Andrea Dovizioso: «Wollten in erster Linie verstehen»

Von Jordi Gutiérrez
MotoGP
Andrea Dovizioso

Andrea Dovizioso

Ducati-Star Andrea Dovizioso hielt sich am letzten Jerez-Testtag bei der Zeitenjagd zurück. Der WM-Zweite aus Italien verriet hinterher, warum die Verbesserung der Ducati nicht im Vordergrund stand.

Für Andrea Dovizioso stand am letzten MotoGP-Testtag auf dem Circuito de Jerez nicht der Wunsch im Mittelgrund, sein Bike zu verbessern. In erster Linie ging es dem 32-jährigen Italiener und seinem Werksteam darum, etwas zu verstehen, um die Entwicklungsrichtung für das nächste Jahr zu bestimmen.

Der WM-Zweite der letzten beiden Jahre, der am Ende des Tages 44 Umläufe geschafft und dabei mit 1:38,292 min die achtschnellste Zeit des Tages aufgestellt hatte, blieb denn auch langsamer als am Vortag. Auf der kombinierten Zeitenliste belegte der 21-fache GP-Sieger mit seiner Vortages-Bestleistung von 1:38,185 min schliesslich den siebten Rang. Von der Test-Bestmarke von Takaaki Nakagami trennten ihn in dieser Wertung nur noch 0,240 sec. Sein Teamkollege Danilo Petrucci blieb am zweiten Testtag knapp eine Zehntel schneller. Auf der kombinierten Zeitenliste fiel sein Vorsprung auf seinen Stallgefährten noch deutlicher aus – dank der Vortages-Bestzeit, die «Petrux» am ersten Testtag aufgestellt hatte.

Doch die Zeiten interessierten Dovizioso herzlich wenig, wie er gleich nach dem Ende des zweiten Jerez-Testtages klarstellte. «Was unsere Rundenzeiten und unsere Möglichkeiten angeht, uns im Rennen zu verbessern, haben wir kaum Fortschritte erzielt. Aber darum ging es bei diesen Testfahrten auch gar nicht. Unser erstes Ziel war es, Erfahrungen und Erkenntnisse zu sammeln, damit wir bei der Entscheidung, wie es weitergehen soll, die richtigen Schlüsse ziehen können», betonte er. «Wir haben zwar wie in Valencia kleine Fortschritte erzielt. Aber die waren wie erwartet relativ gering.»

Und mit Blick auf die Teile, die alle Ducati-Fahrer im Testfeld ausprobieren konnten, fügte der diesjährige Valencia-Sieger an: «Zum Glück ist Ducati derzeit gut aufgestellt, alle Bikes waren auf der Piste und man konnte mit allen Fahrern viel lernen. Das ist nur einer der positiven Aspekte unserer aktuellen Situation. Ducati ist in der Lage und schlau genug, um zu verstehen, was die Werksfahrer ausprobieren und was die anderen Piloten testen. Als Werksteam haben wir einiges ausprobiert, das uns half, die Entwicklungsrichtung für die Zukunft zu bestimmen.»

Kombinierte Zeitenliste Jerez-Test, 28./29. November 2018:

1. Takaaki Nakagami (J), Honda, 1:37,945 min
2. Danilo Petrucci (I), Ducati, 1:37,968
3. Marc Márquez (E), Honda, 1:37,970
4. Maverick Viñales (E), Yamaha, 1:38,066
5. Jorge Lorenzo (E), Honda, 1:38,105
6. Franco Morbidelli (I), Yamaha, 1:38,118
7. Andrea Dovizioso (I), Ducati, 1:38,185
8. Jack Miller (AUS), Ducati, 1:38,207
9. Francesco Bagnaia (I), Ducati, 1:38,333
10. Alex Rins (E), Suzuki, 1:38,522
11. Valentino Rossi (I), Yamaha, 1:38,596
12. Fabio Quartararo (F), Yamaha, 1:38,761
13. Álvaro Bautista, (E), Ducati, 1:38,830
14. Tito Rabat (E), Ducati, 1:38,876
15. Joan Mir (E), Suzuki, 1:38,931
16. Andrea Iannone (I), Aprilia, 1:39,008
17. Pol Espargaró (E), KTM, 1:39,144
18. Karel Abraham (CZ), Ducati, 1:39,744
19. Johann Zarco (F), KTM, 1:39,864
20. Aleix Espargaró (E), Aprilia, 1:40,156
21. Bradley Smith (GB), Aprilia, 1:40,174
22. Sylvain Guintoli (F), Suzuki, 1:40,498
23. Hafizh Syahrin (MAL), KTM, 1:40,520
24. Miguel Oliveira (P), KTM, 1:40,577
25. Matteo Baiocco (I), Aprilia, 1:41,907

Zeiten MotoGP-Test Jerez, 29. November 2018:

1. Nakagami, Honda, 1:37,945 min
2. Márquez, Honda, +0,025 sec
3. Viñales, Yamaha, +0,121
4. Lorenzo, Honda, +0,160
5. Petrucci, Ducati, +0,164
6. Morbidelli, Yamaha, +0,173
7. Miller, Ducati, +0,262
8. Dovizioso, Ducati, +0,347
9. Bagnaia, Ducati, +0,388
10. Rins, Suzuki, +0,577
11. Rossi, Yamaha, +0,651
12. Quartararo, Yamaha, +0,816
13. Rabat, Ducati, +0,931
14. Mir, Suzuki, +0,986
15. Pol Espargaró, KTM, +1,199
16. Bautista, Ducati, +1,393
17. Abraham, Ducati, +1,799
18. Iannone, Aprilia, +1,881
19. Zarco, KTM, +1,919
20. Aleix Espargaró, Aprilia, +2,211
21. Smith, Aprilia, +2,380
22. Guintoli, Suzuki, +2,553
23. Syahrin, KTM, +2,575
24. Oliveira, KTM, +2,632
25. Baiocco, Aprilia, +3,962

Zeiten MotoGP-Test Jerez, 28. November 2018:

1. Petrucci, Ducati, 1:37,968 min
2. Dovizioso, Ducati, +0,217 sec
3. Nakagami, Honda, +0,380
4. Viñales, Yamaha, +0,408
5. Márquez, Honda, +0,549
6. Morbidelli, Yamaha, +0,691
7. Lorenzo, Honda, +0,781
8. Miller, Ducati, +0,848
9. Bautista, Ducati, +0,862
10. Mir, Suzuki, +0,988
11. Iannone, Aprilia, +1,040
12. Rabat, Ducati, +1,129
13. Rins, Suzuki, +1,182
14. Bagnaia, Ducati, +1,189
15. Quartararo, Yamaha, +1,446
16. Pol Espargaró, KTM, +1,584
17. Rossi, Yamaha, +1,596
18. Smith, Aprilia, +2,206
19. Zarco, KTM, +2,224
20. Abraham, Ducati, +2,470
21. Syahrin, KTM, +2,662
22. Guintoli, Suzuki, +2,775
23. Oliveira, KTM, +3,731
24. Baiocco, Aprilia, +4,798

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