Pol Espargaró (KTM) trainiert wieder mit dem Motorrad

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Am 24. Februar trainierte Pol Espargaró erstmals seit seinem 250-km/h-Crash von Sepang/Malaysia wieder mit seiner Supermoto-KTM. Der Teilnahme am Katar-Test (1. bis 3.3) steht nichts im Wege.

Red Bull KTM-Pilot Pol Espargaró lag am 29. Januar beim Sepang-MotoGP-Test zu Mitttag an vierter Stelle. Nur 0,5 Sekunden hinter der Bestzeit.

Doch in der «out lap» nach der Mittagspause blockierte gemäß Teammanager Mike Leitner wegen einer Unachtsamkeit bei 250 km/h vor Turn 4 das Vorderrad, Espargaró bog im 90-Grad-Winkel ab und schlug verheerend in die Streckenbegrenzung ein.

Der Spanier musste dann seinen Malaysia-Test frühzeitig beenden. Er fiel auf Platz 14 zurück, der Rückstand wuchs bis zum Ende des dritten Tages auf 1,4 Sekunden an.

Zuerst dachte das Team noch, der Moto2-Weltmeister von 2013 und MotoGP-WM-Sechste von 2015 sei glimpflich davongekommen.
Aber Pol Espargaró klagte später über Schmerzen, nicht nur im Fußknöchel, sondern auch im Rücken.

«Nach der Rückkehr aus Sepang wurde ich von Rückenschmerzen heimgesucht. Zuerst dachte ich, es sei ein Problem mit einem Nerv. Das hatte ich schon in der Vergangenheit, so etwas ganz recht schmerzhaft sein. Ich wollte mich in Barcelona im Krankenhaus behandeln lassen. Dort sagten mir die Ärzte, es sei schlimmer als erwartet, ich müsse operiert werden. Ich wollte das nicht hinauszögern, um beim Saisonstart wirklich fit zu sein.»

Es wurde also ein Bluterguss am Rücken entfernt, Pol musste von 16. bis 18. Februar überraschend auf den Buriram-Test in Thailand verzichten.

Red Bull KTM trat dort nur mit Smith und Kallio an.
«Pol ist unser schnellster Fahrer, ohne ihn konnten wir weder in Sepang noch in Buriram das geplante Testprogramm inklusive Performance-Tests durchziehen», erklärte Teammanager Mike Leitner.

Nach der Buriram-Absage seines besten Mitarbeiters erklärte Leitner: «Einerseits ist das traurig, anderseits mussten wir froh sein, dass Pol bei diesem High-Speed-Crash nicht mehr passiert ist. Die Operation ließ sich nicht vermeiden. Zum Glück musste Pol nicht lange im Spital bleiben; er konnte sein Trainingsprogramm bald wieder aufnehmen. Wir haben halt in Thailand die Saisonvorbereitung mit Bradley Smith und Mika Kallio fortgeführt.»

Beim Drei-Tage-Test auf dem Losail International Circuit in Doha/Katar wird sich Pol Espargaró (vier Top-Ten-Plätze 2017) ab morgen wieder in den Sattel der KTM RC16 schwingen.
Der KTM-Werkspilot hat unmittelbar nach der Operation das Training wiederaufgenommen. Er fühlt sich fit. «Ich habe alles getan, um meine Fitness nach der OP wiederaufzubauen. Ich habe jetzt leider nicht nur den Thailand-Test verpasst, das wäre ein wichtiger Test gewesen, noch dazu auf einer neuen GP-Strecke, die ich gern kennengelernt hätte, sondern auch eineinhalb Tage in Sepang zuschauen müssen.»

«Elf Tage nach der Operation habe ich am 24. Februar auf meiner Supermoto-KTM erstmals wieder trainiert. Ich habe mich wieder frei gefühlt», freute sich der schnelle Spanier.

