GasGas: Crosser auf KTM-Basis, Enduros mit Umlenkung

Von Rolf Lüthi
Motocross
Das 2021er Linup von GasGas umfasst 19 Modelle, technisch basierend auf den Modellen von KTM/Husqvarna von Pierer Mobility. Zu dieser Gruppe gehört auch GasGas. Im Detail gibt es feine Unterschiede.

Seit der Übernahme von GasGas durch die Pierer Mobility Group von Stefan Pierer im Oktober 2019 geht bei GasGas die Post ab: Das Engagement im Sport wurde ausgeweitet. Neben dem Trialsport ist GasGas auch im Motocross und im Endurosport präsent. Mit der virtuellen Modellvorstellung wurde gleichzeitig der in aller Stille neu errichtete GasGas-Firmensitz in Munderfing/Österreich enthüllt.

GasGas wurde 1985 in Salt/Spanien gegründet als Hersteller von Trialmaschinen, und die Trialmotorräder bleiben auch nach der Übernahme durch Pierer Mobility, zu der die bisher nicht im Trial vertretenen Motorradmarken KTM und Husqvarna gehören, im Programm. Der 2021er Jahrgang der GasGas TXT-Modelle umfasst wie zuvor die Hubräume 125, 250, 280 und 300 ccm. Neu ist an allen Modellen ein einstellbares Federbein des niederländischen Herstellers Reiger verbaut. Weitete Modellpflege gab es an Lenker, Lenkerböcken und Griffen. Dazu wurde Gewicht gespart durch den Wechsel von einer Stahl- auf eine Aluminium-Vorderachse.

Auf der technischen Basis von KTM/Husqvarna kommt GasGas auf einen Schlag zu vollständigen Modellreihen für Enduro und Motocross. Dazu kommt eine Crosscountry-Modellreihe für Übersee-Märkte.

Bei den Enduros stechen die Umlenkhebel an der hinteren Aufhängung ins Auge. Das Basis-Fahrwerk stammt demzufolge von Husqvarna, jedoch in Kombination mit einem konventionellen Rahmenheck anstelle des selbsttragenden Kunststoffteils der Husqvarna. Bei den Bremsen wurde nach Brembo (KTM) und Magura (Husqvarna) mit Braktec bei einem spanischen Hersteller eingekauft, der auch in Trialsport aktiv ist.

Das GasGas-Modellprogramm für Enduristen umfasst moderne, mit Benzineinspritzung und automatischer Ölbeimischung ausgestattete Zweitakter mit 250 und 300 ccm. Die Viertakter werden mit 250 und 350 ccm angeboten, die Modelle der Schwestermarken mit dem grossen Viertaktmotor, den es als 450er und 510er gibt, werden nicht als GasGas angeboten.

Mit der Übernahme durch Pierer Mobility erfolgte sogleich der Einstieg von GasGas in die Motocross-WM. Nun werden entsprechende Motorräder auf KTM-Basis angeboten, ohne das Kohlefaser-Heck von Husqvarna. Wie bei KTM und Husqvarna werden bei den GasGas-Motocross-Maschinen Bremsen von Brembo verbaut. Das Modellprogramm umfasst eine Zweitakt-Maschine mit 125 ccm und Viertakter mit 250 und 450 ccm.

Noch einen drauf setzt GasGas mit der Übernahme des vollen Programms für junge Nachwuchsfahrer: Motocross-Maschinen von KTM/Husqvarna für Kinder und Jugendliche mit 50, 65 und 85 ccm werden unter den GasGas-Label ebenso angeboten wie die MC-E5, ein Motocross-Motorrad für Kinder mit Elektromotor.

Wer nachgezählt hat, kommt nicht auf die angekündigten 19 Modelle. Richtig, weil GasGas für verschiedene Übersee-Märkte eine Baureihe mit vier Modellen für den Einsatz an Cross-Country-Rennen anbietet. An diesen Rennen sind eher die Fahrwerkqualitäten einer Enduro gefragt, Strassenzulassung und Lichtanlage braucht es hingegen nicht.

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