Valentino Rossi: «Ich möchte auch 2019 MotoGP fahren»
Bisher hat Valentino nie über die Möglichkeit gesprochen, den Yamaha-Vertrag nach 2018 noch zu verlängern. Beim Deutschland-GP hat er es getan – mit Nachdruck.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Vor dem Saisonstart 2017 verkündeten ein paar schlecht informierte Besserwisser im GP-Paddock, Valentino Rossi werde aller Voraussicht nach der MotoGP-Saison 2017 zurücktreten, wenn er auch beim achten Versuch scheitere, endlich erstmals seit 2009 die Weltmeisterschaft zu gewinnen.
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Das war schon damals völliger Unsinn. Denn erstens war der Movistar-Yamaha-Pilot 2014, 2015 und 2016 immerhin Vizeweltmeister, zweitens läuft sein Vertrag bis Ende 2018, und drittens wird er sich nach zwölf wundervollen Yamaha-Jahren hüten, Yamaha vor den Kopf zu stoßen, wo doch jedes Kind weiß, dass alle Topfahrer bis Ende 2018 unter Vertrag sind und Yamaha bei einer vorzeitigen Kündigung Rossis keine Aussicht hätte, einen Siegfahrer seines Kalibers unter Vertrag nehmen zu können. Außerdem ist Evergreen Rossi frisch motiviert. Nach Biaggi, Gibernau, Stoner und Lorenzo hat der 38-jährige Italiener mit Maverick Viñales (22) einen neuen Widersacher, dem er die Leviten lesen will. Eine neue, reizvolle Herausforderung für den Altmeister, der in Assen den 115. GP-Triumph feiert und der 7616 Tage lang an der Weltspitze fährt – das ist die Zeitspanne vom ersten bis zum 115. Sieg.
Der neunfache Weltmeister liegt vor der zweiten Saisonhälfte in der WM nur fünf Punkte hinter Viñales.
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Dazu kommt: Dauerbrenner Valentino ist alles andere als ein menschliches Wrack. Er hat in 21 GP-Jahren bei 357 GP-Einsätzen nur eine nennenswerte Verletzung erlitten – offener Schien- und Wadenbeinbruch in Mugello 2010.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Beim GP von Deutschland äußerte sich Rossi ganz offen zu seiner motorsportlichen Zukunft.
Valentino, dein Yamaha-Werksvertrag läuft nach der Saison 2018 aus. Du gehst dann auf die 40 zu. Aber wie kannst du aufhören, wenn du immer noch so konkurrenzfähig bist? Du bist immer noch ein Titelanwärter. Gut, als ich diesen Vertrag für 2017 und 2018 unterschrieben habe, habe ich gedacht: "Vielleicht ist das der letzte." Aber ich war nicht ganz überzeugt.
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Wie es weitergeht, dann hängt von verschiedenen Dingen ab. Von vielen Dingen. Ich werde mich in der nächsten Saison entscheiden. Am Beginn der kommenden Saison. Aber wenn ich immer noch konkurrenzfähig bin und immer noch gewinnen kann, dann möchte ich weiterfahren. Du bist auch nach 21 Jahren noch das Aushängschild des MotoGP-Sports, vielleicht mehr denn je. Du bist mit Leidenschaft dabei, du kommst verlässlich zu jedem Interview, du widmest dich den Fans – immer mit der gleichen Energie und mit dem gleichen Enthusiasmus. Wie stehst du das durch? Dank Wochenenden mit einem Sieg wie in Assen?
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Ja, ganz sicher. Wenn du ein gutes Resultat erzielst, dann geht alles leichter von der Hand. Aber die Leidenschaft für das Motorradfahren und sich auf dem höchsten Level in diesem Sport zu befinden und zu behaupten, das ist fantastisch. Manchmal vergisst du die Anstrengungen, du vergisst die Reisestrapazen, die Flüge, die vielen Stunden am Flughafen und alles andere. Weil du einfach mit einer unendlich großen Leidenschaft dabei bist.
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