Moto3-Test Jerez (Samstag): KTM hauchdünn vor Honda
Nach dem Wetterchaos in Portimao fanden die Piloten der Moto3-WM in Jerez deutlich bessere Bedingungen vor: KTM und Honda waren am Samstag stark, der große Favorit landete außerhalb der Top-5.
George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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Nach einem komplett verregneten Test in Portimao wendete sich das Blatt beim Testauftakt der Moto3-WM in Jerez. Am Samstag, dem ersten Tag des zweitätigen Tests auf der andalusischen MotoGP-Strecken, fanden die Piloten der kleinsten Grand-Prix-Kategorie gute Bedingungen vor. Rekord-Rundenzeiten sah man noch nicht, doch der Testtag konnte intensiv genutzt werden, um sich für die neue Saison vorzubereiten.
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Die Bestzeit ging an KTM-Pilot Alvaro Carpe, der den Kurs in 1:44,980 Minuten umrundete und damit als einziger unter 1:45 Minuten fuhr. Zum Vergleich: Die schnellste Rennrunde stammt aus dem Vorjahr, als der spätere Weltmeister, Jose Antonio Rueda, in der zwölften Runde des Grand Prix eine 1:44,352er-Runde fuhr. Der Pole-Rekord stammt aus der Saison 2024. Damals benötigte David Alonso lediglich 1:43,710 Minuten für einen Umlauf.
Der Vergleich zeigt, dass es beim aktuellen Moto3-Test noch Luft nach oben gibt, was die Rundenzeiten angeht. Die Abstände der Piloten waren aber wie gewohnt eng. Die Top-8 lagen innerhalb von weniger als einer halben Sekunde. KTM und Honda waren an der Spitze vertreten. Der große Favorit, Maximo Quiles, ließ es ruhig angehen und reihte sich auf der sechsten Position ein.
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Alvaro Carpe demonstrierte mit der Bestzeit am Samstag, dass er ein Wörtchen um den WM-Titel mitreden möchte. «Der Tag lief gut. Wir arbeiteten hart und konnten beim letzten Stint auf Zeitenjagd gehen», erklärte der Ajo-Pilot. «Ich bin sehr zufrieden mit dem ersten Eindruck vom Motorrad in diesem Jahr. Wir konnten sehr viel fahren und viele Dinge ausprobieren. Es war ein guter Start in die Vorsaison.»
80 Runden am Samstag: Leo Rammerstorfer sammelt viele Eindrücke Leo Rammerstorfer absolvierte am Samstag 80 Runden und berichtete, dass er viel gelernt hat. Der junge Österreicher hatte mit seiner SIC58-Honda gut zwei Sekunden Rückstand auf die Bestzeit. Rammerstorfer übernahm den Platz in Paolo Simoncellis Moto3-Team von Noah Dettwiler, der sich mit Simoncelli bereits einig war, nach seinem Horrorcrash in Sepang aber verzichtete, um seine Genesung voranzutreiben.
Am Sonntag haben die Piloten der Moto3 erneut die Chance, in Jerez zu testen. Die Wetterprognose ist gut, es wird Sonnenschein bei Temperaturen bis zu 16°C vorausgesagt. Die Regenwahrscheinlichkeit ist äußerst gering.
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