Husqvarna und KTM: In Zukunft strikt getrennt?

Von Günther Wiesinger
Moto3
Husqvarna erlebte beim Mugello-GP mit Platz 5 von Niklas Ajo ein erstes Highlight. Momentan wird im KTM-Konzern überlegt, wie man die beiden Marken hausintern positionieren soll.

«Es macht keinen Sinn, wenn wir Husqvarna über Nacht brutal stark machen und die Konkurrenzfähigkeit von KTM dadurch halbieren. Denn natürlich hätte in der Cross-WM jetzt zum Beispiel das MX2-Team von Kimi Raikkönen gerne einen Fahrer wie Jeff Herlings... Aber wir müssen ein System finden, wie wir bei Husqvarna eigene junge Fahrer aufbauen. Es gibt genug passende Talente, auch in der Moto3-WM», sagt Pit Beirer, Head of Motorsport bei KTM. «Das braucht nicht alles über Nacht zu passieren. Bei KTM haben wir vor 10 oder 15 Jahren auch nicht alle Rennen gewonnen, die wir uns eingebildet haben. Wir möchten und dürfen jetzt KTM als Hauptmarke des Konzerns nicht schwächen und mit ihr in die Mittelmässigkeit abrutschen.»

«Ganz am Anfang nach dem Zukauf von Husqvarna haben wir gedacht, wir können in allen Abteilungen Synergien zwischen KTM und Husqvarna nützen», sagt Pit Beirer. «Aber das funktioniert nicht. Husqvarna muss eigenständig aufgebaut werden, dazu brauchen wir Platz, deshalb wird jetzt die Rennabteilung räumlich und personell vergrössert und verstärkt. Deshalb wachsen wir in Mattighofen und Mundering momentan auf jeder freien Fläche...»

KTM will sich an anderen Konzernen orientieren, zum Beispiel an der VW Gruppe, die im Motorsport auch verschiedene Marken wie Porsche, Audi, Seat, Skoda und Volkswagen unter einen Hut bringt, teilweise in ein und der derselben Serie (wie Sportwagen und Rallye).

Mit Robert Jonas hat Husqvarna bereits einen eigenen Rennchef für Offroad und Road Racing. Irgendwann werden die Rennabteilungen in Munderfing auch personell und räumlich getrennt, auch ein eigener Entwicklungschef ist vorgesehen.

Auch der Händlerauftritt erfolgt getrennt. Kein KTM-Händler soll am selben Schauplatz Husqvarna verkaufen. Schliesslich treten ja auch VW und Audi getrennt auf.

Übrigens: Die Marke Husaberg (ein ehemaliger Husqvarna-Ableger) hat KTM inzwischen sanft entschlummern lassen, ohne ein grosses Aufheben davon zu machen.

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