Erst am Sonntag passte es

Kolumne von Stefan Bradl
MotoGP
Stefan Bradl: «Potenzial nicht ausgeschöpft»

Stefan Bradl: «Potenzial nicht ausgeschöpft»

Beim Rennen in Brünn habe ich im Training beim Bremsen und am Kurveneingang die meiste Zeit verloren, was bei mir unu¨blich ist.

Wir haben dann für Sonntag vorne Gewicht weggenommen, deshalb hat der Vorderreifen nicht mehr so überhitzt, dann habe ich meine Stärken besser ausspielen können. Ich konnte am Ende der Geraden heftiger Bremsen und dadurch schneller einbiegen. Dadurch hatte ich ein viel besseres Gefühl; ich konnte recht konstante Zeiten fahren. Das Motorrad hat sich so angefühlt, wie ich es gewöhnt bin.

Das Brünn-Training ist bei weitem nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Mit 1:58,3 und Platz 8 ging es im ersten Training los. Ich habe mich geärgert, weil wir nur den harten Hinterreifen verwendet haben, die weichen wollten wir sparen. Aber die harte Mischung funktionierte überhaupt nicht; es fehlte an Seitengrip, die Performance war deutlich schlechter. Aber was nicht passte: Der harte Reifen überhitzte leicht, deshalb fing der Vorderreifen an zu schieben, auch beim Bremsen am Kurveneingang hatte ich kein optimales Gefühl. Das war vorne immer so ein leichtes Sliden.

Im zweiten Training sah es mit 1:57,2 (Platz 5) gleich deutlich besser aus. Ich bin früh auf gute Zeiten gekommen und war vom Speed her besser drauf, das hat mich beruhigt. Das lag auch an der besseren Linienwahl; im ersten Sektor hatte ich sogar Bestzeit. Aber mein Schwachpunkt war der zweite Sektor, dort hatte ich grosse Probleme mit dem Vorderreifen.

Im Qualifying haben wir eine kürzere Schwinge probiert, aber damit hatten wir deutlich mehr Chattering. Von HRC haben wir gehört, dass die Piste Brünn in dieser Hinsicht die meisten Probleme macht. Wir sind deshalb am Schluss wieder mit dem längeren Radstand gefahren. Aber das Vorderrad-Set-up war nicht ideal. Wir haben unser Potenzial im Quali nicht ausgeschöpft.

Meiner LCR-Technik-Crew, die sich wirklich für mich aufopfert, habe ich am Freitagabend eine kleine Freude gemacht: Alle neun Teammitglieder haben von mir eine Box mit einer schönen Uhr meines Sponsors Tissot bekommen. Am Samstag hat jeder von ihnen die Uhr stolz getragen. Das hat mich echt gefreut.

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