Franco Morbidelli (Yamaha): Kann er Rossi schlagen?

Von Nora Lantschner
MotoGP
Franco Morbidelli auf der Petronas-Yamaha

Franco Morbidelli auf der Petronas-Yamaha

Petronas-Yamaha-Pilot Franco Morbidelli landete bei den ersten Testfahrten für die MotoGP-Saison 2019 vor dem neunfachen Weltmeister Valentino Rossi. Kann er sich für das Werksteam empfehlen?

Franco Morbidelli fühlte sich auf der Petronas-Yamaha von Anfang an wohl. «Das Motorrad verlangt nach einem smoothen Fahrstil – und mein Stil ist schon geschmeidig», berichtete er nach den ersten Testfahrten auf der M1. «Es fühlt sich natürlich an und ich glaube, dass es weiterhin so kommen wird. Ich werde einfach das machen, was mir das Motorrad sagt. Es ist körperlich nicht weniger fordernd als mein vorheriges Motorrad, aber alles passiert einfach viel flüssiger», ergänzte er.

Bei den Testfahrten vor der Winterpause in Valencia und Jerez machte der beste MotoGP-Rookie des Jahres 2018 einen starken Eindruck und erzielte jeweils die sechstschnellste Rundenzeit. «Mich in den Top-Positionen zu sehen ist schön, aber es ist nicht so aussagekräftig, weil es nur Testfahrten sind. Wir müssen unsere Stärken und Schwächen immer noch herausfinden. Wir müssen pushen und das Paket mehr ausquetschen, um diese zu finden», betonte er im Interview mit dem Magazin «MCN». Die Ausgangslage für das neue Petronas Yamaha Sepang Racing Team sei aber gut.

Nicht zuletzt aufgrund der schnellen Rundenzeiten in den Tests drängt sich die Frage auf, ob es der Fahrer aus der VR46-Riders-Academy 2019 mit seinem Lehrer und guten Freund Valentino Rossi aufnehmen kann. Hätte dies Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen den beiden Italienern?

«Es wird sich nichts verändern», winkte Morbidelli ab. «Wir sind außerhalb der Strecke Freunde – er ist eigentlich mehr als nur ein Freund. Aber wenn wir Rennen fahren, fahren wir Rennen und wenn wir auf der Strecke sind, versuchen wir, unseren Job bestmöglich zu erledigen. Wir können danach aber immer noch Freunde sein. Wir verbringen viel Zeit miteinander, weil ich mit ihm trainiere, seit ich 12 oder 13 Jahre alt bin – noch bevor es eine VR46 Academy gab. Das macht eine Freundschaft aus», sagte der 24-Jährige über seinen bald 40-jährigen Yamaha-Kollegen.

«Wir haben schon viel über die Stärken und Schwächen des Motorrads gesprochen und all das, was bei Yamaha gerade passiert, aber wir sind nicht zu sehr ins Detail gegangen. Ich glaube, er hat andere Dinge vor – um die Weltmeisterschaft zu kämpfen und jedes Wochenende Rennen zu gewinnen. Vielleicht kann ich ab und zu mit ihm kämpfen, das wäre großartig für mich», gab sich der Moto2-Weltmeister von 2017 zurückhaltend.

Rossis Vertrag im Yamaha-Werksteam läuft bis Ende 2020 – Morbidelli hat die Chance, sich im Satelliten-Team für einen Factory-Platz zu empfehlen: «Ich versuche der beste Fahrer zu sein, der ich sein kann – jedes Mal, wenn ich auf dem Motorrad sitze. Wenn ich am Ende dieser zwei Jahre ein Werksmotorrad verdiene, werden wir sehen, was passiert. Aber es hängt von meiner Performance ab, ob ich eines verdiene», kommentierte er.

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