Jack Miller: «Können jetzt wieder um Siege fighten»

Von Günther Wiesinger
Moto3
Jack Miller

Jack Miller

Moto3-WM-Leader Jack Miller ist zwar seit vier Rennen ohne Sieg, aber in Misano hat er frischen Mut getankt. Deshalb ist er wieder siegessicher.

Red-Bull-KTM-Ajo-Werksfahrer Jack Miller (19) lässt sich durch den auf neun Punkte geschrumpften Vorsprung in der Moto3-WM nicht irritieren. Immerhin hat er 2014 schon vier GP-Siege und sieben Pole-Positions errungen.

«Nach dem Katar-GP und nach dem Sturz in Mugello waren es nur fünf Punkte», hält er entgegen. «Wir sind nicht in grosser Sorge. Aber wir müssen bei den nächsten Rennen bessere Arbeit machen. Seit Misano fühle ich, dass wir wieder in die richtige Richtung marschieren. Die Rückkehr zum alten Chassis, das wir bis zum Jerez-GP verwendet haben, war nach dem Almeria-Test die richtige Massnahme.»

Aber Miller hat die letzten vier Siege Honda überlassen müssen. Vazquez siegte in Indy, Masbou in Brünn, Rins in Silverstone und Misano.

Und wir gehen davon aus, dass sich der letztjährige Vizeweltmeister Alex Rins jetzt endlich mit der Honda NSF250RW angefreundet hat und Millers hartnäckigster Rivale werden wird.

Aber: Rins liegt 20 Punkte hinter dem Australier, Márquez nur neun.
«Ich spüre, dass das alte Motorrad besser funktioniert, in Misano haben wir einen guten Auftritt hingelegt», hält WM-Leader Miller fest.

«Beim San-Marino-GP hatten wir die nötige Pace. Aber mein kleiner dummer Fehler in Turn 3 hat mich um die Siegchance gebracht. Ich habe in den letzten fünf Runden 110 Prozent gegeben. Ich bin drei Runden vor Schluss immer noch ins Gras rausgedriftet, ich habe höllisch gepusht. Ohne den Fehler hätte das Ergebnis anders ausschauen können. Ich war trotzdem happy, denn Misano war nicht immer eine meiner Lieblingspisten. Jetzt freue mich auf die kommenden Rennen, Motegi, Phillip Island und so weiter. Aragón wird vielleicht schwierig... Aber wir haben dort mit KTM viel getestet. Wir werden dort einen guten Speed haben.»

Miller gelang in Misano ein einwandfreier Blitzstart, aber er konnte sich nicht von den Verfolgern absetzen. «Ja, aber schon in den ersten Runden habe ich mich mit dem M-Hinterreifen nicht so wohl gefühlt. Erst nach sechs Runden verlor er etwas Grip, dann funktionierte er wirklich gut. Ich habe dann immer wieder ein paar Zehntel wettgemacht. Aber ich habe bis zum Schluss immer wieder Fehler gemacht. Zu viele! Da wurde mir klar, es wird nichts mit dem Sieg. Ich sass hinter den beiden Spitzenreitern und betete, dass sie sich gegenseitig abschiessen. Aber es geschah nicht. Also müssen wir es in Aragón besser machen.»

Mit Vinales und Bastianini landeten hinter Miller nur noch zwei KTM auf den Plätzen 4 und 5, sonst kam kein KTM-Fahrer in die Top-Ten. Und von Schützenhilfe kann keine Rede sein.
Miller: «Nein, wirklich nicht... Isaac Vinales hat mich zu Beginn des Rennens überholt. Ich wusste, dass ich ihn gleich wieder schnappen muss, das ist mir gelungen. Ich habe mit dem Messer zwischen den Zähnen gekämpft... Ich glaube, das habe ich geschafft, ich habe sie um eine Sekunde distanziert, was ich nicht für möglich gehalten habe. In Aragón müssen wir so weitermachen. Es fühlt sich gut an, wenn man wieder um den Sieg fighten kann.»

Miller: «Bleiben beim alten Chassis»

Warum hat Miller mit der Rückkehr zum alten Chassis so lange gewartet? «Ich habe in Le Mans und auf dem Sachsenring damit gewonnen... Das neue Chassis ist auf Pisten mit gutem Belag wirklich gut. Es hat uns bei den Tests in Almeria und Aragón beeindruckt. Wir waren auch in Indy schnell damit. Aber auf Pisten wir Barcelona, Mugello, Brünn und Silverstone, wo die Piste holprig ist, dort hatten wir Mühe. Das neue Chassis vermittelte mehr Gefühl für den Reifen. Aber es schluckte die Bodenwellen nicht, es ist ein bisschen weicher. Wenn du damit auf Bodenwellen kommst, kannst du die Linie nicht halten. Wir bleiben jetzt beim alten Chassis. Wir haben ja gesehen, dass Bastianini auf Pisten wie Barcelona, Brünn und Silverstone mit dem alten Standard-Chassis keine Mühe hatte. Er war überall schnell, wo wir Mühe hatten. Auch Danny Kent war in Brünn richtig schnell damit. Auf holprigen Pisten hat sich das Standard-Chassis bewährt. Jetzt bleiben wir bei dem, was wir kennen.»

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