Valentino Rossi (Yamaha/8.): «Verstehe nicht warum»

Von Nora Lantschner
MotoGP
Valentino Rossi kam hinter Aleix Espargaró ins Ziel

Valentino Rossi kam hinter Aleix Espargaró ins Ziel

«Ich hatte darauf gehofft, stärker zu sein», bedauerte Valentino Rossi nach dem achten Platz in Aragón. Es waren die üblichen Grip- und Topspeed-Probleme, die den Yamaha-Superstar ins Grübeln brachten.

Valentino Rossi fuhr in Aragón aus der zweiten Startreihe los und macht sich Hoffnungen auf ein Spitzenergebnis, aber daraus wurde nichts. Als Achter landete er am Ende auch hinter Aprilia-Werksfahrer Aleix Espargaró.

«Wir wissen, dass diese Strecke schwierig ist. Aragón ist für mich immer schwierig und auch dieses Rennen war sehr kompliziert. Ich wusste, dass meine Pace nicht fantastisch und vielleicht nicht stark genug für das Podium war, aber ich hatte darauf gehofft, stärker zu sein», grübelte der neunfache Weltmeister nach dem Rennen am Sonntag.

«Das Rennen war sehr schwierig, wir sind – wie die anderen Yamaha-Piloten – mit dem harten Hinterreifen losgefahren. Auch Quartararo und Maverick [Viñales] hatten gegen Ende ein bisschen Schwierigkeiten damit, aber ich hatte schon nach fünf, sechs Runden einen großen Drop. Ich musste leider langsamer fahren, meine Pace war dann ziemlich schlecht», gestand der Yamaha-Star. «Michelin hat für die Yamaha-Piloten die harte Mischung empfohlen. Der Soft-Reifen war für uns sehr schwierig, weil er mit unserem Bike nicht gut arbeitet.»

«Es ist aber kein Reifenproblem, das Problem liegt mehr an uns, an unserem Setting», hielt Vale fest. «Denn in der zweiten Saisonhälfte haben wir das Set-up verändert – damit war ich insgesamt konkurrenzfähiger, aber wir haben immer das Problem mit dem Grip am Hinterrad. Wir leiden mehr darunter als Quartararo und Viñales. Wir müssen weiter arbeiten und versuchen zu verstehen, wie wir uns verbessern können, um konkurrenzfähiger zu sein.»

Sind die Schwierigkeiten auf den neuen Doppelauspuff oder die Karbonschwinge zurückzuführen? «Ich hatte das Problem schon in Österreich und in Silverstone. Da hatte ich noch die alten Teile. Meiner Meinung nach liegt es also nicht daran, es ist etwas anderes. Es fehlt an Grip am Hinterrad, vor allem auf der Reifenkante. Ich slide sehr stark. Wenn du slidest, wird der Reifen mehr in Mitleidenschaft gezogen – du bist langsamer und schadest gleichzeitig dem Reifen. Wir müssen eine Lösung finden.»

«Leider ist der Grip hier in Aragón gleich schlecht wie in Misano, vielleicht ist es sogar schlimmer», fügte Rossi hinzu. «Die Streckenverhältnisse sind schlechter als im Vorjahr. Die Zeiten sind 0,7 bis 0,6 sec langsamer. Der Gripmangel ist groß. Am Freitag war ich nicht so schlecht dabei, am Samstag hatte ich etwas mehr Probleme und heute war der schlimmste Tag. Es ist auch schwierig vorauszusehen, wenn man dasselbe Bike und denselben Reifen wie am Freitag verwendet, aber heute größere Schwierigkeiten hat. Ehrlich gesagt, ich verstehe nicht warum», war der 40-jährige am Sonntag ratlos.

Nicht nur der Grip bereitet Yamaha Kopfzerbrechen, auch in Sachen Topspeed sind die M1 unterlegen, was nicht zuletzt bei Viñales offensichtlich wurde, der die Ducati-Piloten Andrea Dovizioso und Jack Miller in der Schlussphase ziehen lassen musste und somit das Podest verpasste.

«Es ist sehr wichtig, dass wir diesen Rückstand wettmachen», weiß auch der «Dottore». «Denn es ist viel einfacher, wenn du auf den Geraden schneller bist. Dann hast du eine schnellere Rundenzeit, ohne dass du etwas dazutun musst. Im Zweikampf ist es auch viel einfacher, auf den Geraden zu überholen. Wir wissen, dass der Topspeed unsere Schwachstelle ist und wir pushen mit Yamaha hart, damit wir uns für nächstes Jahr verbessern. Es ist nicht einfach, weil der Gap ziemlich groß ist, aber ich glaube, Yamaha weiß, dass sie daran arbeiten müssen.»

MotoGP-Ergebnis, Aragón: 1. Márquez, Honda. 2. Dovizioso, Ducati. 3. Miller, Ducati. 4. Viñales, Yamaha. 5. Quartararo, Yamaha. 6. Crutchlow, Honda. 7. Aleix Espargaró, Aprilia. 8. Rossi, Yamaha. 9. Rins, Suzuki. 10. Nakagami, Honda. 11. Iannone, Aprilia. 12. Petrucci, Ducati. 13. Oliveira, KTM. 14. Mir, Suzuki. 15. Rabat, Ducati. 16. Bagnaia, Ducati. 17. Kallio, KTM. 18. Abraham, Ducati. 19. Smith, Aprilia. 20. Lorenzo, Honda. 21. Syahrin, KTM.

MotoGP-WM-Stand nach 14 von 19. Rennen: 1. Marc Márquez 330. 2. Dovizioso 202. 3. Rins 156. 4. Petrucci 155. 5. Viñales 147. 6. Rossi 137. 7. Quartararo 123. 8. Miller 117. 9. Crutchlow 98. 10. Morbidelli 80. 11. Pol Espargaró 77. 12. Nakagami 68 . 13. Mir 49. 14. Aleix Espargaró 46. 15. Iannone 32. 16. Bagnaia 29. 17. Oliveira 29. 18. Zarco 27. 19. Lorenzo 23. 20. Rabat 18. 21. Bradl 16.

siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Ferrari und Sebastian Vettel: Vertrauen verloren

Mathias Brunner
​Es wird 2021 keine sechste gemeinsame Saison geben mit Ferrari und Sebastian Vettel: Auf den ersten Blick geht’s ums Geld. Aber der tiefergehende Grund dürfte sein – das gegenseitige Vertrauen ist weg.
» weiterlesen
 

TV-Programm

So. 24.05., 18:00, Sky Sport 2
Formel 1
So. 24.05., 18:10, Motorvision TV
IMSA WeatherTech SportsCar Championship
So. 24.05., 18:30, Das Erste
Sportschau
So. 24.05., 19:00, Sky Sport 2
Formel 1
So. 24.05., 19:15, ServusTV Österreich
Servus Sport aktuell
So. 24.05., 20:30, Sky Sport 2
Formel 1: Großer Preis von Monaco
So. 24.05., 20:30, ORF Sport+
Schätze aus dem ORF-Archiv: Formel 1 Grand Prix 2014 Bahrain
So. 24.05., 20:45, Sky Sport 2
Warm Up
So. 24.05., 21:30, Hamburg 1
car port
So. 24.05., 23:00, Eurosport
Motorsport
» zum TV-Programm