MotoGP-Test Buriram, kombinierte Zeitenliste aller drei Tage:
 1. Dani Pedrosa, Honda, 1:29,781 min
2. Johann Zarco, Yamaha, + 0,086 sec
3. Marc Márquez, Honda, + 0,188
4. Cal Crutchlow, Honda, +0,283
5. Alex Rins, Suzuki, +0,397
6. Jack Miller, Ducati, +0,404
7. Andrea Dovizioso, Ducati, +0,411
8. Maverick Viñales, Yamaha, +0,493
9. Danilo Petrucci, Ducati, +0,586
10. Takaaki Nakagami, Honda, +0,675
11. Tito Rabat, Ducati, +0,695
12. Valentino Rossi, Yamaha, +0,730
13. Franco Morbidelli, Honda, +0,867
14. Aleix Espargaró, Aprilia, +0,920
15. Andrea Iannone, Suzuki, +0,937
16. Jorge Lorenzo, Ducati, +0,948
17. Álvaro Bautista, Ducati, +1,102
18. Bradley Smith, KTM, +1,140
19. Mika Kallio, KTM, +1,388
20. Scott Redding, Aprilia, +1,530
21. Tom Lüthi, Honda, +1,573
22. Hafizh Syahrin, Yamaha, +1,756
23. Karel Abraham, Ducati, +1,880
24. Xavier Siméon, Ducati, +2,238

Sepang-Test, kombinierte Zeitenliste aller drei Tage:
1. Jorge Lorenzo, Ducati, 1:58,830 min
2. Dani Pedrosa, Honda, + 0,179 sec
3. Cal Crutchlow, Honda, + 0,222
4. Andrea Dovizioso, Ducati, + 0,339
5. Jack Miller, Ducati, + 0,516
6. Alex Rins, Suzuki, + 0,518
7. Maverick Viñales, Yamaha, + 0,525
8. Marc Márquez, Honda, + 0,552
9. Valentino Rossi, Yamaha, + 0,560
10. Johann Zarco, Yamaha, + 0,681
11. Danilo Petrucci, Ducati, + 0,698
12. Tito Rabat, Ducati, + 0,717
13. Andrea Iannone, Suzuki, + 0,785
14. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,095
15. Takaaki Nakagami, Honda, + 1,241
16. Álvaro Bautista, Ducati, + 1,375
17. Pol Espargaró, KTM, + 1,432
18. Mika Kallio, KTM, + 1,634
19. Bradley Smith, KTM, + 1,690
20. Franco Morbidelli, Honda, + 1,696
21. Karel Abraham, Ducati, + 1,744
22. Xavier Siméon, Ducati, + 1,954
23. Scott Redding, Aprilia, + 1,982
24. Sylvain Guintoli, Suzuki, + 2,290
25. Tom Lüthi, Honda, + 2,296  
26. Yonny Hernandez, Yamaha, + 2,393
27. Michele Pirro, Ducati, +5,937

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Romain Grosjean (Haas): Seine fünf Schutzengel

Mathias Brunner
​Es besteht kein Zweifel: Noch vor wenigen Jahren hätte Romain Grosjean bei einem Unfall wie am 29. November 2020 sein Leben verloren. Es waren vor allem fünf Faktoren, die ihn gerettet haben.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Fr. 04.12., 20:15, Sky Sport 1
    Formel 2
  • Fr. 04.12., 20:15, Sky Sport HD
    Formel 2
  • Fr. 04.12., 20:45, Sky Sport 1
    Formel 2
  • Fr. 04.12., 20:45, Sky Sport HD
    Formel 2
  • Fr. 04.12., 20:55, Motorvision TV
    French Drift Championship
  • Fr. 04.12., 21:15, Hamburg 1
    car port
  • Fr. 04.12., 21:20, Motorvision TV
    400 Thunder Australian Drag Racing Series
  • Fr. 04.12., 21:30, Sky Sport 1
    Formel 1: Großer Preis von Sakhir
  • Fr. 04.12., 21:30, Sky Sport HD
    Formel 1: Großer Preis von Sakhir
  • Fr. 04.12., 22:15, Motorvision TV
    New Zealand Jetsprint Championship
» zum TV-Programm
6DE