MotoGP-WM: Aprilia-Werk beansprucht 2 eigene Plätze

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Das MotoGP-Feld in Jerez 2020: In zwei Jahren zwei Fahrer mehr im Feld?

Das MotoGP-Feld in Jerez 2020: In zwei Jahren zwei Fahrer mehr im Feld?

Bisher nutzt das Aprilia-Werk in der MotoGP-WM zwei Plätze des Gresini-Teams. 2022 will Aprilia selbst als Team auftreten, es sollen dann 24 statt 22 Fahrer mitfahren.

Für die MotoGP-Saison 2012 sind fast alle zwölf Plätze in den Werksteams besetzt, nur bei Aprilia Racing und bei Ducati Corse sind noch zwei Cockpits offen, sie könnten von Cal Crutchlow und Andrea Dovizioso beschlagnahmt werden. Trotz der Coronakrise zeichnet sich kein Ausstieg eines der sechs MotoGP-Werke ab, berichtete Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.

Und Aprilia will sich sogar fester an die Weltmeisterschaft binden, die Italiener verfügen nämlich bisher als einziger Herstellern über keine zwei eigenen Plätze, sondern sie nutzen zwei Plätze des Teams von Fausto Gresini, mit dem ein Joint Venture vereinbart wurde, zuerst für 2015 bis 2018, dann über drei Jahre bis inklusive 2021.

Bei den Fabrikaten der zwölf MotoGP-Teams wird sich für 2021 nichts ändern. Aprilia und Suzuki werden auch 2021 kein Kundenteam betreiben, Ducati bleibt deshalb bei sechs Bikes für das Werksteam, Pramac und Avintia. Yamaha hat die Petronas-Truppe als Kundenteam, Honda rüstet LCR aus, KTM den Red Bull-Tech3-Rennstall.

Aprila-Renndirektor Masimno Rivola hat Carmelo Ezpeleta bereits im Januar in Spanien besucht, denn er will für die fünf Jahre von 2022 bis 2016 zwei eigene Teamplätze. Gresini könnte dann ein Suzuki-Kundenteam bilden, Avintia eventuell ein Aprilia-Kundenteam übernehmen. Das wäre das ideale Szenario von Carmelo Ezpeleta.

«Es ist wahr, dass Aprilia Racing um einen offiziellen Platz für zwei Fahrer angefragt hat, wie die anderen fünf Hersteller», bestätigt Ezpeleta.

Die Dorna will aber kein existierendes Team loswerden, sondern würde Aprilia (nur Platz 15 durch Smith beim Jerez-GP) zwei zusätzliche Plätze überlassen, also das MotoGP-Feld nach 2021 von 22 auf 24 Fahrer erhöhen.

Die MotoGP-Werksteams müssen ihre Teilnahme jedoch jeweils für fünf Jahre zusichern. Und wenn sie vorzeitig aussteigen, müssen sie alle Beträge, die sie bis zu diesem Zeitpunkt von der Dorna erhalten haben, zurückerstatten.

Aprilia nahm schon von 2002 bis 2004 an der MotoGP-WM teil, damals mit der 990-ccm-Reihendreizylinder-Maschine namens Cube. Dann stiegen die Italiener aus, weil Aprilia von der Pleite bedroht war. Aber Firmenchef Ivano Beggio zahlte die bis dahin kassierten Beträge nie an die Dorna zurück.

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