Jonas Folger: Mit neuer Öhlins-Gabel in Spielberg

Von Jordi Gutiérrez
Moto2
Jonas Folger: In Spielberg will er auch bei trockenen Bedingungen glänzen

Jonas Folger: In Spielberg will er auch bei trockenen Bedingungen glänzen

Vor der Sommerpause konnte sich Jonas Folger beim Sachsenring-GP aus seinem Tief befreien und hatte zumindest im Regen Chancen auf den Sieg. In Spielberg will sich der Bayer nun auch im Trockenen wieder beweisen.

Nachdem Jonas Folger in den vier Moto2-Rennen vor seinem Heim-GP nur 16 Punkte sammeln konnte, meldete sich der Deutsche im Regenrennen auf dem Sachsenring mit einem Podestplatz zurück. Er unterlag Sieger Johann Zarco nur um 0,059 sec. Bevor sich Folger und das Team Dynavolt Intact GP in die Sommerpause verabschiedeten, wurde am 26. und 27. Juli noch auf dem Red Bull Ring in Spielberg getestet.

Dort bereitete sich Folger auf den Grand Prix von Österreich vor. Der Bayer fand sich auf der 4,3 Kilometer langen Strecke gut zurecht und war schnell unterwegs. Eine offizielle Zeitnahme gab es beim Test jedoch nicht. «Die Piste kenne ich ja seit unserem Test vor zwei Wochen. Ich konnte mich auf Anhieb gut einschiessen. Das Layout ist zwar nicht unbedingt herausfordernd, aber es gibt ein paar Stellen, die es in sich haben. Man kommt auch sehr zügig auf schnelle Rundenzeiten, aber umso schwieriger wird es, weitere fünf bis sieben, acht Zehntel zu finden, die beim Grand Prix für einen Startplatz ganz vorne notwendig sein werden. Doch insgesamt betrachtet gefällt mir die Strecke sehr gut, der Streckenverlauf macht viel Spaß. Andererseits stimme den Sicherheitsbedenken zu. An einigen Stellen ist die Mauer der Streckenbegrenzung sehr nahe. Vor allem in den harten Bremszonen ist die Situation schon ziemlich kritisch. Am meisten beeindruckt mich aber der Asphaltbelag. Unglaublich, wie hoch das Grip-Level ist. Man kann sogar mit der härtesten Reifenmischung richtig schnell fahren. Fahrerisch ist aus meiner Sicht bestimmt noch etwas drinnen, aber wir müssen auch erst den richtigen Weg hinsichtlich der Abstimmung finden. Die Piste bietet so viel Grip, dass sich das Motorrad immer gut anfühlt. Daher hoffe ich für Freitag auf trockene Bedingungen, um am Setting arbeiten zu können. Beim Test haben wir erneut eine neue Gabel von Öhlins bekommen. Das ist mittlerweile die dritte Entwicklungsstufe in diesem Jahr.»

«Der erste Eindruck damit war super, sodass wir diese auch an diesem Wochenende und in weiterer Zukunft verwenden werden. Dieses neue System bietet Vorteile hinsichtlich der Bremsstabilität sowie auch ein besseres Gefühl in der Kurve. Trotz des Tests wird es interessant, wo wir letztendlich am Freitag stehen. Für viele Fahrer und Teams ist der Red Bull Ring absolutes Neuland. Abgesehen davon, waren wir vor zwei Wochen mit unserem eigenen Motor unterwegs. Daher wird es spannend, wie die Konkurrenz dann wirklich aussieht. Aber in jedem Fall ist es mein Ziel, auf der Performance zuletzt am Sachsenring aufzubauen und auch unter trockenen Bedingungen dort weiterzumachen. Der zweite Platz am Sonntag vor drei Wochen sollte eigentlich eine Trendwende gewesen sein. Ich werde nun alles versuchen, um die Saison so zu beenden, wie ich sie begonnen habe. Ich denke, der Grand Prix auf dem Red Bull Ring wäre die beste Gelegenheit für so einen Start in die zweite Saisonhälfte.»

In der Gesamtwertung liegt der Kalex-Pilot, der am Samstag seinen 23. Geburtstag feiert, punktgleich mit Assen-Sieger Takaaki Nakagami auf dem sechsten Rang. Er hat bereits 68 Punkte hinter WM-Leader Johann Zarco. «Nach der Sommerpause freue ich mich auf den Beginn der zweiten Saisonhälfte. Für die restlichen Rennen habe ich mir auch einiges vorgenommen», versichert Folger. «Die vergangenen zwei Wochen habe ich sehr entspannt und mit viel Abwechslung verbracht. Der zweitägige Test zuvor auf dem Red Bull Ring war einerseits sehr wichtig hinsichtlich des bevorstehenden Rennens, aber auch eine willkommene Abwechslung zu den Ferien. Mittlerweile bin ich aber längst schon wieder im Rennmodus. Ich freue mich schon sehr auf den Österreich-Grand Prix. Der Pre-Event mit einer Fahrerparade am Mittwoch in Graz war eine gelungene Einstimmung auf das Wochenende. Es war cool, mit meiner Rennmaschine durch die Innenstadt zu fahren. Schade, dass das Wetter nicht mitgespielt hat. Trotzdem war die Atmosphäre gut, erstaunlich wie viele Leute kamen. Das zeigt, die MotoGP-WM ist eben überall ein Renner. Daher gehe ich noch motivierter in das zehnte Saisonrennen.»

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