Marc Márquez: «Das Fahren ist im Moment kein Genuss»

Von Maximilian Wendl
Dass Honda und Marc Márquez den Fokus auf die Saison 2022 gerichtet haben, ist keine Neuigkeit. Allerdings gibt der Spanier bei der offiziellen Pressekonferenz auch Einblicke in seinen körperlichen Zustand.

Marc Márquez ist schon lange im Geschäft. Er weiß, was er von einem Rennwochenende erwarten kann und in Misano erwartet der spanische Honda-Fahrer von sich keine Wunderdinge. Dabei hatte er im MotorLand Aragón bis zum Schluss den Sieg vor Augen, ehe Francesco Bagnaia im Zweikampf doch die bessere Antwort auf seiner Seite hatte.

«Ich möchte weiter Fortschritte machen», erklärte Márquez. «Es war schön, auf das Podest zurückzukehren. Ich denke aber, dass wir hier wieder in der Normalität ankommen. Uns fehlt auf die Top-Piloten nicht viel. Das Ziel ist es, noch näher an sie heranzurücken. Ich werde schon nach dem ersten Freien Training erkennen, wo ich stehe.»

Schon seit Wochen arbeiten Márquez und Honda auf die Zukunft hin. Er hat keine Chance mehr, seinen neunten Titel 2021 einzufahren. Deswegen liegt der Fokus auf den kommenden Saisons. «Wir werden bei den Testfahrten in Misano unsere Arbeiten fortsetzen und am Motorrad arbeiten. Es ist eine stetige Entwicklung, die wir vorantreiben. Wir müssen zum einen das Motorrad verbessern, zum anderen muss ich auch meine eigenen Fähigkeiten weiter verbessern. Wenn es bei einem Punkt nicht optimal läuft, dann wird es auch 2022 keine einfache Saison», sagt der 28-Jährige.

Dementsprechend muss Márquez in erster Linie darauf achten, seinen mehrfach operierten Oberarm nicht zu sehr zu strapazieren. Eine weitere Operation schließt er zwar nicht aus, sie ist aber ganz sicher auch nicht der Weg. «Plan A sieht vor, dass ich an mir arbeite und daheim trainiere. Ich muss mich derzeit nach einem GP-Wochenende drei Tage lang ausruhen und kann nicht trainieren. Ich muss aber mehr trainieren, um den Schmerzen entgegenzuwirken.»

Die Schmerzen sind auch dafür verantwortlich, dass er momentan nicht den ganz großen Spaß an seinem Beruf verspürt. «Ich versuche, konkurrenzfähig zu sein», erklärt Márquez. «Aber ich genieße das Fahren im Moment nicht. Ich kann vielleicht ein paar Runden oder Kurven genießen, aber wenn der Arm Probleme bereitet, dann ist das kein Genuss. Mein Ziel ist es, den Spaß zurückzugewinnen», sagt Márquez. Umso beachtlicher sind sein Sieg am Sachsenring und Rang 2 in Aragón zu bewerten.

Stand Fahrer-WM nach 13 von 18 Rennen:

1. Quartararo, 214 Punkte. 2. Bagnaia 161. 3. Mir 157. 4. Zarco 137. 5. Miller 129. 6. Binder 117. 7. Aleix Espargaró 96. 8. Viñales 95. 9. Oliveira 87. 10. Marc Márquez 79. 11. Martin 71. 12. Rins 68. 13. Nakagami 64. 14. Pol Espargaró 55. 15. Alex Márquez 49. 16. Bastianini 45. 17. Morbidelli 40. 18. Lecuona 38. 19. Petrucci 37. 20. Marini 28. 21. Rossi 28. 22. Bradl 11. 23. Pedrosa 6. 24. Savadori 4. 25. Pirro 3. 26. Rabat 1.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati, 250 Punkte 2. Yamaha 242. 3. Suzuki 174. 4. KTM 171. 5. Honda 135. 6. Aprilia 97.

Team-WM:
1. Monster Energy Yamaha, 309 Punkte. 2. Ducati Lenovo 290. 3. Suzuki Ecstar 225. 4. Pramac Racing 212. 5. Red Bull KTM Factory Racing 204. 6. Repsol Honda 141. 7. LCR Honda 113. 8. Aprilia Racing Team Gresini 100. 9. Tech3 KTM Factory Racing 75. 10. Esponsorama Racing Ducati 73. 11. Petronas Yamaha SRT 68.

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