Tito Rabat: «Wäre in Thailand gerne wieder dabei»

Von Gerraint Thompson
MotoGP
Tito Rabat

Tito Rabat

Der verletzte Tito Rabat spricht im Interview über seine Genesung, seine Comeback-Ziele, die Saison 2018 und seine Zukunft. Er möchte in Buriram in drei Wochen wieder an den Start gehen.

Tito Rabat wurde in Misano durch den Franzosen Christophe Ponsson ersetzt, in Aragón wird der renommierte Superbike-WM-Pilot Jordi Torres statt ihm im Reale Avintia-Team fahren. Der Ducati-Pilot befindet sich immer noch im Krankenhaus, nachdem er in Silverstone am 25. August im FP4 einen Bruch des rechten Oberschenkels und des rechten Schien- und Wadenbeineins erlitten hat – wegen Aquaplanings auf der Hangar-Straight.

Der Moto2-Weltmeister von 2014 kann immer noch nicht ohne Hilfe gehen, aber er darf sein verletztes Bein allmählich belasten.

In einem Interview mit motogp.com sprach Tito Rabat über Vergangenheit und Zukunft.

Über seinen Gesundheitszustand

«Es geht mir viel besser, Ich kann gut schlafen und mein Knie fast bereits zu 100 Prozent abbiegen. Jetzt kann ich mit der Belastung des rechten Beins beginnen, zumindest mit 30 Prozent meines Körpergewichts. Schritt für Schritt lassen wir die schwierigste Phase hinter uns. Ich kann Übungen machen und an meiner Beweglichkeit arbeiten, Das Schlimmste haben wir hinter uns. Ich bin froh, wenn ich wieder auf mein Motorrad steigen kann.»

Über den Unfall

«Ich erinnere mich, dass ich am Ende der Geraden vor Turn 7 war. Ich war im sechsten Gang, dann begann das Aquaplaning. Ich konnte also nicht bremsen. Also bin ich vom Motorrad gesprungen, ich wollte mich weg ins Kiesbett. Dann blieb ich einen Augenblick am Boden liegen. Das war eine falsche Entscheidung. Dadurch habe ich gelernt, nach deinem Crash sofort aufzustehen. Zum Glück konnte ich Rins sehen, der mich gewarnt hat,. Dann sah ich die Maschine von Morbidelli auf mich zurasen. Ich sprang in die Höhe, dadurch hat das Bike mein Bein berührt, nicht meinen Körper. Mein demoliertes Bein sah wie eine Schlange aus; Doktor Charte und sein medizinisches Team kamen mir zu Hilfe. Sie haben mich von meinen argen Schmerzen erlöst.»

Über das GP-Comeback

«Ich werde nicht in Aragón antreten, das ist bekannt. Ich könnte es versuchen, aber ich wäre nicht zu 100 Prozent fit. Ich möchte wirklich gern in Thailand fahren am 7. Oktober. Ich glaube, das ist machbar. Aber die endgültige Enstcheidung liegt bei den Ärzten.

Über die Saison 2018

«Es ist meine beste Saison in der MotoGP. Trotzdem, wir sind in der Tabelle nicht so weit vorne, wie ich es verdient hätte, vor dem Crash war ich WM-Vierzehnter. Wir waren bei zwei Rennen sehr stark, aber wir sind nicht ins Ziel gekommen – zum Beispiel in Montmeló und Brünn. Mit der Ducati habe ich mir in diesem Jahr große Hoffnungen gemacht. In den freien Trainings und im Qualifying 1 bin ich nahe dran. Aber wir haben in den Rennen keine wirklich erstaunlichen Ergebnisse zustande gebracht. Immerhin waren wir mehrmals in den Top-Ten.»

Über die Saison 2019


«Das nächste Jahr sollte einen weiteren Fortschritt bringen. Darüber sind sich alle Beteiligten klar.» Rabat erhält dann eine 2018-Ducati Desmosedici, die sicher schlagkräftiger ist als heute sein 2017-Modell.

Über seinen künftigen Teamkollegen Abraham

«Er hat viel Erfahrung. Er hat einen Moto2-WM-Lauf gewonnen und steigert sich von Jahr zu Jahr.»

Siméon fuhr in Misano die Rabat-Maschine


«Ich sah, dass er sich verbessert hat im Vergleich zu den Rennen mit seinem eigenen 2016-Motorrad. Mein Bike ist neuer, aber am Wichtigsten in der MotoGP ist: Du musst verstehen, wie das Motorrad funktioniert. Siméon fährt sein erstes Jahr in der MotoGP. Es ist kompliziert. Ich sah, dass er Mühe hatte, denn der Level der Konkurrenz ist hoch. Das Bike hat viel Einfluss. Es ist schwierig und kompliziert, so ein Motorrad am Limit zu bewegen. Er kam nicht oft ins Ziel.»

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