HRC-Chef Nakamoto: «Bremsprobleme nur in Motegi»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Dani Pedrosa mit dem 2014-Bike beim November-Test in Valencia

Dani Pedrosa mit dem 2014-Bike beim November-Test in Valencia

Die MotoGP-Maschinen werden immer schwerer, das Gewicht wurde auf 160 kg angehoben. Die Auswirkungen wurden nicht bedacht.

Honda hat wie alle anderen Hersteller vor ein paar Jahren zugestimmt, das Mindestgewicht in der MotoGP schrittweise von 148 auf 160 kg zu erhöhen. Dort ist man jetzt angelangt.

Aber was nicht bedacht wurde: Es werden jetzt vielleicht kostspielige, leichtere Materialien eingespart, dafür werden die Reifen viel stärker beansprucht, und die 320-mm-Bremsscheiben sind vorne manchmal mit dem hohen Gewicht überfordert. Für den Stop-and-Go-Kurs von Motegi wurden deshalb ausnahmsweise und erstmals 340-mm-Bremsscheiben erlaubt.

Aber Nakamoto will die 340er-Scheiben nicht für alle Rennen erlauben. «Denn ausser in Motegi haben wir 2012 nirgends Bremsprobleme gehabt», betont er. «Damals war das Gewichtslimit noch bei 157 statt 160 kg. Auf anderen Pisten haben wir kein Problem.»

«Unser neuer Production-Racer RCV1000R in der MotoGP wiegt 161 kg», erzählt Nakamoto. «Wir könnten ihn auch viel leichter machen. Wir mussten Gewicht zuladen, um die Vorschriften einzuhalten. Aber ich weiss nicht, ob auch Yamaha oder ein anderer Hersteller so leichte Motorräder bauen kann... Wenn wir die technischen Vorschriften wieder ändern, steigen die Entwicklungskosten. Deshalb glaube ich, es ist viel besser, wenn wir jetzt alles unverändert lassen.»

Haben die Honda-Ingenieure schon eine Lösung gefunden, wie sie bei 20 statt 21 Liter Tankinhalt nächstes Jahr in den Rennen die identische Motorleistung herauskitzeln wie 2013?

Nakamoto: «Wie gesagt, auf manchen Pisten werden wir das Gemisch abmagern müssen. Aber unser vorrangiges Ziel ist, bei unseren Maschinen für 2014 den Kurvenspeed zu erhöhen. In diesem Bereich sind die Yamaha noch überlegen. Wenn wir uns in diesem Bereich verbessern, sparen wir Sprit. Marc und Dani haben die aktuelle Version des 2014-Motors in Valencia getestet. Er hat gute und schwache Seiten. Bis zum Sepang-Test werden wir weiterarbeiten.»

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