Philipp Öttl (KTM, 4.): «Das geht nicht ohne Risiko»

Von Jordi Gutiérrez
Philipp Öttl

Philipp Öttl

Mit einer beherzten und nahezu fehlerfreien Fahrt sicherte sich Philipp Öttl in Misano den vierten Platz. Dafür erntete der KTM-Pilot aus dem Team Südmetall Schedl GP Racing viel Lob – auch von Papa Peter Öttl.

Philipp Öttl machte auf dem regennassen Misano World Circuit Marco Simoncelli alles richtig und wurde dafür mit dem vierten Platz hinter den Podeststürmern Romano Fenati, Joan Mir und Fabio Di Giannantonio belohnt. Den Grundstein für seinen erfolgreichen Auftritt im Moto3-Lauf legte der KTM-Pilot aus dem Team Südmetall Schedl GP Racing bereits beim Start.

«Ich erwischte einen guten Start und war von Anfang an gut dabei. Da hat sich alles noch ganz gut angefühlt, aber auf einmal ist dann der Grip schlechter geworden. Ich sagte mir einfach, dass ich das Rennen zu Ende fahren muss. Ich habe auch gesehen, dass hinter mir keiner näher kommt. Es war auch egal, ob du langsam oder schnell gefahren bist, du warst immer in Sturzgefahr», schilderte der Deutsche nach dem Zieleinlauf.

Und Öttl betonte auf Nachfrage: «Wenn du in einem WM-Lauf Vierter wirst, kannst du nicht ohne Risiko fahren.» Mit seinem Rempler mit Aron Canet bewies er denn auch, dass er mit allen Mitteln kämpfte. «Er hat es versucht. Er sah wohl, dass Di Giannantonio wegfuhr und wollte ihm hinterher. Im Endeffekt hat er das dann mit einem Sturz bezahlt.»

Der aktuelle WM-Zehnte übte sich auch in Selbstkritik: «Einmal hatte ich einen Fehler, da war ich schon an Di Giannantonio vorbei. Er und Canet haben mich dann wieder überholt und ich musste mich daraufhin zurückkämpfen. Aber ich habe kaum Fehler gemacht und mein Ding durchgezogen – und das war ganz gut.»

Zu diesem Schluss kommt auch Papa Peter: «So ein Rennen zu beenden, ist sehr schwierig. Wenn man es auch noch weit vorne beenden will, dann wird das eine richtig schwierige Aufgabe. Das hat man in diesem Rennen gesehen. Es gab nicht viele Fahrer, die schnell waren und ins Ziel kamen. Zum Glück gehört der Phillip diesmal dazu.»

«Wichtig war, dass er das Vertrauen im Regen gefunden hat, und nicht nur im Trockenen schnell ist. Das braucht man für eine Meisterschaft, das ist unglaublich wichtig. Seine Leistung heute ist nicht hoch genug einzuschätzen», schwärmte der ehemalige Rennprofi.

Mit Blick auf die grossen Rückstände der Verfolger von Sieger Romano Fenati sowie die vielen Stürze hielt Peter Öttl auch fest: «Es war ein sehr verrücktes Rennen. Und extrem schwierig war es auch. Philipp hat gesagt, dass es zur Rennmitte immer schwieriger geworden ist, immer rutschiger und anspruchsvoller. In dieser Situation die Konzentration so zu behalten, dass man das Ganze ins Ziel bringt, ist nicht so einfach.»

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