Lucio Cecchinello (LCR): «Stefan fuhr bemerkenswert»

Von Günther Wiesinger
MotoGP

«Stefan hat bei uns einen erstaunlichen Job gemacht», freut sich LCR-Honda-Teambesitzer Luccio Cecchinello. «Wenn er Stammfahrer wäre, könnte er sich mit den Besten der Welt messen.»

LCR-Honda-Teambesitzer Lucio Cecchinello sagte vor dem Sepang-GP nach der Verletzung von Cal Crutchlow, man dürfte an einen Ersatzfahrer wie Stefan Bradl keine allzu hohen Erwartungen stellen. Wie schätzt der Italiener jetzt die Leistungen des Bayern ein nach einem 13. Platz in Sepang, Rang 9 in Valencia und Platz 5 am ersten Testtag?

«Es ist ohne Zweifel sehr bemerkenswert, wie sich Stefan am Sonntag am Ende des zweitens Rennen geschlagen hat. Wir haben aber sicher ein besseres Qualifying erwartet», stellte Lucio fest. «Trotzdem müssen wir realistisch bleiben. Ohne all zuviel Training kannst du nicht erwarten, dass Stefan ein MotoGP-Motorrad bei schwierigen Verhältnissen so schnell bewegt wie die andern, die alle zwei Wochen seit März einen Grand Prix bestreiten. Und wir haben an diesem Wochenende wirklich schlimme Bedingungen gehabt, sehr wechselhaft. Er hat einen erstaunlichen Job gemacht, indem er das Rennen in den Top-Ten beendet hat. Viele erfahrene Piloten sind gestürzt. Ich war recht zufrieden.»

Cecchinello weiter: «Noch mehr als der Sonntag stellt mich der erste Testtag zufrieden. Denn am Ende des Tages war Stefan so schnell wie in der Vergangenheit, als er in unserem Team von 2012 bis 2014 oft in die Top-5- oder Top-6 gefahren ist. Das war mehr oder weniger sein Potenzial. Dieses gestrige Ergebnis bedeutet mir viel. Denn Stefan hat gezeigt: Wenn er konstant als Stammfahrer für ein MotoGP-Team fahren und an allen Rennen teilnehmen könnte, könnte er wieder sein bestes Feeling mit dem Bike finden und sich mit den besten Piloten der Welt messen.»

Nach dem Malaysia-GP, wo Bradl vom Teamkollegen Nakagami auf der 2017-Honda besiegt wurde, sagte Lucio Cecchinello mit nicht allzu ernstem Unterton: «Einmal verzeihe ich es. Ein zweites Mal darf es nicht passieren.»

Doch beim Valencia-GP traf Nakagami als Sechster ein, Bradl als Neunter. 
Cecchinello schmunzelt. «Ich kann nur wiederholen, am Sonntag haben extreme Verhältnisse geherrscht. Deshalb war ich froh, dass Stefan ins Ziel gekommen ist und Platz 9 erobert hat. Ein neunter Platz ist für uns ein neunter Platz. Es spielt keine Rolle, wie viele Gegner gestürzt sind.»

Valencia-Test, 20. November, 1. Tag

1. Viñales, Yamaha, 1:31,416 min
2. Márquez, Honda, 1:31,718
3. Rossi, Yamaha, 1:31,845

4. Dovizioso, Ducati, 1:31,846

5. Bradl, Honda, 1:32,015

6. Morbidelli, Yamaha, 1:32,085

7. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:32,095

8. Petrucci, Ducati, 1:32,100

9. Pol Espargaró, KTM, 1:32,179

10. Pirro, Ducati, 1:32,220 

11. Bagnaia, Ducati, 1:32,396
12. Rins, Suzuki, 1:32, 402

13. Nakagami, Honda, 1:32,539
14. Miller, Ducati, 1:32,555

15. Mir, Suzuki, 1.32,787
16. Rabat, Ducati, 1:32,834

17. Zarco, KTM, 1:32,835

18. Lorenzo, Honda, 1:32,959

19. Iannone, Aprilia, 1:33,291

20. Abraham, Ducati, 1:33,301

21. Smith, Aprilia, 1:33,709

22. Folger, Yamaha, 1:33,810
23. Quartararo, Yamaha, 1:33,850

23. Syahrin, KTM, 1:34,233

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