Johann Zarco (LCR Honda) strauchelt: «Irgendetwas passt einfach noch nicht»
MotoGP-Routinier Johann Zarco (Honda) hat bislang beim Sepang-Test noch nicht die richtige Balance gefunden bei seiner RC213V. Am Nachmittag hatte er einen Moment der Erleuchtung – dann kam der Regen.
Während die Honda-Werksfahrer Luca Marini und Joan Mir an den ersten beiden Tagen des Sepang-Tests konstant schnelle Zeiten fuhren und sich auf der RC213V wohlzufühlen scheinen, hat LCR-Pilot Johann Zarco noch seine Schwierigkeiten. Tag 1 beendete der Franzose auf Rang 11, am Mittwoch landete er mit knapp 1,5 Sekunden Rückstand auf Mir auf dem 14. Platz.
In der anschließenden Medienrunde brachte Zarco auf den Punkt, wo er noch seine Probleme hat. «Ich habe heute gelernt, dass der Bereich für die richtige Balance sehr eng ist. Bislang haben wir diese nicht gefunden, aber sobald wir sie haben, wird die Arbeit einfacher und es macht dann auch mehr Spaß, das Bike zu fahren», ist er sich sicher. «Wir mussten heute viele Dinge ausprobieren, um herauszufinden, ob ich ein gutes Gefühl aufbauen kann oder nicht. Dann kam der Regen, was unglücklich war.»
Der 35-Jährige hat somit am dritten Testtag mit seiner LCR-Crew noch einiges an Arbeit vor sich. «Morgen wird ein anstrengender Tag. Wir müssen kämpfen, um die Rundenzeit zu verbessern. Ich versuche, an die Spitze zu kommen», blickte Zarco voraus. «Ich muss zudem mehr Konstanz finden, denn seit gestern konnte ich mit den gebrauchten Reifen nicht konstant fahren. Bevor heute der Regen kam, habe ich mich in diesem Bereich jedoch verbessert. Wir werden sehen, wie es mir morgen bei einem Longrun ergeht.»
Nicht so positiv wie Marini und Mir
Die Honda-Kollegen Marini und Mir sind mit den erzielten Fortschritten und ihrem Paket schon recht zufrieden. Befindet sich diesbezüglich Zarco auf dem richtigen Weg? «Ich bin nicht auf demselben Weg wie sie, weil ich momentan für mich noch nicht die richtige Balance gefunden habe», grübelte der Routinier. «Die Performance des Bikes wurde stark verbessert. Auch ich bin schnell, ich fühle mich aber nicht komfortabel. Bei ihnen (Marini und Mir) kann ich sehen, dass sie sich wohlfühlen. Sie sind in allen Runs konkurrenzfähig. Solange ich nicht das Gefühl habe, das ich brauche, kann ich nicht so positiv sein wie sie.»
«Es war aber gut, den heutigen Tag mit einem Lächeln abzuschließen. Ich hatte einen Moment, in dem ich mir dachte: ‘Oh ja, wir sind zurück in der Normalität’», führte Zarco weiter aus. «Es scheint, dass beim Motorrad alles sehr gut funktioniert, aber ich habe heute vor meinen Jungs oft wiederholt, dass irgendetwas nicht passt. Gestern mussten wir akzeptieren, dass wir andere Dinge zu tun hatten, als mir das richtige Gefühl zu geben. Heute haben wir versucht, es zu finden – am Nachmittag kamen wir diesem etwas näher.»
Probleme beim Anbremsen
Vor allem beim Anbremsen fehle ihm noch das richtige Gefühl, erklärte Johann Zarco am Ende der Medienrunde. Am Donnerstag wird er mit seiner LCR-Honda-Truppe weiter daran arbeiten. Die nächste Gelegenheit bietet sich ihm dann in zweieinhalb Wochen beim Buriram-Test.
Ergebnisse MotoGP Sepang-Test, Tag 2:
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Joan Mir (E)
Honda
1:56,874 min
2.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+0,109 sec
3.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
+0,175
4.
Pedro Acosta (E)
KTM
+0,242
5.
Maverick Vinales (E)
KTM
+0,252
6.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+0,267
7.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+0,400
8.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,428
9.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,502
10.
Enea Bastianini (I)
KTM
+0,676
11.
Luca Marini (I)
Honda
+0,691
12.
Alex Marquez (E)
Ducati
+0,790
13.
Brad Binder (ZA)
KTM
+0,879
14.
Johann Zarco (F)
Honda
+1,472
15.
Marc Marquez (E)
Ducati
+1,512
16.
Lorenzo Savadori (I)
Aprilia
+1,692
17.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+1,697
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