Aleix Espargaró (4.): Die Sensation der Open-Klasse

Von Sharleena Wirsing
MotoGP

Open-Pilot Aleix Espargaró sorgte bei den Testfahrten in Sepang für eine kleine Sensation. Er verlor auf der FTR-Yamaha nur 0,4 sec auf die Bestzeit und deklassierte die Honda-Production-Piloten.

Das Team NGM Mobile Forward Racing konnte am Donnerstagabend zufrieden auf den ersten MotoGP-Test des Jahres 2014 zurückblicken. Neuzugang Aleix Espargaró brachte sich mit schnellen Rundenzeiten und Platz 4 der kombinierten Zeitenliste ins Gespräch.

Der Spanier hatte in den letzten zwei Jahren bereits auf der CR-Aprilia des Aspar-Teams sein Talent bewiesen und dem Claiming-Rule-Titel geholt. Auch während der ersten drei Testtage mit der FTR-Yamaha in Sepang stellte Espargaró seine Stärke unter Beweis. Er belegte am Ende Rang 4 hinter den drei MotoGP-Weltmeistern Marc Márquez, Valentino Rossi und Jorge Lorenzo. Zudem distanzierte er Honda-Production-Pilot Nicky Hayden, den MotoGP-Weltmeister von 2006, um stattliche 1,5 sec.

Am Donnerstag gelang Espargaró seine persönliche Bestzeit von 1:59,998 min. Dabei befand er sich in bester Gesellschaft: Nur er, Marc Márquez, Valentino Rossi und Jorge Lorenzo durchbrachen die Schallmauer von zwei Minuten.

Am dritten Testtag spulte Espargaró zudem einen Long-Run ab, um das Motorrad und dessen Elektronik auf Herz und Nieren zu prüfen. «Mit dem Motorrad und dem Team bin ich wirklich happy», sagte Espargaró anschließend. «Wir haben bei der Abstimmung der Maschine einen Schritt nach vorne gemacht. Trotzdem haben wir noch viel Arbeit vor uns. Am Donnerstag haben wir einen Long-Run von zwölf Runden absolviert, aber wir haben noch echte Probleme, wenn die Reifen nachlassen. Schmerzen in der Hand hielten mich davon ab, eine ganze Renndistanz von 20 Runden zu fahren. In der zweiten Rennhälfte hätten wir derzeit noch Probleme mit der Elektronik. Daran müssen wir arbeiten.»

«Ich bin aber zuversichtlich, denn das war nur der erste Test. Wir werden fleißig weiterarbeiten und ich muss meinen Fahrstil noch an die neue Maschine anpassen. Aktuell fahre ich noch zu aggressiv, denn das bin ich von der CR-Maschine gewöhnt. Beim nächsten Test haben wir zwei Bikes zur Verfügung und dann werden wir auch die zweite Maschine anpassen. Zudem liefert FTR uns neue Teile, die wir prüfen müssen. Ich könnte aber mit keinem besseren Ergebnis aus Sepang abreisen», weiß der 24-Jährige. Der zweite Sepang-Test findet von 26. bis 28. Februar statt.

Espargaró: Die richtige Entscheidung

Die Entscheidung für NGM Forward und die FTR-Yamaha fiel Aleix Espargaró nicht leicht, nachdem er 2012 und 2013 den Claiming-Rule-Titel mit dem Aspar-Team gewann. In Sepang lag er nun 1,5 sec vor Honda-Production-Pilot Nicky Hayden aus dem Aspar-Team. «Mit meiner Entscheidung bin ich sehr zufrieden, obwohl es im letzten Jahr nicht einfach war, mein Team zu verlassen. Ich hatte mich dort sehr wohl gefühlt. Mein neues Team und ich mussten viel auf uns nehmen, um mich auf die FTR-Yamaha zu holen, doch nun scheint es sich auszuzahlen. Das war die richtige Entscheidung.»

Die Bestzeiten des Sepang-Tests, 4.–6. Februar 2014
Pos Fahrer Motorrad Zeit
1. Marc Márquez
Honda* 1:59,533
2. Valentino Rossi
Yamaha* 1:59,727
3. Jorge Lorenzo
Yamaha* 1:59,866
4. Aleix Espargaró
FTR-Yamaha 1:59,998
5. Stefan Bradl
Honda* 2:00,112
6. Dani Pedrosa
Honda* 2:00,223
7. Andrea Dovizioso
Ducati* 2:00,370
8. Bradley Smith
Yamaha* 2:00,603
9. Pol Espargaró
Yamaha* 2:00,655
10. Andrea Iannone
Ducati* 2:00,725
11. Alvaro Bautista
Honda* 2:00,788
12. Cal Crutchlow
Ducati* 2:01,057
13. Nicky Hayden
Honda 2:01,514
14. Colin Edwards
FTR-Yamaha 2:01,731
15. Michele Pirro
Ducati 2:01,782
16. Hiroshi Aoyama
Honda 2:02,383
17. Randy de Puniet
Suzuki* 2:02,486
18. Yonny Hernandez
Ducati 2:02,556
19. Kousuke Akiyoshi
Honda* 2:02,619
20. Katsuyuki Nakasuga
Yamaha* 2:02,788
21. Scott Redding
Honda 2:02,833
22. Michael Laverty
PBM-Aprilia 2:03,187
23. Héctor Barberá
Kawasaki 2:03,204
24. Broc Parkes
PBM-Aprilia 2:03,402
25. Mike di Meglio
Kawasaki 2:04,516
26. Karel Abraham
Honda 2:05,261
27. Nobuatsu Aoki
Suzuki* 2:05,686
* = Factory-Status

Weblinks

siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Ferrari und Sebastian Vettel: Vertrauen verloren

Mathias Brunner
​Es wird 2021 keine sechste gemeinsame Saison geben mit Ferrari und Sebastian Vettel: Auf den ersten Blick geht’s ums Geld. Aber der tiefergehende Grund dürfte sein – das gegenseitige Vertrauen ist weg.
» weiterlesen
 

TV-Programm

Fr. 05.06., 18:10, Motorvision TV
Top Speed Classic
Fr. 05.06., 18:20, Motorvision TV
Top Speed Classic
Fr. 05.06., 18:30, Sky Sport 2
Warm Up
Fr. 05.06., 18:40, Motorvision TV
Chateaux Impney Hill Climb
Fr. 05.06., 19:15, ServusTV Österreich
Servus Sport aktuell
Fr. 05.06., 19:30, Motorvision TV
Top Speed Classic
Fr. 05.06., 20:00, Sky Sport 1
Warm Up
Fr. 05.06., 20:00, Sky Sport HD
Warm Up
Fr. 05.06., 20:15, ORF Sport+
Schätze aus dem ORF-Archiv: Tennisklassiker Paris: Viertelfinale Muster - Alberto Costa
Fr. 05.06., 20:50, Motorvision TV
Andros E-Trophy
» zum TV-Programm