Marc Márquez (5.): «Können so kein Rennen fahren»

Von Frank Aday
MotoGP
Marc Márquez

Marc Márquez

Marc Márquez äußerte nach dem Qualifying in Silverstone große Sorgen. Der MotoGP-WM-Leader lehnt ein Rennen nach starkem Regen strikt ab.

Mit einer Zeit von 2:11,083 min und 0,928 sec Rückstand auf Pole-Setter Jorge Lorenzo erlebte Marc Márquez in Silverstone ein für seine Verhältnisse enttäuschendes Qualifying. Vor allem die Bedingungen im FP4 mit viel Wasser auf der Strecke hielt er für äußerst gefährlich. «Ich sage das nicht gerne, denn ich liebe den Rennsport, aber wenn die Bedingungen wie im FP4 sind, können wir kein Rennen fahren», stellte der WM-Leader klar.

Im FP4 stürzten in der Kurve 7 Alex Rins, Aleix Espargaró, Franco Morbidelli und Tito Rabat, der sich schwer verletzte. «Die Vorhersage für den Sonntag verspricht noch mehr Regen. Wir können dann kein Rennen fahren, denn als ich aus der Box kam, drehte ich glücklicherweise auf der Hälfte der Geraden schon das Gas zu, da so viel Wasser zu sehen war. Obwohl ich so langsam fuhr, war das Aquaplaning unglaublich. Dabei ging es aber nur um drei Kurven, der Rest der Strecke war trocken. Wir werden sehen, wie die Bedingungen am Sonntag sind. Erst dann können wir sie bewerten. Aber wenn die Bedingungen wie im FP4 sind, dann wird es sehr, sehr gefährlich. Wir hoffen auf ein trockenes Rennen, auch wenn das wohl unmöglich ist. Wenn es nass ist, brauchen wir gute Bedingungen mit wenig Wasser», betonte Márquez.

«Das Problem sind die Bodenwellen. Zwischen ihnen steht das Wasser. So hast du Aquaplaning an Stellen, an denen du gar nicht damit rechnest. Es steht nicht überall dieselbe Menge Wasser. Das ist das Problem», erklärte Márquez.

Welche Lösung schlägt Márquez im Fall von starkem Regen vor? Das Rennen streichen oder auf Montag verschieben? «Das ist nicht meine Entscheidung», weiß der Weltmeister aus dem Repsol-Honda-Team. «Die Race Direction wird dann die richtige Entscheidung für die Weltmeisterschaft treffen. Das ist das Wichtigste. Ich werde nicht auf eine der Möglichkeiten drängen, beides ist in Ordnung für mich. Die Race Direction hat viel Erfahrung. Loris Capirossi ist auch da. Er weiß genau, ob wir fahren können oder nicht. Auch Carmelo [Ezpeleta] macht einen sehr guten Job damit, alle Fahrer immer sehr gut zu informieren. Vielleicht haben wir dann ein Meeting, wenn die Bedingungen so sind. Aber ich will mich jetzt nicht damit beschäftigen. Ich konzentriere mich darauf, das beste Set-up zu finden, denn ich habe im Kopf, dass wir am Sonntag ein Rennen fahren werden. Und zwar im Regen. Ich muss mich noch verbessern, also habe ich keine Zeit dafür.»

Inzwischen steht fest: Der MotoGP-Lauf beginnt am Sonntag um 11:30 Uhr Ortszeit (12:30 Uhr in Deutschland), um 13 Uhr (14 Uhr in Deutschland) findet das Moto3-Rennen statt und um 14:30 Uhr (15:30 Uhr in Deutschland) folgt der Moto2-Lauf. «Was die trockenen Bedingungen betrifft, haben wir einen großen Fortschritt erzielt. Ich war sehr schnell mit Reifen, die schon fast eine Renndistanz alt waren. Das ist das Wichtigste. Am Samstagmorgen haben wir ein paar Fehler mit dem Set-up gemacht, haben sie am Nachmittag aber wieder ausgebügelt. Im Trockenen ist Maverick der Schnellste, dann kommt Dovi und danach ich. Auch Cal fährt hier wirklich gut. Diese Fahrer sind einen Schritt voraus», meint Márquez.

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