Moto3-Rookie Leo Rammerstorfer: Froh über das Ende des Wartens
Mit dem Großen Preis von Thailand an diesem Wochenende beginnt die WM-Karriere von Leo Rammerstorfer. Was sich der 21-jährige Oberösterreicher für seine erste Moto3-Saison vorgenommen hat.
Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com hinterließ Leo Rammerstorfer einen lockeren Eindruck, obwohl er der einzige deutschsprachige Fahrer im Paddock des Chang International Circuit von Buriram ist. «Nervös? Nein, überhaupt nicht», begann der Honda-Pilot des italienischen Teams Sic58 Squadra Corse. «Auf der anderen Seite muss ich ehrlich sagen, dass man irgendwie schon eine gewisse Anspannung in der Luft spürt. Trotzdem bin ich einfach nur froh, dass es endlich losgeht und das Warten vorbei ist.»
Mit den offiziellen Fotoshootings am Donnerstagnachmittag vor dem Trainingsauftakt durfte Rammerstorfer auch schon ein wenig Grand-Prix-Luft schnuppern, wie er meinte: «Der Höhepunkt des Tages war definitiv das Gruppenfoto. Es war ein unglaublich cooles Gefühl, Teil eines Gruppenfotos in der Weltmeisterschaft zu sein. Damit geht ein Kindheitstraum in Erfüllung. Aber schon während des Shootings wanderten meine Gedanken schnell zum Rennwochenende.»
Rammerstorfer weiter: «Ich möchte einfach ab der ersten Gelegenheit gute Leistungen zeigen und beweisen, was ich kann. Es ist schwierig, über Erwartungen zu sprechen, auch wenn Paolo (Simoncelli, Teambesitzer, Anmerkung der Redaktion) mich gestern direkt darauf angesprochen hat. Er hat mich gefragt, was ich nicht nur hier, sondern bei allen Überseerennen bis zum ersten Grand Prix in Europa erwarte.»
Das sind die Ziele von Leo Rammerstorfer für 2026
Der Linzer weiß genau, was ihn erwartet, hat aber dennoch klare Vorstellungen davon, wie sein Start in seine erste Weltmeisterschaftssaison verlaufen soll. «Mein Hauptziel ist es, das Motorrad noch besser kennenzulernen, ebenso wie die Strecken. Viele von ihnen sind mir völlig unbekannt. Es geht vor allem darum, zu lernen und auch ein paar Dinge mit der Honda besser zu verstehen. Die Honda unterscheidet sich sehr von den Motorrädern, die ich bisher gefahren bin. Und dann möchte ich so viel wie möglich von den Top-Fahrern lernen.»
«Ich strebe Ergebnisse im Bereich um den 20. Platz an», wurde Rammerstorfer konkreter. «Ich glaube, dass ich das Potenzial dazu habe, wie die Daten aus dem Test in Jerez gezeigt haben. Es war ein wirklich guter Test, und ich habe mich dort sehr schnell an das Motorrad gewöhnt. Es fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten. Mein Ziel für die gesamte Saison ist es, zu zeigen, was ich kann. Das kann, wenn alles gut läuft, sogar ein bisschen über den Erwartungen liegen. Aber ich will mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. Daher ist es vorerst mein Ziel, unter die Top-20 zu kommen und so viel Erfahrung wie möglich zu sammeln.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach