Sportchef Pavesio zur Yamaha-Fehlersuche: «Es war eine 24-Stunden-Reise»
Immerhin vier Yamaha-Fahrer haben am dritten und letzten Testtag wieder Fahrt aufgenommen. Paolo Pavesio informierte über die Aufklärungsarbeit rund um den noch jungen V4-Prototyp.
Im Lager von Yamaha Racing haben sich die Wogen zum Teil geglättet. Doch das Geschehene lässt sich auslöschen. Das gilt sowohl für das Verletzungspech von Fabio Quartararo als auch für den überraschenden Stillstand der Prototyp-Yamaha am zweiten Tag des offiziellen Sepang-Tests. SPEEDWEEK.com hatte berichtet – aus Sicherheitsgründen hatte man sich entschlossen, die auf immer noch fünf Fahrer starke Yamaha-Testeinheit in eine Zwangspause zu schicken.
Nach zwischenzeitlich großer Unruhe – selbst der Saisonstart mit dem aktuellen V4-Projekt schien gestern in Gefahr – konnte man bei Yamaha ein Stück weiter zum Tagesprogramm übergehen. Alex Rins war einer der ersten Piloten, die am dritten Tag wieder auf die Strecke gingen, um die fehlenden Elemente der Malaysia-Erprobung abzuarbeiten. Wenig später folgten alle weiteren Yamaha-Tester.
Als die V4-M1 wieder kreiste, erklärte Paolo Pavesio die Freigabe zur Wiederaufnahme des Testbetriebs: «Es war wichtig, wieder anzufangen, aber es war vor allem wichtig, komplett sicher zu sein, wenn wir wieder auf der Strecke starten. Es galt, alle Zweifel auszuräumen, bevor wir wieder loslegten. Dass es jetzt weitergeht, ist sehr wichtig, denn es gibt noch viel zu tun.»
Pavesio wies auch darauf hin: «Wir entwickeln hier reine Prototypen, daher ist nichts immer garantiert. Es handelt sich nicht um eine Produktionsmaschine.» Entscheidend ist, so der Italiener, dass es nach dem intensiven Austausch mit allen Instanzen ein klares Bild gibt.
Der Italiener abschließend: «Sagen wir so, es war ein Problem, das wir durch unsere Arbeit identifizieren konnten. Das ist manchmal das Interessante an der Arbeit in Japan und Italien: Man kann die Nacht in Japan nutzen, um in Italien zu arbeiten, und die Nacht in Italien, um in Japan und in Sepang zu arbeiten. Es war eine 24-Stunden-Reise, aber es ist wichtig, den Test auf der Strecke abzuschließen.»
Auf der Zielgeraden des für Yamaha immerhin sechstägigen Testevents in Malaysia kreisen die Piloten mit der M1 bislang ohne weitere Probleme. In Sachen Rundenzeiten ist auch dank des Fehlens von Ass Quartararo nichts von den blauen Rennern zu sehen. Bester Vertreter ist Alex Rins. Dem Katalanen fehlen auf Rang 12 1,178 sec zur Bestzeit von Gresini-Pilot Alex Marquez.
Jack Miller taucht auf Rang 17 auf, am Ende des Feldes: MotoGP-Tester Augusto Fernandez und Neueinsteiger Toprak Razgatlioglu.
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Alex Marquez (E)
Ducati
1:56,402 min
2.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
+0,383 sec
3.
Marc Marquez (E)
Ducati
+0,387
4.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,527
5.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+0,624
6.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+0,728
7.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+0,843
8.
Pedro Acosta (E)
KTM
+0,851
9.
Joan Mir (E)
Honda
+0,866
10.
Enea Bastianini (I)
KTM
+0,888
11.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+1,138
12.
Alex Rins (E)
Yamaha
+1,178
13.
Maverick Vinales (E)
KTM
+1,197
14.
Johann Zarco (F)
Honda
+1,199
15.
Brad Binder (ZA)
KTM
+1,456
16.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
+1,764
17.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+2,388
18.
Lorenzo Savadori (I)
Aprilia
+2,500
19.
Luca Marini (I)
Honda
+2,771
20.
Augusto Fernandez (E)
Yamaha
+2,876
21.
Toprak Razgatlioglu
Yamaha
+2,912
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