2017-Yamaha: Weshalb Johann Zarco weniger Sorgen hat

Von Maria Pohlmann
MotoGP
Johann Zarco (5) ist ein aufsteigender Stern

Johann Zarco (5) ist ein aufsteigender Stern

Johann Zarco beendete den MotoGP-Test in Valencia auf Rang 3, nur knapp hinter Marc Márquez (Honda) und Yamaha-Markenkollege Maverick Viñales. Der Franzose geht seinen eigenen Weg.

Exakt 0,2 Sekunden büßte Tech3-Pilot Johann Zarco (3.) auf Yamaha-Werksfahrer Maverick Viñales ein, dem hinter Weltmeister Marc Márquez über die zwei Testtage in Valencia die beste Zeit gelang. Superstar Valentino Rossi (5.) nahm er 0,130 sec ab.

Johann, habe ich richtig gesehen, dass du heute zwei verschiedene 2017-Chassis probiert hast?

Es war gut, verschiedene Sachen zu testen. Die Unterschiede sind nicht groß, auf einem fühlte ich mich aber wohler. Auch wenn ich damit nicht schneller bin, fällt es mir doch leichter, damit zu fahren. Mir kommt es vor, als könnte ich alles mit der Maschine anstellen. Das ist ein wichtiger Punkt, um sich auf die Saison und die Rennen vorzubereiten.

Ich konnte nicht schneller fahren als mit der 2016-Maschine. Wir haben aber verstanden, wie wir zukünftig schneller sein können. Das ist für mich die positive Erkenntnis dieses Tests, ich bevorzuge das 2017-Chassis. Mit dem alten Bike sind wir am Maximum angelangt, das neue hat mehr Potenzial. Ich muss jetzt auch an mir arbeiten, um mehr aus dem Motorrad herauszuholen.

Viñales und Rossi bemängeln, dass gegen Rennende der Hinterreifen stark nachlässt. Hast du dieses Gripproblem auch, bist du heute einen Longrun gefahren?

Ich bin heute mehr als eine halbe Renndistanz gefahren. Das ist ein schwieriger Punkt, aber wir arbeiten daran. Ich kann noch keine genaue Aussage dazu treffen, wir müssen die Daten von diesem Test genau analysieren. Während des nächsten Tests in Malaysia werden wir für die Renndistanz arbeiten. Ich glaube, wir haben eine gute Abstimmung. Wenn wir sie richtig nützen, dann kann ich mit diesem Motorrad gewinnen.

Hat die 2017er-Maschine eine spezielle Schwachstelle?

Ich würde sagen, der Grip am Hinterrad. Das konnte aber auch die Schwachstelle der 2016er-Maschine sein. Für mich ist das kein Problem des Chassis’, sondern der Abstimmung. Wenn wir das in den Griff bekommen, wird das Bike sehr konkurrenzfähig sein.

Hast du dir die Set-ups der Werksfahrer von diesem Jahr angesehen?

Nein, wir arbeiten lieber an meiner Abstimmung. Wenn ich ein gutes Gefühl habe, dann ist es besser, diesen Weg weiter zu verfolgen.

Dein Fahrstil ist dem von Jorge Lorenzo sehr ähnlich, der viel zum 2017-Bike beigetragen hat. Hast du deswegen weniger Probleme als Viñales und Rossi?

Das ist möglich, darüber denke ich aber nicht nach. Ich habe mir Videos von Lorenzo auf der Yamaha angesehen, manchmal fuhr er unglaublich. Er verstand es perfekt, die Yamaha zu fahren.

Aber auch Valentino und Maverick haben es verstanden, sie gewannen Rennen und fuhren Streckenrekorde.

Lorenzo hat den Gegnern aber einen Tritt in den Hintern verpasst. Wenn alles passte, war er sehr schnell. Ich versuche diesen fahrerischen Level zu erreichen.

Wie kommst du mit dem Druck klar, dass du zum Saisonende der schnellste Yamaha-Fahrer warst?

