Stefan Bradl: «Rossi? Respekt! Das ist Wahnsinn»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl auf dem Startplatz in Katar

Stefan Bradl auf dem Startplatz in Katar

LCR-Honda-Pilot Stefan Bradl zeigt nach dem Nuller von Katar Respekt vor Rossi. Und Márquez? Bradl: «Der hat mich nicht überrascht.»

Stefan Bradl ist einer von fünf MotoGP-Piloten, die von 12. bis 14. März auf dem Circuit of the Americas (COTA) in Austin/Texas getestet haben. Ausser ihm waren nur Pedrosa, Márquez, Lorenzo und Rossi dort. Bradl bezeichnet Austin als Honda-Strecke.

Stefan, Marc Márquez hat bei den Tests in Texas klar dominiert. Ist das eine Honda-Strecke?  
Ja, ich glaube, dass Texas eine Honda-Strecke ist. Dort sind mehrere solche Passagen drin, bei denen man nicht so lange in Schräglage ist und nicht so lange auf der Reifenkante rumfährt. Das sind eher Stellen, wo man die Maschine reinlegt und dann schnell wieder aufrichtet und voll beschleunigt. Das sollte der Honda entgegenkommen.

War Marc Márquez in Katar noch besser als erwartet? Oder hast du dir sein Abschneiden so vorgestellt? Er war Sechster im Training, Dritter im Rennen.  

Er hat ein tolles Rennen gefahren, aber überrascht hat mich das nicht. Er hat im Qualifying eher ein bisschen enttäuscht. Er ist auch nur ein Mensch und hat es in den 15 Minuten vielleicht nicht so auf die Reihe gebracht, dass er eine schnelle Runde hinkriegt.
Klar, im Rennen muss er immer auf der Liste stehen. Ich hab’ mich gewundert... Ich habe einfach von der ersten Runde an gemerkt, es geht nicht schneller, sonst lieg ich auf der Nase.
Márquez hat wahrscheinlich ein unglaubliches Gespür fürs Limit, das ist eine grosse Stärke von ihm – neben seinem unglaublichen Talent. Er kann die Maschine auch bei schwierigen Bedingungen schnell bewegen.

Valentino Rossi hat gezeigt, dass er wenig verlernt hat? Wenn er eine Podestchance wittert, sieht man ihm seine 34 Jahre nicht mehr an. Beeindruckt?

Ja, Wahnsinn. Wirklich. Respekt, hat er gut gemacht.
Ich glaube, eines seiner besten Rennen seit seinem letzten Sieg in Malaysia 2010. Dieser Erfolg ist wie ein Sieg. Er kann sehr, sehr zufrieden sein.
 
Wie kamen deine Probleme mit dem Vorderreifen zustande? Im Warm-Up um 18 Uhr hast du nur 0,2 Sekunden auf die Bestzeit verloren. Beim Rennstart um 22 Uhr war es erheblich kühler. Hätte man da beim Set-up etwas umstellen müssen?

Es ging dem Pedrosa ähnlich. Der hat auch gesagt, im Warm-up war alles okay, im Rennen hatte er schwerwiegende Probleme. So war es bei mir auch.
 
Haben die Crew-Chiefs von Lorenzo, Rossi und Márquez auf die niedrigeren Temperaturen irgendwie reagiert?

Ich wüssste auf die Schnelle nicht, was wir noch hätten verändern sollen, nur weil die Asphalttemperatur ein paar Grad runtergegangen ist.

Du hast hinten auch eine weiche Mischung genommen, wie die meisten Gegner? An der Reifenwahl lag es also nicht?
Meine Wahl war: vorne hart, hinten weich. Bautista ist als einziger Gegner hinten weich und vorne weich gefahren.

Wäre das die bessere Lösung gewesen?

Nein, denn dann hätte ich überhaupt keine Bremsstabilität gehabt. Das wäre mir gleich zweimal nicht recht gewesen.
Es war für mich einfach ein dummes Gefühl. Ich habe von der ersten Runde an gewusst, dass das nichts wird.

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