Stefan Bradl: «Das Gefühl ist anders als sonst»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl in der Repsol-Uniform

Stefan Bradl in der Repsol-Uniform

«Beim Heim-GP auf der Werks-Honda zu fahren, in Repsol-Farben, als Ersatz für Jorge Lorenzo und vor dem heimischen Publikum, ist etwas Besonderes», sagt Stefan Bradl.

Stefan Bradl hat beim GP von Deutschland auf dem Sachsenring in seiner ersten MotoGP-Saison 2012 einen fünften und 2013 einen vierten Platz erobert, seither ist er hier punktelos geblieben (Platz 16 in den Jahren 2016 und 2018), 2015 war der Bayer verletzt, 2016 fiel er nach dem Crash im Warm-up fürs Rennen aus (Gehirnerschütterung).

«Natürlich unterscheidet sich diese Teilnahme hier ein Unterschied zu meinem Wildcard-Rennen im Team HRC», erklärte der Moto2-Weltmeister von 2011. «Denn ich fahre hier im Repsol-Werksteam. Es gibt jetzt Pressekonferenzen, alles wirkt ein bisschen professioneller. Das Gefühl ist anders. Dazu kommt, das ich Jorge ersetze. Klar, am Ende des Tages ändert sich an meiner Aufgabe nichts. Das Team ist etwas umfangreicher, viele Leute sind aufgeregt. Aber ich denke, wenn ich auf dem Motorrad sitze, wird sich alles ähnlich anfühlen.»

Stefan Bradl (29) fährt die beiden Motorräder von Jorge Lorenzo, denn als Ersatzfahrer gelten für ihn auch die Motor-Spezifikationen des Spaniers, der wie jeder Werksfahrer von Honda, Ducati, Yamaha und Suzuki sieben Motoren pro Saison zur Verfügung hat. «Ich weiß noch niocht genau, welche Komponenten bei mir zum Einsatz kommen. Wir werden sicher  ein paar Teile probieren. Alle Honda-Fahrer, die weiterentwickeln wollen, müssen am Rennwochenende testen. Es wird nichts Weltbewegendes zu testen geben, aber ein paar teile werden sicher vorhanden sein. Ich werden mich bemühen, den Heim-GP wie ein normales Rennen zu betrachten. Wir werden wie üblich vorgehen, im FP1 Reifen testen, ein gutes Setting für das Rennen suchen. Außerdem werden wir uns bemühen, in den Top-Ten zu bleiben, vielleicht schaffen wir den Einzug ins Q2. Das wird sicher ein Ziel sein.»

«Es war natürlich etwas Besonderes, als ich hier erstmals die Repsol-Teamuniform und das Leder angezogen habe», schilderte Bradl, der seinen 50. Top-Ten-Platz in der MotoGP anpeilt. «Es ist eine großartige Gelegenheit, in Repsol-Farben fahren zu dürfen. Denn die Erfolgsgeschichte dieses Rennstalls ist eindrucksvoll. Es ist wichtig, bestmöglich vorbereitet zu sein, auch wenn es nur um die Lederkombi geht. Ich fahre zum ersten Mal bei einem Grand Prix in diesen Farben. Noch dazu vor dem heimischen Publikum, auch wenn ich nur Ersatzfahrer bin. Aber wichtig ist, dass ich fokussiert bleibe, eine gute Performance zeige und HRC helfe. ich bin alt genug und weiß, wie man die Ruhe bewahrt und auf was man sich zu konzentrieren hat.»

Honda-Testfahrer Bradl weiß, dass er sich mit einer tadellosen Vorstellung für einen Stammplatz empfehlen kann – für Superbike- oder MotoGP-WM. «Ja, der Druck ist da, aber damit kann ich umgehen. Für die Zukiunft haben ich keinen Plan, ich fahre im Juli noch für HRC den Acht-Stunden-WM-Lauf in Suzuka. Im August die September wird sich zeigen, welche Möglichkeiten sich für 2020 ergeben. Die Aufgabe des Honda-Testers wird auch in Zukunft reizvoll sein, denn ich fahre sehr gern mit diesem Motorrad. Jetzt warten wir zuerst ab, was ich am Sonntag erreichen kann. Ich bin nicht im Racing-Mode wie die anderen Fahrer, die jedes zweite Wochenende ein Rennen gefahren sind, acht insgesamt, ich erst eines in diesem Jahr. Mein Speed ist okay, ich kann auch konstants ein, aber ich bin nicht mehr an Zweikämpfe gewöhnt, das wird die größte Herausforderung für mich. Aber ich habe das in der Vergangenheit geschafft. Warum sollte es mir jetzt nicht mehr gelingen?»

WM-Stand nach 8 von 19 Rennen:

1. Márquez 160. 2. Dovizioso 116. 3. Petrucci 108. 4. Rins 101. 5. Rossi 72. 6. Quartararo 67. 7. Viñales 65. 8. Miller 60. 9. Pol Espargaró 52. 10. Crutchlow 50. 11. Nakagami 48. 12. Morbidelli 45. 13. Aleix Espargaró 31. 14. Mir 30. 15. Lorenzo 19. 16. Iannone 18. 17. Zarco 16. 18. Oliveira 15.

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