Valentino Rossi: Schlimmste Befürchtungen für Katar

Von Ivo Schützbach
MotoGP
Valentino Rossi plagen große Sorgen

Valentino Rossi plagen große Sorgen

«Wenn wir das Problem nicht jetzt lösen, dann mache ich mir wenig Hoffnung», sagt Valentino Rossi über die Einheitselektronik. Am ersten MotoGP-Testtag in Buriram landete der Yamaha-Star auf Platz 8.

Während Johann Zarco von seiner 2016-Yamaha mit neuer Verkleidung und 500/min höher drehendem Motor schwärmt, hört man von den Werksfahrern Maverick Vinales und Valentino Rossi Klagen über das 2018-Bike. Rossi verlor zwar nur 0,392 sec auf die Bestzeit von Cal Crutchlow (LCR Honda), das bedeutet für ihn aber Platz 8.

Der neunfache Weltmeister, der am heutigen Freitag seinen 39. Geburtstag feiert, ist aber weit davon entfernt, die Flinte ins Korn zu werfen. «Meine Motivation ist, zu versuchen schnell zu fahren», unterstrich er in kleiner Journalistenrunde. «Ich will vorne fahren und um Siege kämpfen.»

Valentino, Vinales sagt, er habe mit dem Motorrad die gleichen Schwierigkeiten wie letztes Jahr: Wie ist das bei dir?

Alora. Mein Gefühl auf der Strecke ist nicht schlecht, ich habe Schlimmeres erwartet. Die Strecke ist in gutem Zustand und sauber, der Asphalt bietet viel Grip. Das Layout ist sehr ähnlich wie in Österreich, das bereitete mir große Sorgen. Wenn du aber auf der Strecke fährst, ist sie Argentinien ähnlicher. Die Strecke ist nicht sehr schwierig, macht aber Spaß. Sie ist technisch einfach, aber nicht langweilig.

Für mich lässt sich die Maschine besser fahren als letztes Jahr, sie fühlt sich eher an wie vor zwei Jahren. Das ist mir wichtig, ich habe mit dem 2017-Chassis sehr gelitten – noch mehr als Maverick. Honda und Ducati sind in der Beschleunigung aber besser, mit ihrer Elektronik sind sie uns einen Schritt voraus. Als wir zu Magneti Marelli wechselten, gerieten wir in Schwierigkeiten. Für uns ist nicht ganz klar, was da vor sich geht. Honda und Ducati verstehen etwas, das uns entgeht. Ich hoffe, dass wir uns davon so schnell wie möglich erholen.»

Gut an Elektronikproblemen ist, dass es nicht das Chassis, der Motor oder die Schwinge ist. Dieses Problem kannst du am Computer lösen. Ich mache mir trotzdem große Sorgen. Wenn wir das Problem nicht jetzt lösen, dann mache ich mir wenig Hoffnung, dass wir es für das erste Rennen lösen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was wir tun sollen.

Auf dieser Strecke liegen alle nahe beisammen. Mir fehlen nur 4/10 sec zur Spitze und ich bin Achter.

Hätten sich einige der Probleme aus dem letzten Jahr elektronisch lösen lassen? Ihr habt euch auf die Arbeit am Chassis konzentriert.

Wir reden von zwei unterschiedlichen Dingen. Honda und Ducati haben sich letztes Jahr in der zweiten Saisonhälfte enorm gesteigert.

Die andere Sache ist unser Chassis. Auf der Bremse und am Kurveneingang ist es jetzt gut, ich fühle mich wohl damit. Es fehlt uns aber an Beschleunigung – wegen der Elektronik.

Die MotoGP-Zeiten in Buriram, Freitag 16.2.:

1. Cal Crutchlow, Honda, 1:30,797 min
2. Alex Rins, Suzuki, +0,012
3. Marc Márquez, Honda, 0,115
4. Andrea Dovizioso, Ducati, +0,148
5. Dani Pedrosa, Honda, +0,163
6. Danilo Petrucci, Ducati, +0,206
7. Jack Miller, Ducati, +0,247
8. Valentino Rossi, Yamaha, +0,392
9. Andrea Iannone, Suzuki, +0,438
10. Jorge Lorenzo, Ducati, +0,449
11. Maverick Viñales, Yamaha, +0,497
12. Johann Zarco, Yamaha, +0,508
13. Tito Rabat, Ducati, +0,726
14. Álvaro Bautista, Ducati, +0,728
15. Aleix Espargaró, Aprilia, +0,865
16. Scott Redding, Aprilia, +0,888
17. Takaaki Nakagami, Honda, +0,895
18. Karel Abraham, Ducati, +0,901
19. Franco Morbidelli, Honda, +0,932
20. Bradley Smith, KTM, +0,944
21. Tom Lüthi, Honda, +1,919
22. Xavier Siméon, Ducati, +1,923
23. Mika Kallio, KTM, +1,952
24. Hafizh Syahrin, Yamaha, +2,368

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