebnis. Die WM beendete er an 14. Stelle.

Für 2017 und 2018 wurde Schrötter vom Intact-Team unter Vertrag genommen, wo er nach dem Wechsel von Suter zu Kalex nach der verpatzten Saison 2017 (es reichte nach der Verletzung nur zum 17. WM-Rang) den Durchbruch geschafft hat.

Aber den KTM-Managern wurde rasch klar, dass Schrötter das Fahrer-Dilemma bei Tech3 nicht lösen wird.

«Marcel wird beim Intact-Team bleiben», nahm Jens Hainbach nach diesem Gespräch zur Kenntnis.

Tech3-Teambesitzer Hervé Poncharal nimmt seinem Ex-Fahrer diese Entscheidung nicht übel. «Marcel ist ein anständiger Bursche. Sehr loyal. Das gefällt mir, das respektiere ich», stellte Poncharal fest. «Außerdem ist er ein starker Fahrer geworden.»

Poncharal bekam beim Catalunya-GP am Samstag prominenten Besuch. «Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich KTM-Chef Stefan Pierer und Vorstand Hubert Trunkenpolz getroffen und ein Meeting mit ihnen gehabt. Ich war sehr beeindruckt. Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr ich mich auf die Zusammenarbeit mit den Österreichern freue.»

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