Jorge Lorenzo: «Echte Fortschritte erst im Oktober»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Das ist ein ungewohntes Bild: Jorge Lorenzo wehrt sich gegen Tito Rabat

Das ist ein ungewohntes Bild: Jorge Lorenzo wehrt sich gegen Tito Rabat

Jorge Lorenzo (Repsol Honda) kam zwar in Misano besser zurecht als in Silverstone, aber Rang 14 im MotoGP-Rennen hinter Tito Rabat entsprach natürlich nicht den Erwartungen.

Jorge Lorenzo (32) hatte sich zum Ziel gesetzt, im 27-Runden-Rennen beim San-Marino-GP auf dem Misano World Circuit nicht mehr als 30 Sekunden zu verlieren. Aber nach einer diskreten Vorstellung verlor er 47,2 Sekunden und traf er nur an 14. Stelle ein, besiegt von Zarco, Rabat und Aleix Espargaró.

Die zwei Brustwirbelbrüche von Assen haben beim Repsol-Honda-Werksfahrer tiefe Spuren hinterlassen. Und er ärgerte sich natürlich, als ihm sein nicht gerade zimperlicher Teamchef Alberto Puig vorwarf, er habe in England nicht viel riskiert.

«Positiv ist, dass ich mich im Training meist nur noch 1 bis 2 Sekunden hinter der Bestzeit war, in Silverstone haben oft mehr als 3,5 Sekunden auf die Bestzeit gefehlt», hielt Jorge Lorenzo fest. «In Silverstone habe ich mit geringeren Abständen gerechnet, aber meine Erwartungen haben sich dort nicht erfüllt. Hier in Misano habe ich. damit gerechnet, im Rennen 30 bis 40 Sekunden zu verlieren, es waren dann 47 Sekunden, also immerhin weniger als in England. Ich hoffe, dass wir in Aragón weiter Fortschritte machen. Körperlich habe ich mich hier besser gefühlt als in Silverstone. Deshalb bin ich auch näher an die Mitte des Feldes herangerückt. Das ist ein positives Zeichen. Bis Aragón werden wir keine Reisenfortschritte sehen. Aber ich erwarte, dass wir im Oktober bei den Rennen in Asien, in Thailand und Japan, stärker sein werden.»

Lorenzo klagte in England über den Verlust von 4 kg Muskelmasse und über Schmerzen. Fühlte er sich jetzt kräftiger? «Die Schmerzen waren deutlich weniger. Nach dem Rennen in England hatte ich arge Schmerzen, sogar das Gehen verursachte mir Beschwerden. Jetzt sind die Schmerzen zu ertragen. Ich konnte deshalb auf dem Bike mehr pushen. Aber nach dem Moto2-Rennen hatten wir sehr wenig Grip, ich hatte beim Bremsen starke Mühe. Ich bin hinten und vorne mit den Soft-Reifen gefahren. Keine Ahnung, ob das die perfekte Wahl war. Ich war jedenfalls der einzige Fahrer mit dieser Mischung. Ich musste im Rennen viel früher bremsen als im Training. So konnte ich nicht die erwartete Pace fahren. Ich wollte hohe 1:38er-Zeiten hinlegen. Aber das gelang mir nie. Und es wurde immer schlimmer. Deshalb ist die Gruppe vor mir entwischt.»

Jorge sagt, in den zwei Wochen Pause nach Aragón könne er im Fitness-Centre höhere Gewichte stemmen und seine Form wieder aufzubauen. «Ich brauche mehr Kraft und wieder mehr Muskeln. Über eine einzelne Runde wie im Quali geht es bei mir besser. Aber ich muss in erster Linie an der Rennpace arbeiten. Das ist nach der langen Pause kein Wunder und für die nächsten Wochen das Wichtigste. Die Renndistanz beansprucht mich momentan noch stark. Außerdem habe ich Probleme, wenn das Hinterrad wegrutscht und auch vorne der Grip fehlt.»

WM-Stand nach 13 von 19 Rennen:

1. Marc Márquez 275. 2. Dovizioso 182. 3. Petrucci 151. 4. Rins 149. 5. Viñales 134. 6. Rossi 129. 7. Quartararo 112. 8. Miller 101. 9. Crutchlow 88. 10. Morbidelli 80. 11. Pol Espargaró 77. 12. Nakagami 62. 13. Mir 47. 14. Aleix Espargaró 37. 15. Bagnaia 29. 16. Iannone 27. 17. Zarco 27. 18. Oliveira 26. 19. Lorenzo 23. 20. Rabat 17. 21. Bradl 16. 22. Pirro 9. 23. Guintoli 7. 24. Syahrin 7. 25. Abraham 5.

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