Valentino Rossi auf der Suche nach neuen GP-Talenten

Von Günther Wiesinger
Moto3
Valentino Rossi klagt über einen Mangel an förderungswilligen jungen italienischen Talenten. In der Sky VR46 Riders Academy hat er deshalb ausgesiebt.

Valentino Rossi auf der Suche nach neuen GP-Talenten


Valentino Rossi klagt über einen Mangel an förderungswilligen jungen italienischen Talenten. In der Sky VR46 Riders Academy hat er deshalb ausgesiebt.

In seinem Moto2-Rennstall setzt Valentino Rossi nächstes Jahr seinen Bruder Luca Marini sowie Marco «Bezz» Bezzecchi ein, Bulega muss gehen. In der Moto3-Klasse bleibt der vielversprechende Celestino Vietti, Andrea Migno wird zurückgeholt und wird sein neuer Teamkollege. Dennis Foggia muss seinen Platz im Moto3-Team räumen.

Übrigens: Der Pay-TV-Sender Sky macht nach fünf Jahren als Hauptsponsor weiter, wenn auch mit einem etwas kleineren Budget. Rossis Rennstall existiert seit fünf Jahren, er hat 2018 mit Pecco Bagnaia in der Moto2-WM bereits einen Weltmeistertitel gewonnen.

Aber es gab auch Rückschläge. Mit Fahrern wir Fenati, Migno, Bulega und Foggia blieben die erhofften Erfolge aus, sie wurden und werden in andere Teams ausgelagert. Außerdem trennen sich die Wege von Baldassarri, Bulega und Foggia und der VR46 Riders Academy.

Mittlerweile lässt der Nachschub an talentierten Nachwuchsfahrern in Italien momentan zu wünschen übrig. Deshalb will sich die Akademie künftig auch in anderen Ländern und Nationen nach förderungswürdigen Talenten umsehen, wie Teammanager Pablo Nieto verriet.

Die VR46 Riders Academy von Valentino Rossi wird von elf auf acht Fahrer reduziert. SPEEDWEEK.com hat sich mit Sky VR46-Teammanager Pablo Nieto über den Stand der Dinge unterhalten.

Pablo, ihr habt Vietti vor einem Jahr aus der Junioren-WM ins GP-Team geholt. Aber daneben drängt sich momentan keiner auf. Also habt ihr für 2020 Migno zurückgeholt?

Nein, momentan haben wir in der Junioren-WM kein Team. Wir haben aber zwei talentierte Fahrer im Junior-Team in der italienischen Moto3-Meisterschaft, sie sind jedoch für die WM noch zu unerfahren. Lorenzo Bartalesi (geboren 2002) und Elia Bartolini (geboren 2003). Bartolini ist beim Misano-GP mit einer Wildcard angetreten und auf Platz 15 gelandet.

Die Fahrer für das Sky VR46-Team müssen aus der VR46-Akademie kommen und unbedingt Italiener sein?

Ja, so ist es. Aber wir haben die Anzahl der Fahrer in der Academy reduziert.

Jetzt beginnen wir, unseren Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Es ist nicht so einfach, in Italien immer genug schnelle Fahrer aus der Academy für die WM-Teams zu finden. Im Moment haben wir nur Italiener. Aber man weiß nie, was in Zukunft passiert. Vorläufig unterstützen wir mit dem Academy-Projekt nur Italiener.

Manchmal wird man den Eindruck nicht los, die jungen Talente stehen beim Sky VR46-Team stark unter Druck. Deshalb scheitern sie – wie Fenati, Migno, Foggia, Fenati und jetzt Bulega. Auch Luca Marini zeigt nicht genug Konstanz.

Ja, es ist seltsam. Andrea Migno hat einen Grand Prix gewonnen… Trotzdem: Er hat seine beste Moto3-Saison in unserem Team absolviert.

Nicoló Bulega war anfangs in der Moto3-WM sehr schnell, er stand gleich in der ersten Startreihe. Aber nachher gab es viele Enttäuschungen.

Ja, das ist wirklich schwer nachzuvollziehen. Wir müssen aber auch festhalten, dass es wirklich schwierig ist, ständig mit denselben Fahrern denselben Level zu halten.

Ich persönlich bedaure, dass wir mit Migno und Bulega einige Chancen vertan haben. Aber manchmal ist es wichtig, dass solche Fahrer auch in anderen Teams neue Erfahrungen und frische Ideen sammeln. Das sind zwei sehr gute Fahrer, ihr Potenzial steht außer Frage.

Wenn wir zum Beispiel Bulega nicht behalten, bedeutet das nicht, dass wir nicht mehr an ihn glauben. Wir denken, er kann ein sehr guter Fahrer sein.

Vietti gilt als Versprechen für die Zukunft. Er fuhr 2018 gleich bei seinem zweiten Grand Prix als Dritter aufs Podest.

Ja, ich mag Celestino sehr. Ich liebe seinen Charakter. Er leistet ausgezeichnete Arbeit. Er hat ein sehr gutes Feeling mit dem Team. Er hört aufmerksam zu. Das ist sehr wichtig. Wir werden noch viel mit ihm arbeiten.

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