Offiziell: Pramac 2020 mit Werks-Ducati & Jack Miller

Von Ivo Schützbach
Jack Miller bleibt bei Pramac Ducati

Jack Miller bleibt bei Pramac Ducati

Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich Ducati und Pramac Racing auf die Leasinggebühren für die Bikes für die MotoGP-WM 2020 geeinigt. Jack Miller ließ KTM abblitzen und verlängerte seinen Vertrag.

Sonntagmorgen gab es auf dem Red Bull Ring in Spielberg eine Krisensitzung zwischen Ducatis Sport-Direktor Paolo Ciabatti, Jack Millers Manager Aki Ajo und dem Pramac-Team.

Miller hatte ein Angebot von KTM vorliegen, dort 2020 Johann Zarco zu ersetzen, der in Spielberg um Vertragsauflösung bat und diese auch bekam.

Im Lauf des Sonntags sagte Miller KTM ab und einigte sich mit Ducati auf die Vertragsverlängerung bis Ende 2020. Der Australier wird wie bislang im Pramac-Team starten und dort nächstes Jahr eine GP20 pilotieren, wie die Werksfahrer Andrea Dovizioso und Danilo Petrucci. Teamkollege bleibt Francesco Bagnaia.

«Bei Pramac fühlte ich mich von Anfang an wohl, sie haben eine enge Verbindung zu Ducati», unterstrich Miller. «Ich werde erneut eine Werksmaschine zur Verfügung haben und mein Bestes geben, um großartige Ergebnisse zu erreichen.»

Nach elf von 19 Rennen in der Saison 2019 liegt Miller auf dem achten Gesamtrang, in Austin und Brünn schaffte er es als Dritter aufs Podest.

«Unser Hauptziel ist, junge Fahrer so weit heranzuziehen, dass sie eines Tages für das Werksteam fahren können», hielt Francesco Guidotti fest, Teammanager von Pramac Racing. «Jack beweist, dass er sehr großes Talent hat, seine Platzierung in der Weltmeisterschaft beweist das. Wir sind stolz, ihn auch nächstes Jahr im Team zu haben.»

Wochenlang verhandelte Ducatis Sport-Direktor Paolo Ciabatti mit Pramac Racing über die Leasinggebühren für die Motorräder, erstmals bekommt Pramac 2020 aktuelle Maschinen für beide Fahrer.

«Wir sind froh, dass wir zu einer Einigung mit Pramac kamen», sagte der Italiener. «Zum ersten Mal wird Ducati vier identische Motorräder in der MotoGP-WM haben – zwei im Werksteam und zwei bei Pramac mit Miller und Bagnaia. Das wird uns dabei helfen, mehr Daten zu sammeln und diese auch zu teilen, um den Entwicklungsprozess zu verbessern. Unser Ziel ist, bessere Resultate zu erreichen und gleichzeitig den Wettbewerb unter unseren Fahrern anzufachen. Wir sind sehr glücklich, dass Jack mit uns weitermacht, seit er 2018 zu uns stieß, zeigte er stete Fortschritte.»

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