Valentino Rossi: «Normalerweise bin ich der Dumme»

Von Frank Aday
MotoGP
Valentino Rossi in Brünn

Valentino Rossi in Brünn

Altmeister Valentino Rossi räumte nach Platz 4 in Brünn ein, dass ihm das Format der Flag-to-Flag-Rennen Schwierigkeiten bereitet. Trotzdem zeigte er mit Platz 4 eine solide Leistung.

Im turbulenten MotoGP-Rennen von Brünn musste sich Valentino Rossi seinem Yamaha-Teamkollegen Maverick Viñales geschlagen geben, der von hinten unaufhaltsam heranrückte und den Altmeister dann noch um 2,3 sec hinter sich ließ.

Rossi überquerte die Ziellinie 20,4 sec hinter Sieger Marc Márquez auf der Repsol-Honda. In der Gesamtwertung liegt Rossi nun 22 Punkte hinter Márquez, aber nur einen Zähler hinter dem WM-Dritten Andrea Dovizioso. «Diese Bedingungen mit einem Flag-to-Flag-Rennen sind immer schwierig. Diese Art von Rennen ist sicher nicht meine Stärke», lachte der neunfache Weltmeister nach dem MotoGP-Rennen vor 87.541 Zuschauern. «Das Resultat war am Ende aber nicht so schlecht. Wir haben uns im Vergleich zu anderen Flag-to-Flag-Rennen deutlich verbessert. Ich denke, bis zum Ende meiner Karriere kriegen wir das auch noch in den Griff.»

«Bei einem trockenen oder ganz nassen Rennen hätte ich ganz sicher um einen Podestplatz kämpfen können. Doch es war trotzdem ein gutes Wochenende. Wir arbeiteten gut und ich fühlte mich mit dem Bike wohl. Ich war im Trockenen und im Nassen stark. Im Rennen habe ich von Anfang bis Ende hart gepusht. Es ist wirklich schade, dass wir nicht mehr Punkte sammeln und auf dem Podest stehen konnten. Doch so ist es nun. Platz 4 ist bei diesen Bedingungen nicht so schlecht.»

Dieses Rennen erinnerte an den Sachsenring 2016, als dir dein Team anzeigte, in die Box zu kommen, du dich aber anders entschieden hast. «Es ist nicht wie im letzten Jahr», widersprach der Italiener. «Wir haben uns abgesprochen, dass mein Team mir ‹Box› anzeigt und dann kam ich rein. Aber leider kam diese Anzeige eine Runde zu spät. Ich habe immer das Problem, dass ich vorne dabei bin. Die Jungs in der zweiten Gruppe haben da Vorteile. Im letzten Jahr habe ich das Signal ignoriert, diesmal habe ich meinem Team versprochen, dass ich reinkomme. Doch leider kam dieses Signal etwas zu spät. Es ist aber wirklich nicht meine Stärke, den richtigen Moment für den Wechsel zu finden. Diesmal hatten wir ein bisschen Pech. Doch ich hatte auch Spaß. Es waren eine gute Aufholjagd und schöne Kämpfe.»

Im italienischen TV bezeichnete Rossi sich und sein Team als Esel. «Normalerweise bin ich immer der Dumme, nun waren wir vier oder fünf», lachte Rossi. «Wir teilen uns die Rolle als Esel. Ich muss mir das Rennen nochmal anschauen, aber Honda ist in dieser Situation besser. Als Pedrosa reinfuhr, folgten ihm zehn Fahrer. Wir hatten etwas Pech.»

«Die Nachrichten auf dem Dashboard der Maschine können in Zukunft sicher hilfreich sein, aber die Software von Yamaha ist noch nicht fertig. Wir brauchen noch etwas mehr Zeit. Aber es wird bald alles bereit sein», versichert Rossi.

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