Stefan Pierer (KTM): «Suchen keine Fahrer für 2021»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Pierer beim Valencia-GP mit Pol Espargaró

Stefan Pierer beim Valencia-GP mit Pol Espargaró

KTM will für die MotoGP-WM 2021 keinen neuen Topfahrer vom Kaliber Zarcos suchen. «Wir machen mit unseren jungen Piloten weiter. Das Geld investiere ich lieber ins Bike», sagt KTM-Chef Pierer.

Das Red Bull KTM MotoGP-Team strebt laut KTM-Firmenchef Stefan Pierer nächstes Jahr Top-5-Plätze an. Im Factory Team fahren Pol Espargaró und Brad Binder, beide haben übrigens Brüder in der Weltmeisterschaft. Und bei Red Bull Tech3- sind die Miguel Oliveira und Rookie Iker Lecuona unter Vertrag.

Vor zwei Jahren beim Valencia-GP stellte Stefan Pierer gegenüber SPEEDWEEK.com unmissverständlich klar, dass der damals überragende Rookie Johann Zarco sein Wunschfahrer für 2019 und 2020 sei. Er wolle nicht das System von Ducati kopieren und 25 Millionen für zwei Jahre an einen Superstar wie Jorge Lorenzo bezahlen, erklärte er im November 2017.

Auch Weltmeister Marc Márquez kam für KTM nicht in Frage. «Wenn er gewinnt, ist es der Fahrer. Wenn er besiegt wird, liegt es an meinem Motorrad», meinte der Österreicher Pierer vor zwei Jahren.

Nach einer nicht gerade erfreulichen Saison mit Zarco sagt Pierer ohne Umschweife: «Er war ein Fehlgriff. Da gibt’s nichts hinzuzufügen.»

Pierer ist aber überzeugt, dass Zarco nicht nur mit der KTM RC16 nicht zurechtkam, sondern seine Leistung auch wegen der Streitigkeiten mit Ex-Manager Laurent Fellon beeinträchtigt war. Diesem wird nachgesagt, er habe Verträge abgeschlossen, die zu Rechtsstreitigkeiten führten. Da ging es um einen Helmvertrag und einen Mechandising-Vertrag, ist zu hören.

«Dass Zarco plötzlich als Franzose von Rookie Quartararo in den Schatten gestellt wurde, hat ihn wahrscheinlich auch beschäftigt», gibt Pierer zu bedenken.

In einem Jahr laufen die meisten MotoGP-Fahrer-Verträge aus. Ist KTM auf der Suche nach einem neuen Topfahrer für 2021 und 2022?

Stefan Pierer schüttelt bei diesem Thema energisch den Kopf: «Wir bleiben bei unseren jungen Piloten. Wir haben ja noch Personalreserve. Im Ajo-Moto2-Team kommt Jorge Martin nach, der Moto3-Weltmeister von 2018.»

Pierer befürchtet nicht, dass ihm Aushängeschild Pol Espargaró oder der begnadete Oliveira von anderen Werksteams abspenstig gemacht werden.

«Unsere MotoGP-Fahrer sind alle mit Red Bull und KTM groß geworden. Da entsteht eine andere Beziehung. Unser Ziel ist es, dass wir alle diese Fahrer bei uns behalten. Wir haben nicht die Absicht, 2020 auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. Wir möchten das Geld gern in das MotoGP-Bike investieren», betonte Pierer im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.

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