Jorge Martin (1.): «Als Erster in die Sommerpause»

Von Andreas Gemeinhardt
Moto3

Jorge Martin (Del Conca Gresini) schnappte sich in Assen den vierten Sieg im achten Rennen und übernahm damit auch die WM-Führung. Sein Teamkollege Fabio Di Giannantonio landete auf dem neunten Platz.

Trotz einer Fußverletzung, die er sich am Freitag bei einem Sturz im freien Training zugezogen hatte, gewann Honda-Pilot Jorge Martin (Team Del Conca Gresini Moto3) den achten Lauf der Moto3-WM auf dem Circuit van Drenthe in Assen und eroberte sich damit auch die WM-Führung zurück. Sein härtester Konkurrent Marco Bezzecchi (KTM) stürzte in der letzten Runde und blieb ohne Punkte.

Martins Teamkollege Fabio Di Giannantonio beendete das Rennen in Assen zwar «nur» auf dem neunten Platz, doch im Moto3-Gesamtklassement liegt der Italiener mit 91 Zählern hinter Jorge Martin (105 Punkte) sowie Marco Bezzecchi (103 Punkte) auf dem dritten Platz und bewahrte sich seine aussichtsreiche Position für den Moto3-Titelkampf.

«Genau das war unser Ziel», bestätigte Martin anschließend. «Ich wollte keien so großen Pulk um mich herum haben und musste selbst dafür sorgen, dass es auch so passiert. Ich blieb die meiste Zeit des Rennens ruhig, obwohl ich merkte, dass etwas mit der Vorderradbremse nicht stimmt. Ich konnte in den Bremszonen nur schwer überholen und bis vier Runden vor Schluss wollte keiner die Führungsarbeit übernehmen.»

«Als ich McPhee hinter mir sah, beschloss ich selbst das Kommando zu übernehmen und wie es sich gezeigt hat, war es genau die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt. Für Bezzecchi tut es mir wirklich leid, es sollte niemanden Spaß machen, wenn einer der Mitstreiter stürzt. Insgesamt bin ich natürlich froh, dass ich nun die WM anführe. Wir wollen auf Platz 1 in die Sommerpause gehen, also müssen wir am Sachsenring erneut alles geben!»

«Für mich ist es schlecht gelaufen, ich bin sicher, dass ich viel besser abschneiden kann», meinte Di Giannantonio nach dem achten Saisonlauf. «Ich wollte am Führungspulk dran bleiben, doch ich verlor auf den Geraden immer ein paar Zehntel. Ich bin mir ist bewusst, dass es am Sachsenring wieder schwer für mich wird, denn es ist eine Strecke mit großen Höhenunterschieden. Wir sind uns nicht sicher, ob es eine Frage meiner Größe oder der Aerodynamik ist, aber wir wissen, dass wir eine Lösung finden müssen, damit wir in Deutschland nicht wieder so weit hinten ankommen.»

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