Jorge Lorenzo/7.: «Ducati wird nie eine Yamaha sein»

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Jorge Lorenzo auf der Ducati Desmosedici in Assen

Jorge Lorenzo auf der Ducati Desmosedici in Assen

Nach zwei fulminanten Siegen in Mugello und Barcelona stieß Jorge Lorenzo am Freitag in Assen auf Probleme. Im ersten Training stürzte er, am Ende des Tages reichte es nur für den siebten Platz.

Mit 1:33,870 min belegte Ducati-Ass Jorge Lorenzo am Freitag in Assen den siebten Platz der kombinierten MotoGP-Zeitenliste. Im FP1 musste der Mallorquiner zudem einen Sturz hinnehmen. «Überrascht hat mich dieser Sturz nicht. Ich war mit dem Medium-Vorderreifen unterwegs. Ich bremste ein bisschen später, ging schneller in die Kurve und früher ans Gas. Dann kam ich auf die weiße Linie. Also war es logisch, dass ich stürze. Diesen Sturz konnte ich unmöglich noch verhindern. Aber es war ein harmloser Crash. Nichts, was uns Sorgen bereitet», betonte Lorenzo.

Ist es möglich, das Rennen mit dem weichen Hinterreifen zu bestreiten? «Es ist noch zu früh, eine genaue Vorstellung davon zu haben, welcher Hinterreifen im Rennen die beste Wahl ist. Ich habe den Medium-Hinterreifen am Morgen eingesetzt, das war nicht schlecht. Mit dem weichen Hinterreifen konnte ich aus unterschiedlichen Gründen nicht viele Runden in Folge drehen. Es gab Probleme in meiner Box, dann hatte ein anderer Fahrer vor mir ein Problem. Ich konnte die Trainingszeit nicht richtig nutzen. Am Samstag werde ich den harten Hinterreifen noch testen. Er soll ähnlichen Grip wie die Medium-Mischung liefern, aber mehr Konstanz ermöglichen. Wir müssen erst testen, ob er für mich gut ist. Auch die Wahl des Vorderreifens ist noch offen. Am Samstag gibt es also viel zu tun.»

Lorenzo hat in Assen zwei unterschiedliche Chassis in seiner Box. «Leider tauchte ein Problem an meiner Maschine auf, als ich mit dem Chassis-Update ausrückte. Ich musste an die Box fahren und konnte es nicht richtig testen. Andrea fuhr es und sagt, dass es in manchen Bereichen ein bisschen besser ist. Wir müssen abwarten, wie mein Gefühl am Samstag ausfällt.»

Fällt dir das Fahren mit der Ducati auf dieser Strecke genauso leicht wie früher mit der Yamaha? «Abgesehen vom letzten Sektor bin ich einer der schnellsten Fahrer hier. Im letzten Sektor verlor ich aber drei oder vier Zehntel. Wir müssen nun eine Lösung dafür finden. Ich denke, wir haben noch Luft nach oben, was das Bike betrifft. Die Ducati wird nie eine Yamaha sein und eine Yamaha nie eine Ducati. Sie sind sehr unterschiedlich und müssen darum auch unterschiedlich gefahren werden. Doch ein sanfter Fahrer bleibt ein sanfter Fahrer und ein aggressiver Fahrer bleibt aggressiv. Auf jeder Maschine.»

Was bereitet dir im letzten Sektor diese großen Probleme? «Es geht dabei um die Fahrweise in den Kurven. Ich habe nicht die ideale Art, diese zwei schnellen Kurven zu fahren. Ich muss mir die Daten genau ansehen und daraus lernen. Eine Sache ist es, das Problem zu erkennen, eine andere, es auf der Strecke auch zu lösen. Wenn wir das Bike verbessern, dass hilft das in allen Sektoren. Aber auch ich muss meinen Teil dazu beitragen», weiß Lorenzo, der 49 Punkte hinter WM-Leader Marc Márquez liegt.

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