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Schlaflose Weltmeister: Wie geht es für Pecco Bagnaia und Joan Mir weiter?
Auch ein, oder zwei, WM-Titel in der MotoGP bedeuten aktuell keine Jobgarantie als offizieller Werksfahrer. Die Champions Pecco Bagnaia (Ducati) und Joan Mir (Honda) sind aktuell nur zweite Wahl.
MotoGP
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Bereits mit dem Startschuss zum großen MotoGP-Test in Sepang war auch der Transfermarkt steil gegangen. Zunächst ging es dabei um zwei Champions der Königsklasse, die bereits jetzt eine Entscheidung für die Jahre ab 2027 gefällt haben. Fabio Quartararo, so die feste Ansage des spanischen Kollegen Oriol Puigdemont, hat sich bereits mit Honda auf eine Position im Werksteam geeinigt. Nachdem die Zündschnur brannte, war sofort Jorge Martin als Nachfolger Quartararos im Yamaha-Camp ausgerufen.
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Der Name Pecco Bagnaia tauchte dagegen eher in einem anderen Zusammenhang auf. Denn vieles deutet darauf hin, dass der Doppelweltmeister der Jahre 2022 und 2023 Platz machen muss für Spaniens MotoGP-Kanone Pedro Acosta. Während die Unterschrift von Marc Marquez bei Ducati Corse nur noch von Details abhängt, ist der Italiener derzeit im besten Fall zweite Wahl bei Ducati Lenovo.
Bagnaia ist lange genug im Geschäft – der in Pesaro lebende Racer startet bereits in seine sechste Saison als Ducati-Werksfahrer – und kennt alle Regeln des Fahrerlagers. Dazu zählt auch die Tatsache, dass man immer nur an seinem aktuellen Status gemessen werden kann. Und hier hat der WM-Fünfte des Jahres 2025 nicht die besten Karten. Das Aufblitzen des Champions beim Japan-GP mit einem Doppelsieg allein reichte nicht aus, um eine frühzeitige Vertragsverlängerung bei Ducati Corse zu erreichen. Die oft bemühte Aussage Bagnaias «Ich will Ducati – und Ducati will mich», die gilt in dieser Form nicht mehr.
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Nur das letzte Rennen zählt Der Italiener ist sich der Lage bewusst und sagte zuletzt: «Es ist, wie es ist, wir leben in einer Welt, die permanent superschnell ist. Man schnell selbst schnell sein, immer. Jorge Lorenzo hat etwas Richtiges gesagt, nämlich dass man immer für die letzten Rennen, die man fährt, in Erinnerung bleibt.»
Nicht nur das, Bagnaia befürwortet die Dynamik des Transfermarkts: »Aber so ist es nun einmal, und ehrlich gesagt halte ich das für richtig.»
Pecco Bagnaia mit Blick auf die Zeit nach 2026: «Wir sind noch im Gespräch, aber es ist klar, dass eine Saison wie die letzte dich in eine schlechte Verhandlungsposition bringen kann. Dennoch habe ich viele Möglichkeiten, und wir müssen uns nur entscheiden.« Welche Möglichkeiten genau, dazu schweigt sich Bagnaia verständlicherweise aus. Auch deshalb, weil Ducati Corse solange eine Option ist – bis Acosta noch nicht endgültig für Rot unterschrieben hat. Unentspannter wirkte zuletzt auch der Weltmeister des Jahres 2020, Joan Mir. Nicht nur, weil der Glanz des Titels (mit Suzuki) verblasst ist, auch weil die letzten Jahre bei Honda schwer am Mallorquiner gezehrt haben. Trotz einer Trendwende 2025, deren Höhepunkt dritte Plätze mit der RC213V in Motegi und Sepang waren, haben WM-Rang 15 und dutzende Stürze den Champion außer der ersten Garde entfernt. Die Konsequenz wenige Wochen vor dem Saisonstart: schlaflose Nächte mit Blick auf 2027.
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«Die Wahrheit ist, dass jedes Mal, wenn man noch früher über die neuen Verträge spricht, es keine Grenzen gibt. Jetzt sieht es so aus, als hätte jemand die Verhandlungen im letzten November gestartet. In meinem Fall bedeutet das, dass niemand schlafen kann, weil man nicht ohne Motorrad dastehen will.»
Angst vor der falschen Entscheidung Mir weiter: «Aber ich möchte auch erst einmal die Lage beobachten, bevor ich eine Entscheidung treffe. Wenn man nicht abwartet und diesen Prozess etwas übertreibt, trifft man vielleicht eine Entscheidung, die nicht die richtige ist. Aber man muss sie treffen, weil alle anderen sie frühzeitig treffen. Wir werden versuchen, unsere Karten auszuspielen. Ich weiß noch nicht, was ich tun möchte. Das ist im Moment meine Entscheidung.» Eine Karte spielte mir, der mit 28 Jahren in Sachen Alter im Mittelfeld der Königsklasse liegt, zuletzt auf der Strecke in Sepang aus. Lange tauchte die Entwicklungs-Honda mit der Nummer 36 an der Spitze auf. Erst als es über die längeren Distanzen ging, fielen die Honda-Piloten wieder zurück. Doch Mirs ungebremster Eifer, die RC213V nach vorne zu bringen, hat seine Ausgangslage noch einmal für HRC (und an der Seite von Fabio Quartararo) verbessert, um an den Start zu gehen. Ob ich schon wieder einen gesunden Werksfahrer-Schlaf genießen kann, wird sich erst entscheiden, wenn die erste Garde der MotoGP für 2027 unterschrieben hat.
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