Stefan Bradl: Operation doch in Kuala Lumpur!

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl im LCR-Office

Stefan Bradl im LCR-Office

Stefan Bradl sollte um 23.20 Uhr in Kuala Lumpur abfliegen. Aber jetzt wurde der Plan geändert. Er wird in Malaysia operiert.

Rund drei Stunden nach dem Sturz war die Flugverbindung für Stefan Bradl Richtung Dexeus-Klinik von Dr. Xavier Mir bereits abgeklärt: Abflug in Kuala Lumpur um 23.20 Uhr mit KLM, Landung in Amsterdam um 6.10 Uhr, Weiterflug nach Barcelona um 7.55 Uhr, Ankunft um 10 Uhr.

Teamchef Lucio Cecchinello beratschlagte inzwischen noch mit Medical Director Dr. Michele Macchigodena die genaue Vorgehensweise. Auch eine Operation in Kuala Lumpur wurde zur Diskussion gestellt, um einen Tag Genesung zu sparen – und womöglich in Australien wieder zu fahren.

«Wir haben so etwas schon 2010 mit Randy de Puniet auf dem Sachsenring erlebt. Er ist nachher nach dem Knöchelbruch auch viel zu früh wieder aufs Motorrad zurückgekehrt. Es war ein Desaster», meinte ein LCR-Teammitglied. «Stefan soll mit dem Comeback ruhig bis Motegi warten. Wir kämpfen nicht um den Weltmeistertitel.»

Aber schliesslich einigte sich das LCR-Team auf eine Operation in Kuala Lumpur – in der kommenden Nacht. «Ich werde demnächst ins Spital gebracht und kann es eventuell Sontagnachmittag wieder verlassen», erklärte Stefan. Danach wird bis Montag oder Dienstag entschieden, ob eine Teilnahme am Australien-GP ins Auge gefasst werden kann.

Stefan haderte ein bisschen mit seinem Schicksal. «Diesen Grasteppich braucht niemand. Wir müssen jetzt in der Safety Commission drüber reden, warum er dort liegt. Und warum er sich aufwölbt und damit zu einem Knöchelbruch führt, wenn jemand darüber schlittert. Ich habe mir wegen diesem blöden Teppich den Haxen gebrochen. Das ist sehr unglücklich für mich. Mein Sturz soll wenigstens dazu führen, dass wir uns zusammensetzen und diese Teppiche entfernen lassen. Damit so etwas nie wieder passieren kann.»

Aber der WM-Sechste zeigte sich trotz des schmerzlichen Rückschlags in guter Laune. Beim Gespräch mit SPEEDWEEK.com im LCR-Office stülpte er seine Red-Bull-Mütze auf den Gipsfuss. «Das Foto machen wir jetzt für Herrn Mateschitz», grinste er.

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