Das ist kein Druck, das macht mich glücklich. Wenn du in der MotoGP-Klasse in den Top-3 fährst, dann gehörst du zu den drei Besten der Welt. Das ist, wovon alle träumen.

Gesamtzeiten MotoGP-Test Valencia,14./15. November:

1. Marc Márquez (Honda), 1:30,033 min
2. Maverick Viñales (Yamaha), 1:30,189
3. Johann Zarco (Yamaha), 1:30,389
4. Dani Pedrosa (Honda), 1:30,436
5. Valentino Rossi (Yamaha), 1:30,519
6. Jorge Lorenzo (Ducati), 1:30,534
7. Jack Miller (Ducati), 1:30,635
8. Cal Crutchlow (Honda), 1:30,654
9. Aleix Espargaró (Aprilia), 1:30,756
10. Andrea Dovizioso (Ducati), 1:30,850
11. Andrea Iannone (Suzuki), 1:30,877
12. Pol Espargaró (KTM), 1:31,100
13. Bradley Smith (KTM), 1:31,202
14. Tito Rabat (Ducati), 1:31,386
15. Alex Rins (Suzuki), 1:31,516
16. Danilo Petrucci (Ducati), 1:31,721
17. Franco Morbidelli (Honda), 1:31,786
18. Takaaki Nakagami (Honda), 1,31,867
19. Scott Redding (Aprilia), 1:32,075
20. Karel Abraham, Ducati), 1:32,445
21. Xavier Siméon (Ducati), 1:32,698
22. Takumi Takahashi (Honda), 1:33,569

Mittwoch-Zeiten MotoGP-Test Valencia:

1. Marc Márquez (Honda) 1:30,033 min
2. Dani Pedrosa (Honda) +0,403 sec
3. Johann Zarco (Yamaha) +0,406
4. Jorge Lorenzo (Ducati) +0,501
5. Maverick Viñales (Yamaha) +0,607
6. Cal Crutchlow (Honda) +0,621
7. Valentino Rossi (Yamaha) +0,691
8. Jack Miller (Ducati) +0,827
9. Andrea Iannone (Suzuki) +0,844
10. Aleix Espargaró (Aprilia) +0,856
11. Pol Espargaró (KTM) +1,067
12. Bradley Smith (KTM) +1,169
13. Tito Rabat (Ducati) +1,353
14. Alex Rins (Suzuki) +1,483
15. Andrea Dovizioso (Ducati) +1,725
16. Franco Morbidelli (Honda) +1,753
17. Takaaki Nakagami (Honda) +1,834
18. Danilo Petrucci (Ducati) +1,841
19. Scott Redding (Aprilia) +2,325
20. Xavier Siméon (Ducati) +2,665
21. Takumi Takahashi (Honda) +3,837

Dienstag-Zeiten MotoGP-Test Valencia:

1. Maverick Viñales (Yamaha) 1:30,189 min
2. Johann Zarco (Yamaha) +0,200 sec
3. Marc Márquez (Honda) +0,312
4. Valentino Rossi (Yamaha) +0,330
5. Jack Miller (Ducati) +0,446
6. Aleix Espargaró (Aprilia) +0,567
7. Andrea Dovizioso (Ducati) +0,661
8. Jorge Lorenzo (Ducati) +0,870
9. Pol Espargaró (KTM) +0,977
10. Cal Crutchlow (Honda) +1,070
11. Dani Pedrosa (Honda) +1,139
12. Bradley Smith (KTM) +1,226
13. Tito Rabat (Ducati) +1,484
14. Danilo Petrucci (Ducati) +1,532
15. Scott Redding (Aprilia) +1,886
16. Karel Abraham (Ducati) +2,256
17. Takaaki Nakagami (Honda) +2,534
18. Franco Morbidelli (Honda) +2,573
19. Takumi Takahashi (Honda) +3,380
20. Xavier Siméon (Ducati) +4,053

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