Moto3-WM 2016: Vier Rennen, vier Sieger

Von Frank Aday
Moto3
KTM-Star Brad Binder führt nach seinem beeindruckenden Jerez-Sieg vom letzten Startplatz aus weiterhin die WM-Tabelle an. Doch in den bisherigen vier Rennen konnten vier unterschiedliche Fahrer siegen.

Beim Jerez-GP lieferte Brad Binder aus dem Team Red Bull KTM Ajo ein Meisterstück ab, sein Rennen vom letzten Startplatz zum Sieg war die stärkste Leistung seit Einführung der Moto3-Klasse im Jahr 2012. Der Südafrikaner ist damit klarer Titelfavorit, obwohl in dieser Saison auch Antonelli, Pawi und Fenati siegen konnten. Der WM-Zweite Jorge Navarro wartet noch auf seinen ersten GP-Sieg.

In Jerez machte Binder in nur zwei Runden 19 Plätze gut. Am Ende gelang ihm ein unglaublicher Sieg mit drei Sekunden Vorsprung. Spektakulärer und beeindruckender kann man seinen ersten Grand Prix-Sieg wohl kaum feiern. Es war der erste Sieg eines Südafrikaners seit Jon Ekerold 1981 das 350-ccm-Rennen von Monza gewann. Binder hat seinen Vorsprung in der WM-Tabelle jetzt auf 15 Punkte zu Jorge Navarro (Estrella Galicia 0,0) ausgebaut.

Le Mans war für Binder allerdings bisher kein gutes Pflaster. Bei seinen vier Rennteilnahmen dort hat er nur zweimal Punkte geholt, der achte Platz von 2013 ist das beste Ergebnis.

In Jerez schafften es auch die Italiener Nicolo Bulega (Sky Racing Team VR46) und Mahindra-Pilot Francesco Bagnaia (Aspar Mahindra Team Moto3) auf das Podest. Navarro schaffte es nicht unter die Top-3, aber die Konstanz des Spaniers stimmt. Er schaffte es 2016 in allen bisherigen Rennen unter die Top-8.

Romano Fenati hat auf die WM-Spitze schon 30 Punkte verloren. Er muss seinen KTM-Markenkollegen Binder nun regelmäßig schlagen, um sich wieder in den Titelkampf einzubringen. Der Kampf um WM-Rang 3 könnte ebenfalls spektakulär werden, denn sein VR46-Teamkollege Bulega, der seine erste WM-Saison bestreitet, könnte Fenati die Show stehlen. Er liegt nur elf Punkte hinter ihm. Den dritten bis siebten Platz belegen derzeit Italiener, nur 18 Punkte trennen sie: Fenati, Bulega, Bagnaia, Antonelli und Bastianini.

Bulega, Joan Mir, Aron Canet und Khairul Idham Pawi kennen die Strecke von Le Mans aus der Junioren-WM. 2015 ging der Sieg dabei an Canet, der die Gesamtwertung bis zu einer schweren Verletzung mit großen Vorsprung anführte und den im letzten Rennen an Bulega verlor. Mir musste von ganz hinten losfahren, kämpfte sich nach vorn, stürzte dann aber. Pawi holte den zweiten Rang in gemischten Bedingungen. Seit seinem Sieg von Argentinien dürfte er auf Regen hoffen, denn seither hat er nur zwei Punkte im Trockenen geholt.

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