Luca Lunetta (Boscoscuro): «Ich bin kein Fahrer, der aus dem Stand loslegt»
Moto2-Rookie Luca Lunetta möchte schnell lernen, es aber nicht übertreiben. «Mit der richtigen Herangehensweise kann ich Gutes leisten und um Siege kämpfen.» Was er über Teamkollege Vietti denkt.
Luca Lunetta wird 2026 seine Rookie-Saison in der Moto2-WM bestreiten. Im SpeedUp-Team von Luca Boscoscuro ist er der neue Teamkollege von VR46-Schützling Celestino Vietti. Lunetta hat einen Dreijahresvertrag in der Tasche und somit Zeit, sich an die für ihn neue Kategorie zu gewöhnen. Beim zweitägigen Jerez-Test Ende November hatte der 19-Jährige die Gelegenheit, erste Erfahrungen mit dem Moto2-Bike zu sammeln. Er fuhr dort insgesamt 112 Runden, war schnellster Boscoscuro-Pilot und um über eine Zehntelsekunde schneller als Vietti.
Von seinem Teamkollegen hat Lunetta, der in der Moto3-WM für das Team Sic58 Squadra Corse gefahren ist, eine gute Meinung. «Wir haben uns bei den Tests unterhalten, wenn auch nicht so viel, weil wir unterschiedliche Zeitpläne hatten. Er ist nicht nur ein netter Kerl und talentiert, sondern hat in diesen Jahren in der Moto2 auch Großes geleistet. Ich bin froh, ihn als Teamkollegen zu haben», meinte Lunetta gegenüber den Kollegen von GPOne.
Sein Ziel ist es, in seinem ersten Jahr in der mittleren Kategorie der Motorrad-Weltmeisterschaft zu lernen. «Ich möchte hart arbeiten, um mich bestmöglich vorzubereiten. Ich kenne mein Potenzial und weiß, dass ich mit der richtigen Herangehensweise Gutes leisten und um Siege kämpfen kann», betonte Lunetta. «Allerdings müssen wir auch versuchen, es am Anfang nicht zu überstürzen, denn es ist zwar gut, ehrgeizig zu sein, aber man sollte auch keine übertriebenen Schritte machen, um Erfahrungen zu sammeln. Ich bin kein Fahrer, der einfach so aus dem Stand loslegt – ich muss meinen Speed auf der Strecke erst festigen, aber ich bin sicher, dass ich schnell lernen werde.»
Die Konkurrenz ist hart in der umkämpften Moto2, was die engen Zeitabstände an den Rennwochenenden belegen. «Die Moto2 ist eine Kategorie mit einem unglaublichen Niveau, es gibt mehrere Moto3-Weltmeister, die alle die richtigen Voraussetzungen für den Aufstieg hatten» ist sich Lunetta bewusst. «Dann sind da noch meine Rivalen aus der Rookie-Zeit, Piqueras, Rueda, Holgado, Alonso, Veijer – allesamt super Fahrer, gut und talentiert. Und dann ist da natürlich noch Celestino Vietti auf der anderen Seite der Box.»
Luca Lunetta erlebte 2025 eine Moto3-Saison mit Höhen und Tiefen. Zu den positiven Dingen gehörten der dritte Platz in Silverstone und Platz 2 im Indonesien-GP. Sein zweites Jahr in der Motorrad-Weltmeisterschaft beendete Lunetta mit 125 Punkten auf Gesamtrang 12. Zur Saisonmitte hatte er einen folgenschweren Schockmoment: Im Moto3-Rennen in Assen wurde er in der Timmer-Schikane in einen Massencrash verwickelt. Aufgrund von schweren Beinverletzungen musste Lunetta die Grands Prix in Deutschland, Tschechien, Österreich und Ungarn auslassen. In Barcelona hatte er sein Comeback und wurde Elfter.
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