Jorge Martinez: 2016 mit Mahindra an der Spitze?

Von Frank Aday
Das erste Jahr als Mahindra-Werksteam geht für die Moto3-Mannschaft von Jorge «Aspar» Martinez dem Ende zu. Wie sieht die Bilanz des Teamchefs aus?

2015 setzte das Mahindra-Werksteam die Fahrer Francesco Bagnaia, Juanfran Guevara und Rookie Jorge Martin in der Moto3-Klasse ein. Obwohl Bagnaia mit einem Podestplatz in Le Mans und Platz 4 in Mugello glänzte, war er mit acht Nullern in 17 Rennen nicht besonders konstant. Derzeit belegt er mit 73 Zählern den 14. WM-Rang.

Neuling Jorge Martin zeigte sein großes Potenzial und liegt auf WM-Rang 18 – punktgleich mit KTM-Werkspilot Karel Hanika. Juanfran Guevara sammelte mit der Mahindra nur 15 Punkte und belegt WM-Rang 24.

Die Motoren und Chassis von Mahindra werden noch immer bei Suter Racing gebaut, doch für die Moto3-Rennabteilung von Mahindra wurde in der Nähe von Varese eine neue Niederlassung errichtet.

Die Bilanz von Teamchef Jorge «Aspar» Martinez fällt nach der ersten Saison als Werksteam für Mahindra durchwachsen aus.

Wie würdest du die erste Saison mit Mahindra bewerten?

Die Vorsaison und die ersten Rennen waren sehr ermutigend. Wie wir alle wissen, ist die Weltmeisterschaft aber sehr schwierig und anspruchsvoll. Zwischen den Werken und den Fahrern geht alles sehr eng zu. KTM und Honda haben im Verlauf der Saison die Entwicklung stark vorangetrieben.

Während unserer ersten Saison mit Mahindra hatten wir ein paar großartige Rennen, wir haben einen Podestplatz gesichert und kämpften öfter um den Sieg. Aber unser Ziel ist es, diese Resultate noch klar zu verbessern. Das Aspar-Team und Mahindra wollen mehr, deshalb kämpfen und arbeiten wir, um uns zu verbessern.

Francesco «Pecco» Bagnaia und Jorge Martin werden auch 2016 für Aspar und Mahindra antreten.

Jorge und Pecco sind zwei sehr talentierte junge Fahrer mit einer großen Zukunft. Beide haben die Fähigkeit, sich schnell an unterschiedliche Strecke und Bedingungen anzupassen. Zudem sind ihre technischen Fähigkeiten exzellent. Jorge Martin fehlt es noch immer etwas an Erfahrung. In den Training konnte er sich in diesem Jahr deutlich verbessern, er muss nur noch eine solidere Herangehensweise für die Rennen entwickeln. Vor Jorge liegt ohne Zweifel eine brillante Zukunft.

Pecco hat ein außergewöhnliches Verlangen nach Erfolg. Er zeigt großes Vertrauen in sich selbst und das Team, wie beim Australien-GP sichtbar wurde. Er startete von der 26. Position und in Runde 3 führte er das Rennen bereits an. Er muss noch lernen, dass es manchmal besser ist, Zweiter oder Dritter zu werden, statt alles für den Sieg zu riskieren.

Wie sehen deine Erwartungen für die Saison 2016 aus?

Ich hoffe, dass wir zusammen mit Mahindra einen großen Schritt nach vorne machen können und den Fahrern ein Bike bereitstellen können, mit dem sie sich zu hundert Prozent wohl fühlen. Meine Hoffnung ist, dass wir die nächste Saison von Anfang an auf einem Top-Level angehen können. Ich will großartige Resultate erreichen. Das Aspar-Team, Mahindra, die Fahrer und die Sponsoren sollen den Rennsport durch Siege genießen. Das ist die Herausforderung, die vor uns liegt.

Worin liegen die Stärken der Mahindra MGP3O?

Vom mittleren bis zum oberen Drehzahlbereich ist die Maschine im Hinblick auf den Speed und das Chassis sehr konkurrenzfähig. Der Schwachpunkt ist die Beschleunigung. Es wird hart gearbeitet, um unsere Schwächen zu beseitigen.

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