Brad Binder: Der harte Weg des Red Bull-KTM-Fahrers

Von Johannes Orasche
MotoGP
Brad Binder

Brad Binder

Der MotoGP-Sender ServusTV zeigte am Sonntag eine Dokumentation über den südafrikanischen Red Bull-KTM-Fahrer Brad Binder, der auf seinem Karriereweg auch schon viel Kritik hat einstecken müssen.

Brad Binder (24) packte als 14 Jahre alter Teenager die Koffer und übersiedelte mit dem unbedingten  Wunsch einer Motorrad-WM-Karriere nach Europa. «Im Red Bull-Rookies Cup wurde aber sehr schnell klar, wie hart der Weg ist», erinnert sich Binder, der sein drittes Jahr im Rookies Cup völlig verpatzte, Gesamtsiebter wurde, weil die erhoffte Steigerung ausblieb. Binder: «2011 war eine grosse Enttäuschung. Ich dachte, ich könnte gewinnen.»

Abseits der Rennstrecke hatte der Südafrikaner schöne Jahre. «Damals hatte ich mit Arthur Sissis und James Whithcroft immer eine gute Zeit», schildert Binder die Anfangsjahre in Europa, in denen viel improvisiert wurde.

Red Bull-Talentescout und Riding Coach Gustl Auinger sagt rückblickend: «Wenn jemand im Zirkus ist, dann wird kaum unterschieden. Es gibt nicht die Meinung, dass er geschont wird, nur weil er von weit her aus Südafrika kommt. Es ist ja keine Nation die dazu prädestiniert ist, eine Weltmeisterschaft zu gewinnen. Aber Brad ist mental sehr stark, er hat ja auch Kritik einstecken müssen auf der Rennstrecke. Er hat die Kraft, nicht aufzugeben, das hat er in Jerez 2016 gezeigt, als er vom letzten Platz das Moto3-Rennen gewann.» Binder war damals wegen eines nicht homologierten ECU-Mappings auf den 36. und letzten Startplatz versetzt worden.

«Eines ist wichtig, man muss es immer nehmen wie es kommt», bekräftigt Auinger. «Ich muss gestehen, im Rookies-Cup hatten wir ihn nicht wirklich auf dem Radar. Brad ist ein Fahrer, der Zeit braucht», sagt auch KTM-Rennsportchef Pit Beirer rückblickend.

Als Binder Ende 2011 bereits geistig auf der Heimreise war, ergab sich dann doch noch die Chance in einem Moto3-Team, es war die RW-Truppe mit einer Kalex-KTM. Später – im Jahr 2014 – war es ähnlich, erinnert sich Binder: «Ich bin dann einfach zu Aki Ajo ins Büro gegangen und habe gefragt, ob ich in seinem Team fahren könnte. Als ich dann 2015 bei Aki begann, merkte ich, dass ich weit weg von einem professionellen Fahrer war», gesteht Binder. «In meinem ersten Moto2-Rennen brach ich mir dann gleich den Arm. Aber ich bin wirklich happy mit meinem Abgang aus der Moto2, auch wenn ich knapp nicht Weltmeister geworden bin.»

Auch Binders Vater Trevor erinnert sich: «Als Brad 2016 den Moto3-Titel holte, war das eigentlich schon genug.» Lob kommt auch von seinem langjährigen Teamkollegen Miguel Oliveira: «Brad ist wirklich ein zäher Kerl.»

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