Michael Bartholemy (VDS) über Rookies wie Morbidelli

Von Ivo Schützbach
MotoGP
Tito Rabat, Moto2-Weltmeister 2014 im Team Marc VDS, wurde beim belgischen Team auf der Honda RC213V zwei Jahre als MotoGP-Versager abgestempelt. Warum kommt er mit der Ducati viel besser zurecht?

Gesamtelfter beim MotoGP-Test in Sepang/Malaysia, dann Zwölfter in Buriram/Thailand – Tito Rabat findet sich in seiner dritten Saison in der Königsklasse tadellos zurecht.

Dabei steuert er im Team Reale Avintia eine 2017 Desmosedici, er verfügt also nicht über das neueste Material.

Ist Michael Bartholemy, der Teamprinzipal von Marc VDS, der Rabat insgesamt fünf Jahre unter seinen Fittichen hatte, überrascht von der Steigerung des arbeitsamen Spaniers?

Denn bei Honda tat sich Ex-Weltmeister Rabat nach seinem Wechsel in die MotoGP-Klasse viel schwerer als ein Jonas Folger oder jetzt Takaaki Nakagami, die in der Moto2 deutlich weniger Erfolg hatten.

«Wenn du den absoluten Moto2-Fahrer hast, jemand, der im ersten Jahr zwei oder drei Podestplätze holt oder sogar ein Rennen gewinnt, wie Viñales vor ein paar Jahren, das sind schon Leute, von denen man weiß, dass es auch in MotoGP sitzen wird. Das sind aber auch meistens Leute, die wir uns nicht leisten können», lautet die etwas abschweifende Antwort von Bartholemy.

«Zu Nakagami muss ich sagen, dass er mit der 1000er schon mehr gefahren ist als unsere Jungs. Er fuhr im November in Jerez, wo Tom. Lüthi fehlte, er fuhr auch in Japan, er hat auf jeden Fall vier oder fünf Tage mehr in den Knochen als wir», ergänzt der Honda-MotoGP-Teammanager von Morbidelli und Lüthi. «Wenn man sich nur die Zeitenliste anguckt, dann ist Nakagami vor uns. Wenn man sich aber jede Runde anschaut, dann ist unsere Pace viel besser als die von Nakagami und von vielen anderen Fahrern. Die Morbidelli-Pace ist gut, für die absolute Zeit musst du aber sehr sauber fahren und sehr sanft mit dem Gas umgehen. Nakagami ist sicher nicht der beste Fahrer, aber er kann sehr gut mit dem Gas umgehen. Wenn du frische Reifen draufhast, hilft das.»

MotoGP-Test Buriram, kombinierte Zeitenliste aller drei Tage:
1. Dani Pedrosa, Honda, 1:29,781 min
2. Johann Zarco, Yamaha, + 0,086 sec
3. Marc Márquez, Honda, + 0,188
4. Cal Crutchlow, Honda, +0,283
5. Alex Rins, Suzuki, +0,397
6. Jack Miller, Ducati, +0,404
7. Andrea Dovizioso, Ducati, +0,411
8. Maverick Viñales, Yamaha, +0,493
9. Danilo Petrucci, Ducati, +0,586
10. Takaaki Nakagami, Honda, +0,675
11. Tito Rabat, Ducati, +0,695
12. Valentino Rossi, Yamaha, +0,730
13. Franco Morbidelli, Honda, +0,867
14. Aleix Espargaró, Aprilia, +0,920
15. Andrea Iannone, Suzuki, +0,937
16. Jorge Lorenzo, Ducati, +0,948
17. Álvaro Bautista, Ducati, +1,102
18. Bradley Smith, KTM, +1,140
19. Mika Kallio, KTM, +1,388
20. Scott Redding, Aprilia, +1,530
21. Tom Lüthi, Honda, +1,573
22. Hafizh Syahrin, Yamaha, +1,756
23. Karel Abraham, Ducati, +1,880
24. Xavier Siméon, Ducati, +2,238

Sepang-Test, kombinierte Zeitenliste aller drei Tage:
1. Jorge Lorenzo, Ducati, 1:58,830 min
2. Dani Pedrosa, Honda, + 0,179 sec
3. Cal Crutchlow, Honda, + 0,222
4. Andrea Dovizioso, Ducati, + 0,339
5. Jack Miller, Ducati, + 0,516
6. Alex Rins, Suzuki, + 0,518
7. Maverick Viñales, Yamaha, + 0,525
8. Marc Márquez, Honda, + 0,552
9. Valentino Rossi, Yamaha, + 0,560
10. Johann Zarco, Yamaha, + 0,681
11. Danilo Petrucci, Ducati, + 0,698
12. Tito Rabat, Ducati, + 0,717
13. Andrea Iannone, Suzuki, + 0,785
14. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,095
15. Takaaki Nakagami, Honda, + 1,241
16. Álvaro Bautista, Ducati, + 1,375
17. Pol Espargaró, KTM, + 1,432
18. Mika Kallio, KTM, + 1,634
19. Bradley Smith, KTM, + 1,690
20. Franco Morbidelli, Honda, + 1,696
21. Karel Abraham, Ducati, + 1,744
22. Xavier Siméon, Ducati, + 1,954
23. Scott Redding, Aprilia, + 1,982
24. Sylvain Guintoli, Suzuki, + 2,290
25. Tom Lüthi, Honda, + 2,296  
26. Yonny Hernandez, Yamaha, + 2,393
27. Michele Pirro, Ducati, +5,937

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