Valentino Rossi (7.): Für Slicks fehlte ihm der Mut
Yamaha-Star Valentino Rossi konnte sich im Brünn-Qualifying auf feuchter Fahrbahn nicht überwinden, mit Slicks loszufahren. Márquez und Miller waren tapferer.
Seit 26. Januar laufen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya die Formel-1-Wintertests. Fans auf den Tribünen? Pustekuchen. Medien entlang der Bahn? Unerwünscht. Die Formel 1 spielt Verstecken. Wieso?
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Valentino Rossi (40) getraute sich im feuchten Qualifying 2 auch im zweiten Run nicht, mit Slicks auf die teilweise trockene Piste zu preschen. Marc Márquez und Jack Miller waren mutiger und sicherten sich bravourös die ersten zwei Plätze. "Das waren heute sehr, sehr trickreiche Bedingungen, besonders im Qualifying", seufzte der Yamaha-Werksfahrer. "Man musste immer überlegen, ob man die Regenreifen oder die Slicks nehmen sollte. Normal leiden wir mit der M1 bei diesen Verhältnissen sehr stark. Dass wir vom Platz 7 wegfahren, ist nicht so übel, wenn wir bedenken, wie mühsam die Verhältnisse waren. Ich habe mir Hoffnungen auf die zweite Startreihe gemacht. Aber leider hat es nur für die dritte Reihe gereicht. Das ist nicht fantastisch, aber besser als bei den letzten Grand Prix. Wir sind nicht so weit von den Spitzenfahrern entfernt. Und die Wettervorhersage für Sonntag ist gut, es wird trocken und sonnig sein. Ich hoffe, wir können schon in der Früh ein trockenes Warm-up fahren. Denn wie alle Kollegen haben wir noch viel Arbeit beim Setting und bei der Reifenwahl."
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Rossi: "Bei den Reifen ist alles offen. Besonders bei den Hinterreifen machen sich alle Sorgen, denn nach einigen Runden beginnt er stark zu rutschen. Wir werden sehen… Wir haben zum Glück am Freitag alle drei Mischungen probiert. Wir waren zuversichtlich, was den harten Hinterreifen betrifft, denn er war letztes Jahr bei der Mehrheit der Fahrer die richtige Wahl im Rennen. Aber aus irgendeinem Grund funktioniert der Hinterreifen in diesem Jahr hier nicht, vielleicht ist der Belag zu kühl. Und der harte Reifen wäre eine sichere Bank, was die 21 Runden im Rennen betrifft. Aber den harten Reifen müssen wir abhaken, also bleiben der Medium und der Soft. Aber der Medium beginnt auch nach wenigen Runden stark zu rutschen. Deshalb kann der Soift eine Option sein. Die Wahl ist nicht einfach, deshalb müssen wir im Warm-up am besten mit ihm neun oder zehn Runden am Stück fahren. Dann wissen wir mehr. Wenn es bereits um 9.40 Uhr warm und trocken ist…" Rossi hat die letzten famose Q2-Runde von Marc Márquez nicht gesehen. "Aber ich war hinter Jack Miller, der ebenfalls Slicks montiert hatte. Er ist sehr gut damit gefahren, er blieb auf den trockenen Stellen und war auf den feuchten Stellen sehr mutig. Aber am Ende kam in der letzten Schikane wieder der regen, deshalb ist er gestürzt. Da war Márquez schon im Ziel… Jack hätte eine gute Runde gelingen können, aber an Márquez wäre er nicht herangekommen."
Rossi wollte keine Slicks riskieren? "Man musste im Q2 damit sehr tapfer sein… Aber unsere M1 funktioniert bei diesen gemischten Verhältnissen nicht fantastisch. Es ist schwer, mit der Yamaha das Limit zu erspüren, wenn es nicht ganz trocken ist. Ich habe vor dem ersten Run im Q2 überlegt, ob ich mit Slicks fahren soll. Aber leider war es zu nass. Als ich zum Stopp reinkam, waren die Slicks bereit. Aber für mich war es zu spät. Ich hätte nur zwei Rundrn drehen können mit den brandneuen Slicks. Deshalb nahm ich hinten einen neuen Regenreifen. Für mich war es die richtige Entscheidung, denn ich habe mich im zweiten Run von Platz 11 auf Platz 7 verbessert. Und am Sonntag rechnen wir sowieso mit klaren Verhältnissen…"
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1. Marc Marquez, Honda, 2:02,753 min 2. Jack Miller, Ducati, +2,524 3. Johann Zarco, KTM, +2,598 4. Andrea Dovizioso, Ducati, +2,837 5. Pol Espargaro, KTM, +2,957 6. Alex Rins, Suzuki, +3,419 7. Valentino Rossi, Yamaha, +3,480 8. Danilo Petrucci, Ducati, +3,704 9. Maverick Vinales, Yamaha, +3,873 10. Fabio Quartararo, Yamaha, +3,895 11. Cal Crutchlow, Honda, +4,370 12. Franco Morbidelli, Yamaha, +6,651 Weitere Startaufstellung nach Q1: 13. Takaaki Nakagami, Honda 14. Pecco Bagnaia, Ducati 15. Sylvain Guintoli, Suzuki 16. Miguel Oliveira, KTM 17. Stefan Bradl, Honda 18. Aleix Espargaro, Aprilia 19. Joan Mir, Suzuki 20. Karel Abraham, Ducati 21. Hafizh Syahrin, KTM 22. Tito Rabat, Ducati 23. Andrea Iannone, Aprilia
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