Jonas Folger (Yamaha): Der MotoGP-Traum beginnt

MotoGP
Jonas Folger: bisher 23 Podestplätze

Jonas Folger: bisher 23 Podestplätze

Der deutsche MotoGP-Rookie Jonas Folger verbrachte ein paar Tage zuhause in Schwindegg. Er erkrankte kurzfristig – und wartet sehnsüchtig auf den ersten MotoGP-Einsatz.

Am heutigen Dienstag steigt Jonas Folger in München in das Flugzeug und bricht von dort aus nach Doha auf, wo er für sein Tech3-Yamaha-Team am 26. März seinen ersten Grand Prix in der Motorrad-Königsklasse absolvieren wird.

Folger war beim Australien-Test Gesamtvierter und in Katar Gesamtachter, er hat seinen Tech3-Teamkollegen Johann Zarco bisher im Griff. Dabei war der schnelle Franzose 2015 und 2016 immerhin zweimal überlegen Moto2-Weltmeister – mit 14 Siegen in zwei Jahren.

Zuletzt machte Folger zuhause Station, wo dem 23 Jahre alten Schwindegger vor dem Wochenende ein Magenvirus zu schaffen machte, der aber so rasch wieder verschwand war, wie er aufgetaucht war.

«Ich war eine Stunde vorher noch zu bei Jonas, als er noch ganz normal trainiert hat. Wenig später hatte er Schüttelfrost und musste sich übergeben», erzählt Mutter Anka. «Am nächsten Tag war aber zum Glück alles wieder okay.»

War es nur die Aufregung vor dem MotoGP-Renndebüt?
Die Übelheit war auch die Ursache, warum der MotoGP-Rookie seinen mit Spannung erwarteten Auftritt beim Eurosport Motorsport Launch in München kurzfristig absagen musste.

In Doha wird Folger bei seiner MotoGP-Rennpremiere von Vater Jakob begleitet. Cousin Sebastian wird dem Bayern als persönlicher Assistent ohnehin das ganze Jahr über zur Seite stehen. Beim Europa-Auftakt in Jerez wird auch Mutter Anka wieder vor Ort sein, weil auch einige persönliche Sponsoren nach Spanien kommen werden, um die sich kümmern wird.

Der Katar-GP ist übrigens der insgesamt 138 GP-Einsatz für Jonas Folger, der kurz nach seinem 15. Geburtstag 2008 in Misano als Wildcard-Fahrer auf der KTM 125 ccm der Red Bull MotoGP Academy in der WM debütiert hat. Danach ersetzte er Randy Krummenacher noch im selben Jahr bei den Übersee-Rennen im KTM-125-Werksteam.

In den bisherigen 137 GP-Rennen hat Folger fünf Siege erreicht (3 in der Moto2, je einen in der 125-ccm- und Moto3-Klasse), dazu insgesamt bereits 23 Podestplätze.

Der Bayer ist der dritte deutsche MotoGP-Stammfahrer in der neuen Viertaktklasse nach Alex Hofmann (2002 bis 2007, total 13 Top-Ten-Plätze) und Stefan Bradl, der in den fünf Jahren von 2012 bis 2016 dreimal in Serie (2012 bis 2014) in den Top-Ten der Gesamtwertung landete, immerhin 48 Top-Ten-Ergebnisse einfuhr und 2013 auf der LCR-Honda beim Laguna-Seca-GP den einzigen Podestplatz erreichte – mit Platz 2 hinter Marc Márquez.

Für Jonas Folger ist klar: Nach den jüngsten Testergebnissen darf man ihm einen Platz in den ersten zehn zutrauen. Aber offiziell wird nur vom Gewinn der Rookie-Wertung gesprochen – da heissen die Gegner, Zarco, Rins und Lowes.

Aber der Losail Circut ist für Folger ein gutes Pflaster. 2015 gewann er dort seinen ersten Moto2-WM-Lauf. Auch 2016 wirkte er unschlagbar – aber er stürzte als Spitzenreiter in Runde 3 mit 1,6 sec Vorsprung.

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