Alvaro Bautista: Superbike-WM jetzt attraktiver für MotoGP-Piloten
Alvaro Bautista erklärt, wie er den Sprung von der MotoGP in die Superbike-WM einfacher machte und warum die Serie heute attraktiver für Topfahrer ist.
Ex-Grand-Prix-Pilot Alvaro Bautista hat die Superbike-WM in den vergangenen Jahren entscheidend geprägt und seiner Meinung nach dafür gesorgt, dass sie für MotoGP-Piloten heute deutlich attraktiver ist. Der Wechsel in die seriennahe Meisterschaft wurde laut Bautista immer als ein Rückschritt angesehen. Doch das ist nicht mehr so, denn laut dem mittlerweile 41-jährigen Spanier ist die Superbike-WM mittlerweile eine interessante Alternative zur MotoGP.
«Es ist toll, dass die Superbike-WM jetzt mehr Fahrer anzieht», bemerkte Bautista im Gespräch mit Sport.es. Bautistas MotoGP-Karriere ging 2018 zu Ende. Ducati bot ihm damals die Chance, in die Superbike-WM aufzusteigen und als Werkspilot das neue V4-Superbike zu pilotieren. Begeistert war er damals aber nicht von diesem Angebot: «Damals bot sich die Chance für mich und ich sagte damals: 'Ich möchte nicht in die Superbike-WM gehen, das motiviert mich nicht.'»
«Doch in dem Jahr öffnete ich die Tür für alle anderen, sowohl für andere Fahrer als auch für die Öffentlichkeit. Schritt für Schritt wuchs alles und das Niveau der Meisterschaft steigerte sich im Vergleich zu 2019 deutlich. Jetzt sind alle Fahrer deutlich professioneller und für diese Veränderung fühle ich mich verantwortlich», erklärte Bautista selbstbewusst.
Der Spanier betonte, dass die Superbike-WM inzwischen mehr als ein Plan B zur MotoGP ist: «In diesem Jahr, 2026, kommen MotoGP-Piloten wie Chantra, Oliveira und Dixon. Die Meisterschaft ist zu einer echten Alternative zur MotoGP geworden. Die Meisterschaft wächst und ihr Ansehen verbessert sich.»
«Hoffentlich können wir mit den neuen Fahrern und dem weiter steigenden Wettbewerbs-Niveau weiterhin gute Kämpfe und eine ordentliche Show bieten, um weitere Türen zu öffnen und mehr Fans zu begeistern, vor allem hier in Spanien, wo es weiterhin etwas schwierig ist», so Bautista.
In seiner Heimat wird die Superbike-WM nach wie vor als zweite Liga angesehen. Während die MotoGP viele Fans anzieht, sind die Tribünen bei den spanischen Superbike-Läufen oft nur sehr schwach besetzt. Das Ansehen der seriennahen Meisterschaft könnte sich aber in diesem Jahr deutlich verbessern.
Mit dem Wechsel von Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu bietet sich 2026 eine seltene Chance: Razgatlioglu kann in der MotoGP zeigen, wie hoch das Niveau in der Superbike-WM tatsächlich ist. Mit Vizeweltmeister Nicolo Bulega steht ein weiterer potenzieller MotoGP-Pilot in den Startlöchern.
Bulega absolvierte bereits Einsätze als Ersatzpilot und wird Ducati in diesem Jahr als Testpilot unterstützen. Besonders beeindruckend war seine Vorstellung beim Nachsaisontest in Valencia, bei dem er als Achter nur 0,288 Sekunden auf die Bestzeit verlor.
Bautistas voraussichtlich letzter Auftritt in der MotoGP verlief weniger erfreulich. Als frisch gebackener Weltmeister der Superbike-WM 2023 erhielt Bautista vor gut zwei Jahren die Chance, beim Malaysia-Grand-Prix in Sepang eine Ducati Desmosedici zu pilotieren. Ein Sturz beim Nachsaisontest in Jerez hatte allerdings zur Folge, dass Bautista angeschlagen antrat. Er verpasste die Punkteränge als 17. und Vorletzter deutlich. Auf den Sieger verlor Bautista damals mehr als 53 Sekunden.
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