Marc Márquez (2.): «Keine Chance gegen Ducati»

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Marc Márquez vor Jorge Lorenzo

Marc Márquez vor Jorge Lorenzo

Repsol-Honda-Pilot Marc Márquez überquerte in Misano als Zweiter hinter Ducati-Ass Andrea Dovizioso die Ziellinie. Seine Führung in der MotoGP-Gesamtwertung baute er so deutlich aus.

2,8 sec hinter Andrea Dovizioso überquerte WM-Leader Marc Márquez im MotoGP-Rennen von Misano die Ziellinie. Den zweiten Rang erbte Márquez durch den Sturz von Jorge Lorenzo. Márquez baute seinen Vorsprung in der WM-Tabelle aus, denn Dovizioso rückte auf WM-Rang 2 nach vorne und liegt nun 76 Punkte hinter Márquez.

«Im Warm-up war ich schnell. Aber ich wusste, dass ich im Rennen durch die höheren Temperaturen weniger Grip auf der Reifenflanke haben würde. Das bedeutete weniger Kurvenspeed. Der Unterschied auf der Geraden war noch größer. Ich versuchte, den Ducati-Fahrern zu folgen und ging in den ersten Runden aggressiv ans Werk, weil ich wusste, dass Jorge und ‹Dovi› ein bisschen schneller sind. Aber ‹Dovi› fuhr perfekt. Ich verlor viel in den zwei wichtigsten Beschleunigungsphasen, ich konnte nur auf der Bremse Zeit gutmachen. Aber das alle 27 Runden zu tun, ist schwierig. Als ich sah, dass Dovizioso davonzieht, klemmte ich mich hinter Jorge und wollte ihn am Ende angreifen. Aber um ehrlich zu sein, war ich am Limit. Ich pushte in manchen Bereichen zu sehr. Wenn du nie aufgibst, bekommst du manchmal etwas geschenkt. Diesmal sammelte ich 20 Punkte. Ich kam mit 59 Punkten Vorsprung hierher, nun sind es 67», freute sich Márquez. «Ich bin sehr glücklich. Nun folgt mit Aragón eine Strecke, die ich sehr mag.»

Dachte Márquez daran, dass ihn Lorenzo mit zu Dovizioso zieht und der Sieg möglich ist? «Nein», lachte Márquez. «Ich dachte mir, dass ich Lorenzo für den Fall folge, dass er aufholt und sie sich bekämpfen. Dann hätte ich vielleicht einen Vorteil daraus ziehen können. Aber um ehrlich zu sein, folgte ich den Ducati-Fahrern nur. Ich hatte keine Chance, sie zu besiegen. Nur Fehler von Lorenzo konnte ich ausnutzen. Wir kämpften dann drei oder vier Runden recht aggressiv. Aber ich kann die Ducati-Fahrer nicht überholen. Ich verliere zu viel. Das ist schwierig. Glücklicherweise sind sie erst in der zweiten Saisonhälfte so stark geworden. Ich habe nun 67 Punkte Vorsprung, die ich verwalten muss. Wenn sie in jedem Rennen nur fünf Punkte aufholen, ist das kein Problem.»

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