Johann Zarco: «Hundert Prozent sind nicht genug»

Von Jordi Gutiérrez
MotoGP
Johann Zarco ist etwas ratlos

Johann Zarco ist etwas ratlos

2014 stand Johann Zarco in Aragón als Dritter auf dem Podium. Das war in der Moto2-Weltmeisterschaft. Seitdem hatte der Franzose auf der spanischen Strecke nach eigener Aussage immer Probleme.

2015 reichte es für den Mann aus Cannes noch für Rang 6, ein Jahr später wurde er Achter, im vergangenen Jahr kam Zarco bei seinem ersten Auftritt auf einem MotoGP-Bike als Neunter ins Ziel.

«Aragón ist für mich eine Strecke, auf der ich 2015 und 2016 in der Moto2 und auch letztes Jahr in der MotoGP ziemliche Probleme hatte», sagte Johann Zarco am Donnerstag vor dem Aragón Grand Prix 2018.

«Ich weiß nicht wieso, denn es ist eine schöne Strecke», erklärte er. «Ich hatte in der Moto2 und der MotoGP immer die gleichen Probleme und hoffe, dass ich dieses Jahr eine Lösung finde. Ich habe mit meinen Jungs bereits gesprochen, da ich immer bei der Kurveneinfahrt Probleme mit dem Hinterrad-Grip habe. Das Hinterrad dreht durch.»

Zarco und sein Tech3-Yamaha-Tech-3-Team hoffen nun auf den Wettergott. «Wir wissen, dass wir nur unter schwierigen Bedingungen ein gutes Ergebnis erzielen können, da wir auch bei trockenen Bedingungen nicht getestet haben. Anders als Misano ist das keine Strecke, auf der ich das Gefühl habe, dass ich mehr tun kann. Ich will nicht pessimistisch sein, aber wir können im Moment nicht allzu viel erwarten. Wir werden sehen, was passiert.»

Aktuell rangiert Johann Zarco auf Platz 7 der Meisterschaftswertung, neun Punkte hinter Honda-Pilot Cal Crutchlow, und Zarco würde dem Briten diesen Platz nur zu gerne abspenstig machen. «Es stehen noch sechs Rennen aus und ich fühle mich sehr frisch für diese verbleibenden Rennen. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Saison schon fast vorbei ist. Vielleicht kann das ein Vorteil für mich sein.»

Bezüglich Entwicklung des Bikes und der limitierten Ressourcen seines Teams meint der 28-Jährige: «Von dem, was ich seit Anfang des Jahres gesehen habe und nach dem, was wir alles getan haben, kann ich sagen, dass wir die meiste Zeit 100 Prozent dessen genutzt haben, was das Bike hergab. Nun sind aber diese 100 Prozent nicht mehr genug. Und das macht den größten Unterschied aus.» Er wisse auch nicht, woran es läge, sagt Zarco und schmunzelt: «Vielleicht ist der Fahrer unfähig und hat plötzlich das Fahren verlernt. Ich bin aber nicht so schlecht.»

Die anderen Fahrer hätten sich wohl auch kaum so verbessert, es seien eher die Bikes, die besser geworden seien, vermutet Zarco.

«Ich weiß es nicht. Das einzige, was mir einfällt ist, am Ende der Saison das Bike zu wechseln. Dann sehen wir, was das Bike kann oder nicht. Danach werde ich sagen können, ob ich an mir selbst arbeiten muss.» Zarco wird das herausfinden, wenn er in der kommenden Saison zu Red Bull KTM wechselt und Teamkollege von Pol Espargaró wird.

Aktuell müsse er mit seinem Team daran arbeiten, den Grip seiner Yamaha zu verbessern, betont er. «Wir rutschen seit einigen Rennen sehr stark», erklärt er. Aber nur daran zu arbeiten, würde auch nichts bringen. «Wir haben aufgehört, uns ausschließlich darauf zu konzentrieren und arbeiten sehr viel am gesamten Bike. Wir machen während des Wochenendes einen tollen Job, denn wenn wir das Rennen in der Position beenden würden, in der wir das Wochenende beginnen, wären wir am Ende 20. Wir sind aber etwa Zehnter und verbessern uns also um zehn Plätze.»

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