Miguel Oliveira zu der Frage: Muss KTM eingreifen?

Von Maximilian Wendl
Die KTM-Markenkollegen Miguel Oliveira und Iker Lecuona gerieten in Portimao aneinander

Die KTM-Markenkollegen Miguel Oliveira und Iker Lecuona gerieten in Portimao aneinander

Die Entschuldigung hat Miguel Oliveira direkt angenommen, nachdem er in Portimao von Iker Lecuona abgeschossen wurde. Trotzdem gerieten mal wieder KTM-Piloten aneinander. Das sorgt für Gesprächsstoff.

Die gute Nachricht vorneweg: Nach seinem Crash mit Iker Lecuona ist Miguel Oliveira fit. Er kann ohne körperliche Einschränkungen beim Saisonfinale in Valencia starten. «Ich habe eine leichte Gehirnerschütterung erlitten, aber nach einer weiteren Untersuchung war alles wieder in Ordnung.»

Trotzdem wirkte der Zwischenfall mit dem Markenkollegen nach. Lecuona hatte Oliveira bei dessen Heim-GP abgeräumt. «Ich habe seine Entschuldigung angenommen. Ich weiß nicht, ob das KTM-Management bei solchen Vorfällen eingreifen muss. Ich hatte so einen ähnlichen Unfall mit Pol Espargaró im Vorjahr. Natürlich ist es bitter, wenn KTM-Motorräder aneinandergeraten. Darüber ist niemand glücklich. Wir haben darüber gesprochen und jetzt wollen wir in Ruhe nach vorn schauen», sagte Oliveira.

Traurig war er über das Aus aber dennoch. «Ich hätte das Rennen daheim gerne beendet und mit meinen Fans gejubelt. Das war aber nicht möglich. Das Ziel von KTM ist es, Punkte zu holen. Keiner erwartet, dass es dann so endet. Aber so ist es nun einmal, daran kann man nichts ändern.»

Allzu lange möchte sich Oliveira aber auch nicht aufhalten mit der Vergangenheit. Über den Valencia-GP sagt Oliveira: «Ich freue mich auf dieses Rennen. Es zu beenden, ist mein Hauptziel. Im Vorjahr waren wir schnell hier und ich hoffe, dass wir daran anknüpfen können.»

In der WM-Wertung könnte er noch P10 erreichen. «Das spielt für mich keine Rolle mehr», sagt Oliveira. «Die Saison ist für mich vorbei und wenn ich noch Zehnter werden sollte, dann tröstet das auch nicht über diese schwache zweite Saisonhälfte hinweg. Die Endplatzierung ist mir nicht wichtig. Ich hatte einen schlechten Auftakt und nach ein paar guten Rennen, als jeder mit mir über die WM reden wollte, lief es nach der Sommerpause wieder schlecht. Das war frustrierend.» In Spanien geht es für den Portugiesen um ein versöhnliches Ende einer nicht zufriedenstellenden Saison.

Stand Fahrer-WM nach 17 von 18 Rennen:

1. Quartararo, 267 Punkte (Weltmeister). 2. Bagnaia 227. 3. Mir 195. 4. Miller 165. 5. Zarco 163. 6. Marc Márquez 142. 7. Binder 142. 8. Aleix Espargaró 113. 9. Viñales 106. 10. Pol Espargaró 100. 11. Rins 99. 12. Bastianini 94. 13. Oliveira 92. 14. Martin 91. 15. Nakagami 76. 16. Alex Márquez 67. 17. Morbidelli 42. 18. Marini 41. 19. Lecuona 38. 20. Rossi 38. 21. Petrucci 37. 22. Bradl 14. 23. Pirro 12. 24. Dovizioso 8. 25. Pedrosa 6. 26. Savadori 4. 27. Rabat 1.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati, 332 Punkte (Weltmeister). 2. Yamaha 298. 3. Suzuki 227. 4. Honda 211. 5. KTM 196. 6. Aprilia 114.

Team-WM:

1. Ducati Lenovo, 392 Punkte. 2. Monster Energy Yamaha 364. 3. Suzuki Ecstar 294. 4. Pramac Racing 258. 5. Repsol Honda 250. 6. Red Bull KTM Factory Racing 234. 7. LCR Honda 143. 8. Esponsorama Racing 135. 9. Aprilia Racing Team Gresini 128. 10. Petronas Yamaha SRT 86. 11. Tech3 KTM Factory Racing 75.

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