Cal Crutchlows Erklärung für seinen dritten Crash

Von Gerraint Thompson
MotoGP
Cal Crutchlow stürzte in Aragon dreimal

Cal Crutchlow stürzte in Aragon dreimal

In der fünften Rundes des Aragon-GP schmiss Cal Crutchlow sein MotoGP-Bike in den Kies. «Mein Plan war, vorne mitzumischen. Ich hätte konkurrenzfähig sein können», ist der LCR-Honda-Pilot überzeugt.

Von Startplatz 4 kommend hatte sich Cal Crutchlow gute Chancen auf einen Spitzenplatz im Aragon-GP ausgerechnet. Aus der ersten Runde kam der Engländer nur als Achter zurück, die folgenden drei Runden verbrachte er auf Platz 7. Eingangs der fünften Runde rutschte ihm in der ersten Kurve das Vorderrad weg. Nach Jorge Lorenzo und Alvaro Bautista war er der dritte Top-10-Fahrer, der in der Anfangsphase des Rennens stürzte.

«Ich hatte den identischen Sturz wie Marquez im Warm-up», berichtete Crutchlow aus dem Team LCR Honda, der bereits am Samstag zweimal zu Boden ging. «Ich musste pushen, um an Aleix Espargaro und Dani Pedrosa dran zu bleiben. Ich dachte in diesem Moment nicht, dass ich stürzen würde. Ich machte nichts anders, als in der Runde zuvor. Normalerweise kündigt sich so etwas an, du hast ein schlechtes Gefühl. Nichts davon war der Fall, ich fühlte mich ganz gut auf dem Motorrad. Letztlich war es so, dass ich von zu weit hinten kommen musste. Wir alle wissen, wie wichtig es ist, einen guten Start zu machen – das gelang mir nicht.»

Der 32-Jährige weiter: «Ich wusste, dass ich Espargaro und Pedrosa innerhalb drei Runden überholen muss, wenn ich es aufs Podium schaffen will. Sonst ist die Gruppe vorne weg. Aleix war schwer zu überholen, weil er den weichen Hinterreifen hatte – mir fehlte es an Zug aus den Kurven hinaus. Wenn jemand vor dir ist, dann musst du versuchen ihn zu überholen. Mein Plan war, vorne mitzumischen. Ich hätte konkurrenzfähig sein können, aber ich stürzte – kein gutes Wochenende.»

Crutchlow vermutet, dass er den Vorderreifen überstrapazierte. Einige Fahrer klagen, dass die Vorderreifen von Michelin bei hohen Temperaturen im Windschatten überhitzen. «Aber du kannst nicht jedes Rennen alleine fahre», weiß der ehemalige Supersport-Weltmeister. «Wir müssen an unserer Abstimmung arbeiten, um das in den Griff zu bekommen.»

Mit null Punkten aus Spanien hält Crutchlow weiterhin bei 119 und bleibt WM-Sechster. Danilo Petrucci (Pramac Ducati) ist jetzt punktgleich mit ihm und der fünftplatzierte Maverick Vinales (Yamaha) um elf Punkte enteilt.

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