Max Biaggi: «Wir achten nur auf den Speed»

Von Adam Wheeler
Max Biaggi: «Der Speed ist das Einzige, worauf wir achten»

Max Biaggi: «Der Speed ist das Einzige, worauf wir achten»

MotoGP-Star Valentino Rossi hat es vorgemacht, nun hat auch dessen Ex-Rivale in einem Nachwuchsteam das Sagen: Max Biaggi spricht über sein Mahindra-Projekt, das ihn auf Trab hält.

Für Max Biaggi steht ein wichtiges Jahr an. Der 45-jährige Ex-Profi, der in seiner aktiven WM-Karriere vier mal den Titel in der 250ccm-Klasse holte, wird als Teammanager des Mahindra-Nachwuchsteams mit Alessandro Del Bianco und Davide Baldini in der italienischen und der spanischen Moto3-Meisterschaft antreten. Der Italiener wird auch als Markenbotschafter für die Inder unterwegs sein.

Die Zielsetzung ist klar, wie der Römer betont: «Im 2017 steht für uns eins im Vordergrund: Wir wollen die italienische Meisterschaft gewinnen und in der spanischen Meisterschaft gute Ergebnisse einfahren. Vielleicht können wir auch einen Wildcard-Einsatz in der WM auf die Beine stellen – aber das ist noch nicht sicher. Das machen wir nur, wenn ein Fahrer auf einem guten Niveau ist und die Meisterschaft anführt.»

Auch zu seinen Fahrern äussert sich Biaggi: «Unser Hauptaugenmerk liegt auf Alex Del Bianco, der zweite Pilot ist Davide Baldini, er ist der Jüngste. Warum ich mich für ihn entschieden habe? Nun, ich habe einige Supermoto-Rennen bestritten und er bestritt die Meisterschaft, während er nebenbei auch an Moto3-Läufen in Italien teilnahm. Ich fuhr gegen ihn und dachte mir: So schlecht ist der gar nicht… Und er war der Jüngste im Feld. Ich habe mir dann das Finale angesehen und er hat sich gut geschlagen, obwohl er nicht das beste Bike hatte. Er hatte nicht die besten Möglichkeiten, deshalb entschied ich mich, ihm diese Chance zu geben.»

Und wie kam die Zusammenarbeit mit Mahindra zustande? Biaggi erklärt: «Einige Leute im Werk arbeiteten früher bei Aprilia, deshalb war es einfach für mich, eine Beziehung zu ihnen herzustellen und das Projekt zu verstehen. Wir wollen alle in die gleiche Richtung. Die technische Seite ist nicht meine Angelegenheit. Aber wir sprechen alle die gleiche Sprache. Ich mag ihren Enthusiasmus und ihren riesengrossen Erfolgswillen. Sie sind nicht Honda, aber sie holen auf.» Und er fügt stolz an: «Unsere Fahrer haben Testmöglichkeiten, die andere nicht haben, weil die Mittel fehlen. Wir werden die Fahrer aber nicht zur Kasse bitten.»

Statt Geld sind Leistungen gefragt, betont der zweifache Superbike-Champion: «Ich bin Italiener, deshalb werde ich die italienischen Jungs natürlich im Auge behalten. Aber sollten wir 2018 in die WM aufsteigen und einer unserer Fahrer ist nicht bereit, weil er noch zu jung ist, dann werden wir uns natürlich nach einem anderen Piloten umsehen müssen. Dieser kann Spanier, Japaner oder was auch immer sein. Der Speed ist das Einzige, worauf wir achten.»

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