Jorge Lorenzo (Ducati). «Einer der schönsten Siege»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Spannender Fight: Lorenzo vor Márquez

Spannender Fight: Lorenzo vor Márquez

Ducati-Werksfahrer Jorge Lorenzo versalzte Marc Márquez beim Österreich-GP die Suppe. Er besiegte ihn um 0,130 sec und verdrängte Dovizioso vom dritten WM-Rang.

Jorge Lorenzo lag nach dem Le-Mans-GP in der WM an 14. Stelle. Nach seinem dritten Saisonsieg in Österreich rückte er in der WM-Tabelle auf Platz 3 vor. Dovizioso liegt jetzt 1 Punkt hinter ihm. Aber auf WM-Leader Marc Márquez fehlen immer noch 71 Punkte. In Reichweite: Der zweite WM-Rang von Rossi, der nur zwölf Punkte mehr als Jorge gesammelt hat.

«Ich bin als einziger Fahrer hinten und vorne mit den weichen Reifen losgefahren. Das war eine mutige Entscheidung, auch hinten den weichen Compound zu nehmen», stellte der Sieger fest. «Doch ich musste in den ersten zehn Runden viel Rücksicht nehmen und den Reifen so gut wie möglich schonen. Ich durfte trotz der Hitze den Reifen nicht überhitzen. Der dritte Sektor war mühsam für mich, dort habe ich gestern noch zwei fast Zehntel pro Runde auf Marc und Dovi verloren. Aber ich habe mir dann Videos angeschaut und mir überlegt, wie ich meinen Oberkörper in diesen Kurven auf dem Bike positionieren muss, um in diesem Sektor schneller zu werden. Das hat gut geklappt; während des Rennens bin ich im dritten Abschnitt immer schneller und schneller geworden. So konnte ich Marc allmählich einfangen. Er hat mit dem harten Hinterreifen unheimlich stark gepusht. Ich habe den Hinterreifen vielleicht 3 bis 5 Prozent geschont, jedenfalls habe ich noch Reserven gehabt. Ich habe auch Energie gespart, als Marc 1 oder 1,2 sec vor mir lag. Ich habe in Ruhe abgewartet, bis meine Zeit zum Attackieren kam. Als ich sah, dass Marc beim Bremsen ein bisschen nachlässt, habe ich aufgedreht. Wir haben bei Ducati sicher von unserer Beschleunigung profitiert.»

Lorenzo: «Es ist immer ein Problem, wenn du in einem Rennen bis zur letzten Runde in Gesellschaft von Marc fighten musst. Er hat sich auch heute nie wirklich geschlagen gegeben. Wir haben heute ein ambitioniertes Duell mit zwei schnellen Piloten gesehen… Bis zu den letzten Kurven.»

Wo reiht Lorenzo diesen dritten Ducati-Sieg (nach Mugello und Montmeló) in seiner Karriere ein? «Das ist einer meiner schönsten Siege. Aber ich kann aber gar nicht sagen, welcher GP-Sieg mein schönster ist. Denn ich habe zum Glück so viele Rennen gewonnen, es waren sehr schwierige Erfolge dabei, in allen drei WM-Kategorien. Aber wenn du Marc besiegst, ist das etwas Besonders. Und wenn du auf Ducati gewinnst, ist das auch außergewöhnlich. Dieser Sieg wird mir sicher in Erinnerung bleiben, denn ich musste bis zum letzten Meter erbarmungslos fighten.»


Bei Ducati zeichnet sich immer stärker ab, dass Lorenzo nach dem schwachen Saisonstart zu früh abgeschrieben und durch Petrucci ersetzt wurde. Petrucci verlor heute auf der 2018-Werks-Ducati immerhin 13,1 Sekunden auf den Sieger.

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